Feature: Teufel Concept E 150 Control 5.1 Soundsystem

Für stattlichen Sound am Rechner stehen dem interessierten Käufer einige Audioalternativen in den verschiedensten Preisklassen zur Auswahl. Besonders für ein intensives Gaming-Erlebnis und die Wiedergabe von Filmen lohnt sich dabei die Investition in ein 5.1-Soundsystem. Teufel bietet mit dem Concept E 150 Control eine Anlage mit leistungsstarkem Subwoofer, Raumklang und einer Kontrollstation, die auf Wunsch auch das Bedienen von der Couch ermöglicht. Welche weiteren Features das Soundsystem bietet und ob auch der Sound wirklich überzeugen konnte, erfahrt ihr in diesem kurzen Test.


Die Firma Teufel, mit Sitz in Deutschlands Hauptstadt, hat sich mit Lautsprecher-Systemen von bester Qualität etabliert. Vor einiger Zeit konnten wir uns bereits das Concept E 300 Control in einem Videotest näher ansehen und nehmen nun mit dem neuen Teufel Concept E 150 Control 5.1 eine etwas abgespeckte Variante des damals getesteten Soundsystems unter die Lupe. Wie das große Schwestermodell siedelt, sich die hier getestete Anlage im höheren Preissegment an. Gegenüber herkömmlichen 5.1-Geräten, will das Teufel-System bei der Wiedergabe von Filmen, Spielen oder Musik einen deutlich besseren Sound, verbunden mit einigen Vorteilen bezüglich der Bedienung und Erweiterungsfähigkeit, bieten.

Bei dem Concept E 150 Control handelt es sich - wie der Name bereits vermuten lässt - um eine Version dieses Soundsystems, bei der sich bereits eine zusätzliche Kontrollstation im Lieferumfang befindet. Diese ermöglicht das Ansteuern von insgesamt drei Sound-Quellen und bietet dem Nutzer eine Raumklangsimulation für einfache Stereo-Audio-Signale. Natürlich kann beim Kauf auch auf den Vorverstärker verzichtet werden. In diesem Fall sinkt der Gesamtpreis um 50 Euro und der Nutzer kann weiterhin eine Audio-Quelle an den integrierten Verstärker anschließen. Allerdings muss neben den angesprochenen Features dann auch auf die Fernbedienung verzichtet werden, die zur Control-Station gehört.

Das Concept E 150 Control kann wie alle Teufel-Produkte ausschließlich direkt beim Hersteller bezogen werden und gelangt in mehreren Kartons zum Nutzer. Wichtig ist vor dem Kauf zu beachten, dass ein zugehöriges Kabelset mitbestellt werden muss. Dieses kostet etwa 20 Euro und ermöglicht das Verbinden der einzelnen Speaker mit dem Subwoofer. Außerdem sind Kabel für das Ansteuern der Audio-Quelle enthalten. Genauer liefert Teufel dem Nutzer für diesen Aufpreis 20 Meter schwarzes Lautsprecherkabel aus dem eigenen Sortiment, mit einem Durchmesser von zwei Mal 0,75 Quadratmillimeter sowie drei 1,5 Meter lange Y-Kabel, die auf Chinch und 3,5-Millimeter-Stereo-Klinke enden. Bei unserer Speaker-Kabel-Rolle fanden wir nach einigen Metern eine Unterbrechung, die mit durchsichtigem Klebeband fixiert war, was aber angesichts des Preises zu verkraften ist. Teufel liefert die wiederum 1,5 Meter langen Kabel zum Verbinden der Kontrollstation mit dem Subwoofer im Paket des Concept E 150 Control mit.

