Feature: Steelseries Flux In-Ear Gaming Headset

Immer mehr Multimedia-Produkte, die nicht ausschließlich als Gaming-Peripherie konzipiert sind, begeben sich in das Angebot des Herstellers Steelseries. Mit dem Flux In-Ear gibt es nun eine kostengünstigere und kompaktere Alternative zum Steelseries Flux Luxury Edition Headset, welches wir vor kurzem in einem Feature testen konnten. Ob die kompakte Variante trotz des geringeren Preises an die Leistung seines großen Bruders anschließen kann, oder gar einen neues Anwendungsgebiet bereichert, klären wir in diesem Artikel.


Mit dem kompakten Flux In-Ear-Gaming-Headset richtet sich die Firma Steelseries, wie bereits mit der von uns getestete Luxury-Edition, trotz des Namens längst nicht mehr nur an Gamer. Besonders unterwegs und somit eher beim Spielen auf mobilen Geräten, erweisen sich kompakte Headsets wie der Testkandidat als komfortabler und leichter zu handhaben, als herkömmliche Modelle, welche für den Einsatz in den eigenen vier Wänden konzipiert sind.

Gemessen am angesprochenen Schwestermodell ist die In-Ear-Version weniger flexibel in Hinsicht auf das Individualisieren, welches als große Besonderheit aufzuzählen und direkt auf den Namen Flux zurückzuführen war. So sind "Fluss" oder "Wandel" keine Begriffe, die uns beim ersten Blick auf das kompakte Headset in den Sinn kommen. Der Schluss liegt daher nahe, dass der Name eher aus Wiedererkennungsgründen auch für dieses Produkt gewählt wurde.

Die Verpackung des Flux In-Ear ist schlicht in schwarz mit orangen Akzenten gehalten und verrät nähere Spezifikationen zum Produkt. Im Lieferumfang befinden sich neben dem eigentlichen Headset, eine schwarze Transporttasche, insgesamt sechs Aufsätze, zwei Informationsblätter, eine Kurzanleitung und ein fünf Quadratzentimeter großer Aufkleber mit Firmenlogo. Es ist alles dabei, was benötig wird, um das Gerät unterwegs zu nutzen, allerdings keine zusätzlichen Besonderheiten. Auch die zusätzlichen Informationszettel, einschließlich der kleinen 20-seitigen Kurzanleitung, halten für den Käufer keine Überraschungen bereit. Im Wesentlichen finden sich darin Hinweise auf die Gefahr der Hörschädigung durch zu lauten Musikkonsum in zehn verschiedenen Sprachen und einen Verweis auf die FAQ-Seite im Internet.

Das Headset ist wie die Verpackung komplett in schwarz gehalten und weist fast durchgängig eine matte Oberfläche auf. Letztere ist angenehm griffig und lässt das Flux In-Ear gleichzeitig hochwertig und widerstandsfähig wirken. Die Kabellänge liegt insgesamt bei ungefähr 120 Zentimetern, wovon 360 Millimeter zweigeteilt sind. Integriert in das Kabelende, welches zum linken Ohr führt, ist die etwa zwei Zentimeter lange Mikrofoneinheit, die auch einen kleinen Taster aufweist. Dieser ermöglicht das Annehmen und Beenden eines Anrufs und kann andere Medienfunktionen übernehmen. Das Kabel ist nicht wie gewöhnlich rund, sondern flach um misst etwa zwei Millimeter in der Breite. Durch diese Eigenschaften soll es sich weniger verknoten, als es bei vielen anderen Kopfhörern der Fall ist. Dieses Herstellerversprechen konnten wir in unserem Praxistest belegen.

Beim verwendeten 3,5-Millimeter-Klinken-Anschluss handelt es sich um eine Fusion aus Mikrofon- und Kopfhörerstecker. Diese trägt zwar maßgeblich zur Kompaktheit des Headsets bei, birgt aber leider ein Problem bei der Nutzung an PCs. Dort sind für Mikrofoneingang und Kopfhörerausgang in den meisten Fällen zwei separate Buchsen vorgesehen. Deshalb kann das Flux In-Ear in diesem Anwendungsfall nur eine Aufgabe übernehmen. Der Stecker ist nicht abgewinkelt, sondern gerade, was für die Anwendung mit mobilen Geräten wie Smartphones sinnvoll erscheint, da diese meist einen Audioausgang an der Oberseite aufweisen und sich während der Benutzung häufig vertikal in der Hosentasche befinden.

Am anderen Ende des Headsets finden sich die Speaker. Sie weisen auf der dem Kabel zugewandten Seite ein kleines weißes Steelseries-Logo und auf der anderen Seite ein "R" oder "L" auf, um die Positionierung im jeweiligen Ohr anzugeben. Außerdem informiert ein kleiner Buchstabe über die vorgesehene Seite, die dem jeweiligen Lautsprecher zugehörig ist. Im Inneren der, mit den Gummiaufsätzen jeweils etwa 2,5 Zentimeter langen Ohrstücke, finden sich dynamische Treiber mit einem Durchmesser von sechs Millimetern, die für den Sound des Flux In-Ears zuständig sind. Entfernt der Nutzer die vormontierten Gummiaufsätze, welche als mittlere Variante mit einer Dicke von maximal 1,3 Zentimetern daher kommen, erhält er allerdings nur freie Sicht auf ein feinmaschiges Gitter, hinter welchem sich die angesprochenen Treiber befinden.