Die Satelliten-Lautsprecher

Im Zubehörpaket befinden sich fünf Breitband-Satelliten-Lautsprecher des Typs CS 15 FCR, welche für die Wiedergabe des Frequenzbereichs von Mittel- und Hochtönen, genauer 150 - 20.000 Hertz, konzipiert sind. Mit den 80-Millimeter-Treibern aus Zellulose weisen die Speaker eine Dauer- und Impulsbelastbarkeit von 50 respektive 100 Watt sowie einen Kennschalldruck von 84 Dezibel bei 4 bis 8 Ohm auf. Sollte der Nutzer eigene Lautsprecherkabel verwenden wollen, muss er auf einen Kabeldurchmesser von unter 1,5 Millimetern achten, da die an der Rückseite befindlichen Klemmanschlüsse dickere Leitungen nicht aufnehmen können.

Das Gehäuse der kompakten Satelliten-Lautsprecher misst etwa 9,7 x 9 x 9,2 Zentimeter (T x B x H), was zu einem Gewicht von jeweils 0,56 Kilogramm führt. An der Vorderseite sind die Boxen und die schwarzen Abdeckungen mit silbernem Teufel-Logo leicht konvex, was zu einem höheren Abstrahlwinkel führen soll.

Natürlich müssen die Satelliten-Speaker nicht plan auf eine geeignete Fläche gestellt werden: Im Lieferumfang befinden sich Montagefüße, welche mit einer Rändelschraube am Wandhalterungs-Gewinde auf der Rückseite des Gehäuses befestigt werden. Die Ständer werden mit je vier kleinen Gummipodesten auf der Unterseite entkoppelt und wurden so konstruiert, dass die Lautsprecher schwimmend montiert sind, wodurch laut Teufel Kantenreflexionen minimiert werden können.

In den Standfüßen sind zwei Löcher vorgesehen, die ein sauberes Wegführen der Lautsprecherkabel ermöglichen. Alternativ zu den mitgelieferten Füßen, können auch ein Paar Wandhalterungen für 30 Euro oder zwei höhenverstellbare Standfüße zum Preis von 60 Euro erworben werden.

Der Subwoofer

Die Concept-E-150-Control-Anlage bietet als 5.1-Soundsystem auch einen Subwoofer. Obwohl Teufel die US 2108/6 SW als eine der kleinsten Bassboxen im Angebot bezeichnet, hinterlassen die Abmessungen von 28 x 28 x 50 Zentimetern (T x B x H) und das Gewicht von knapp 14 Kilogramm einen anderen Eindruck. Hinsichtlich der Konstruktionsweise handelt es sich um einen Down-Fire-Subwoofer mit einer unteren Grenzfrequenz von 45 Hertz. Der 20-Zentimeter-Tieftöner ist an der Unterseite des Gehäuses aus MDF verbaut und der Schall wird im Wesentlichen über die Füße an den Boden und die Wände abgegeben. Im Gegensatz zu einem Front-Fire-Subwoofer, wie er beispielsweise beim Concept E 300 zum Einsatz kam, kann diese Konstruktionsform in Mehrfamilienhäusern eventuell zu Problemen führen, was der potenzielle Käufer vor seiner Entscheidung bedenken sollte.

Ebenfalls an der Unterseite befindet sich die Öffnung, die das Gehäuse zu einem Helmholtzresonator macht. Im Gegensatz zu herkömmlichen Boxen mit dieser Technologie, setzt Teufel anstelle eines runden Tunnels auf einen großen Schlitz. Dies patentierte sich die Firma unter dem Namen "DPU-Technik" und erreicht damit, trotz einer maximalen Leistungsaufnahme von 450 Watt und einer Ausgangsleistung des Subwoofer-Kanals von 100 Watt, nach eigenen Aussagen fast unhörbare Strömungsgeräusche der bewegten Luft aus dem Inneren des Subwoofers.

An der schwarz-folierten Vorderseite des US 2108/6 SW befindet sich ein kleines Control-Panel mit zwei Drehreglern für Master- und Subwoofer-Volume sowie ein beleuchteter Standby-Button. Die Rückseite ist fast vollflächig mit einer Aussparung versehen, in die das Anschluss-Panel eingelassen ist. Dieses verfügt über eine Oberfläche aus gebürstetem Aluminium und bietet sowohl die Klemmanschlüsse für die fünf Satelliten-Lautsprecher, als auch sechs Chinch-Eingänge für das 5.1-Signal. Im Inneren des Aktiv-Subwoofers befindet sich ein 5.1-Verstärker, der mit seinen 250 Watt, wie bereits erwähnt, eigenständig das Sound-Processing übernehmen kann.

Weiterhin gibt es auf der Rückseite ein Potentiometer und einen zugehörigen Schalter für das sogenannte "Auto-Level", hinter dem sich die Einschaltautomatik verbirgt. Damit kann die Empfindlichkeit für das Audio-Signal eingestellt werden, ab welcher der Subwoofer automatisch den Stand-By-Modus verlässt. Liegt für 20 Minuten keine ausreichende Lautstärke mehr an, schaltet sich die Box selbstständig wieder aus, was die Benutzung des zuvor angesprochenen Standby-Buttons in der Praxis praktisch vollständig ersetzt. Letztlich liegen am unteren Ende der Anschluss für das beiliegende Stromkabel, ein Hauptschalter sowie ein Sicherungshalter.

Die Control Station 2

Wer das Concept E 150 als Bundle mit der Control Station 2 für einen Aufpreis von 50 Euro erwirbt, erhält damit einen zusätzlichen 5.1-Vorverstärker mit Abmessungen von 15,5 x 19 x 4,1 Zentimetern (T x B x H) und einem blauen LED-Display. Das Gerät ermöglicht im Gegensatz zum integrierten Verstärker zwei zusätzliche Audio-Quellen wie MP3-Player oder Fernseher über die zusätzlich erhältlichen Kabel auf der Rückseite anzuschließen und so mit dem E-150-System zu verbinden. Außerdem bietet die Kontrollstation einen Mikrofoneingang sowie einen Kopfhörerausgang im 3,5-Millimeter-Klinke-Format und kann auf Wunsch via Infrarot-Fernbedienung von der Couch aus bedient werden.

Auch wenn die Fernbedienung ausreichend gut verarbeitet ist, muss bei der Verwendung darauf geachtet werden, möglichst direkt auf die Control Station 2 zu zielen, da die Funktion andernfalls als sehr unzuverlässig zu beschreiben ist. Auch wirkt die Remote aufgrund der Materialwahl und einiger unter dem Sticker versteckten, unbenutzten Tastenöffnungen insgesamt nicht sehr hochwertig und passt nicht zur Qualität der restlichen Komponenten.

In jedem Fall ist aber auch die Bedienung direkt am Vorverstärker möglich, da sich alle Tasten dort wiederfinden. Interessant ist eventuell noch, dass die Pure-Taste dem Nutzer ermöglicht, die 5.1-Umwandlung der Stereo-Audio-Quellen zu deaktivieren. Allerdings konnte uns eben diese Emulation im Test sehr überzeugen, weshalb wir von der Pure-Funktion kaum Gebrauch machten.

Das Teufel Concept-E-150-Control-5.1-Soundsystem im Betrieb

Insgesamt hinterließ das Teufel Concept-E-150-Control-5.1-Soundsystem nach dem etwa zwei-wöchigen Test einen guten Eindruck. Auch wenn sich der Klang einer solchen Anlage nicht vollständig objektiv bewerten lässt, ist zu sagen, dass die Wiedergabe bis hin zu sehr hoher Lautstärke ohne Verzerrung geschieht und der Klang insgesamt als definiert und umfangreich zu bezeichnen ist. Selbst auf Klangbeeinflussung seitens der Audio-Quelle, beispielsweise via Equalizer, spricht das Soundsystem gut an. Besonders die Mitten und Bässe lassen sich so noch etwas feintunen, doch auch die Unterschiede zwischen Mitten sowie Höhen sind trotz identischer Satelliten-Lautsprecher recht akzentuiert.

Die Anschlussmöglichkeiten, die sich mit der Control Station 2 ergeben, konnten uns ebenfalls überzeugen, da so auch einfache Stereo-Audio-Signale von MP3-Player, Spielekonsolen oder Fernseher mit Raumklang wiedergegeben werden können. Im Testbetrieb fiel ein recht leises, aber hochfrequentes und störendes Standby-Geräusch des Subwoofers auf. Zudem war die Ansteuerung der Kontrollstation mit der Infrarot-Fernbedienung umständlich, da die Reaktion bei einem suboptimalen Einstrahlwinkel nicht gegeben war.

Fazit

Das Concept-E-150-Control-5.1-Soundsystem wird zwar auf der Hersteller-Webseite als PC-Surround-Anlage für Teufel-Einsteiger beschrieben, allerdings würden wir das Gerät, verglichen mit herkömmlichen Computer-Soundsystemen definitiv nicht mehr als Einstiegs-Modell bezeichnen. Die Qualität der Lautsprecher und des Sounds liegt deutlich über dem Standard. Allerdings gilt das Gleiche natürlich auch für den stolzen Preis von 250 Euro (Stand 08/2013).

Interessant ist das Concept E 150 Control vor allem aufgrund des 5.1-Raumklangs, welcher bei Filmen und Spielen besonders zum Tragen kommt. Für Nutzer, die gelegentlich am PC spielen beziehungsweise arbeiten oder nur wenig Wert auf ein hochwertiges Klangbild legen, ist diese Anlage überdimensioniert. Dennoch kann das Concept E 150 Control auch für diese Käuferschicht interessant werden, denn mit Hilfe der Kontrollstation lässt sich neben dem Computer zum Beispiel auch ein Fernseher anschließen, was die Anlage in vielen Szenarios zu weit mehr als einem PC-Surroundsystem macht. Somit rechtfertigt sich auch der vergleichsweise hohe Preis.

Durch diese Vielfältigkeit und den im Test gezeigten, sehr guten Sound in Verbindung mit bester Verarbeitung, werden die etwas misslungene Fernbedienung, das hochfrequente Stand-By-Geräusch des Subwoofers und der hohen Preis relativiert, weshalb wir dem Teufel Concept-E-150-Control-5.1-Soundsystem unsere Redaktionsempfehlung aussprechen können.

Das Teufel Concept E 150 Control 5.1 ist bei Amazon erhältlich. Ebenfalls finden sich dort das zugehörige Kabelset und die Version ohne Control Station 2.

Kommentare

haha wäre nice²do :D
Nein mal sehen, glaub läuft dann auf ne ganze wohnwand hinaus und n gutes teufel system. ik freu mir !

achso : @ pc-max, wenn ihr das behalten dürft, kauf ich euch das gerne ab ;D

geschrieben am 27.08.2013 um 10:46 Uhr

Ich hab auch ne Wohnwand ;) Is echt schick sowas! Und die Teufel Boxen fließen auch nahtlos ins Design mit ein ;) (Man sollte natürlich nix mit Standboxen nehmen, wenn man denn unbedingt die Boxen auf dem Low-Board /TV-Rack haben will xD)

geschrieben am 27.08.2013 um 10:59 Uhr

Anständige Regalboxen passen auch auf ein Lowboard! ;)

geschrieben am 27.08.2013 um 11:34 Uhr

Ich rede von Standboxen. :D Nicht Regalboxen ;)

geschrieben am 27.08.2013 um 11:37 Uhr

Hier hat Teufel echt sauber abgeliefert finde ich. Schöner Artikel.

geschrieben am 28.08.2013 um 00:42 Uhr

Ich finde das gerade beim Preis/Leistungsverhältnis Teufel das beste Angebot hat.

geschrieben am 29.08.2013 um 07:34 Uhr

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