Prädestiniert ist das Headset aufgrund seiner Größe besonders für die Benutzung unterwegs. Dabei hilfreich ist auch die angesprochene Transporttasche, die sich im Lieferumfang befindet. Sie weist einen stabilen Reißverschluss und ein eingenähtes orangenes Steelseries-Logo auf. Bei einer Abmessung von zehn mal sieben Zentimetern wiegt die schwarze Tasche etwa 11 Gramm und fasst das Headset und die zusätzlichen Ohraufsätze ohne Probleme. Alles zusammen bringt etwa 22 Gramm auf die Waage.

Während der eigentlichen Benutzung fallen besonders die gute Passform der Ohraufsätze und die direkt damit verbundene passive Geräuschunterdrückung positiv auf. Wählt der Nutzer eines der drei mittgelieferten Paare, das den Gehörgang ausreichend verschließt, gleicht die Dämpfung der Außengeräusche nahezu der, die spezielle Schallschutz-Ohrstöppseln ermöglichen. Zudem fällt das Headset auch nach längerer Nutzung nicht unangenehm auf.

Klanglich kann das Flux mit guter Leistung aufwarten. In-Ear-Modelle haben meist den Vorteil, dass aufgrund des tiefen Sitzes im Gehörgang Bässe und Höhen weniger stark betont sein müssen und insgesamt eine niedrigere Laustärke nötig ist, als bei aufliegenden Kopfhörern. Dies gilt auch für das vorliegende Produkt. Nicht nur beim Gaming, sondern auch bei der Wiedergabe von Musik kann das Flux mit sattem Sound punkten. Die maximal mögliche Lautstärke liegt deutlich über dem Maß, welches der Nutzer auf längere Zeit ertragen kann und selbst in diesem Bereich konnten wir keine größeren, klanglichen Verluste wahrnehmen. Auch auf externe Klangbeeinflusssung durch Equalizer oder Raumklangsimulationen spricht das Headset gut an und ermöglicht es den Klang weiter zu verbessern.

So erfreulich der gute Sound auch ist, muss für den Test eines Headsets auch das verbaute Mikrofon genauer unter die Lupe genommen werden. Zunächst sei erwähnt, dass die Positionierung des Selbigen aus unserer Sicht recht gut gelungen ist. Weder liegt das Mikrofon direkt an Körper oder Kleidung an, noch ist die Erreichbarkeit des neben dem Mikrofon gelegenen Tasters eingeschränkt. Die Klangaufnahme testeten wir über den Skype Sound Test Service, welcher es erlaubt, die eingesprochene Nachricht direkt im Anschluss abzuhören. Das Ergebnis fiel gemessen an der geringen Größe der Mikrofoneinheit recht gut aus. So konnte die aufgezeichnete Sprachnachricht äußerst klar und deutlich wiedergegeben werden, solange keine lauten Nebengeräusche vorhanden waren und das Mikrofon nicht allzu stark bewegt wurde.

Fazit

Für die abschließende Bewertung des Steelseries Flux In-Ear ist es wichtig, sich bewusst zu machen, welchen Anwendungsbereich man mit diesem sogenannten Gaming-Headset abdecken kann. Aus dieser Sicht ist die eben genannte Bezeichnung, die auf einen vollwertigen Lan-Party-Begleiter hoffen lässt, eher irreführend. Das Flux In-Ear ist nicht für stationäre Gaming-Plattformen konzipiert. Aufgrund der Eigenschaft des Steckers, kann das Flux an kaum einem PC richtig verwendet werden. Das zeigt, dass es für ein anderes Benutzungsszenario gedacht ist.

Aus unserer Sicht ist das Flux ein guter Begleiter für unterwegs, sei es in der Bahn, im Auto oder in den Pausen während der Arbeit. Das Headset kann überall dort punkten, wo seine Kompaktheit und Mobilität von Vorteil ist. Neben den geringen Abmessungen und dem Gewicht, unterstützt auch die mitgelieferte Tasche den Nutzer und sorgt dafür, dass das Produkt gegen äußere Einflüsse geschützt ist. Das platte Kabel erwies sich zudem als stabil und äußerst resistent gegen Verknotung.

Die Kombination aus Mikrofon und Kopfhörerstecker wird dann sehr sinnvoll, wenn man das Headset an einem Smartphone, Tablet oder teilweise auch Ultrabooks verwendet. Denn diese Geräte weisen meist nur eine Buchse für das externe Audiogerät auf. Neben der Kommunikation, sei es via Skype oder einfach während eines Telefonats, stellt das mobile Gaming letztlich doch eine Rechtfertigung für die Produktbezeichnung, die wir anfangs bemängelten, dar. Immer mehr Spiele werden auch für mobile Plattformen entwickelt und so liegt es nur nahe, die Gaming-Peripherie ebenfalls an die neue Umgebung anzupassen. Dies ist der Firma Steelseries aus unserer Sicht mit diesem Headset gelungen.

Das Steelseries Flux In-Ear hinterlässt auf dem Gebiet der mobilen Nutzung vor allem durch satten Klang bei geringer Größe einen guten Eindruck. Dennoch kann es bei einem Preis von rund 45 Euro (Stand 05/2013) nicht ganz mit der Leistung konventioneller Gaming-Headsets mithalten. Nichtsdestotrotz erhält der potenzielle Käufer eine portable Sound-Lösung für unterwegs, die klangtechnisch selbst audiophilen Nutzern viel Freude bereiten sollte.

Andere Produkte aus dem Hause Steelseries sind bei Amazon erhältlich.

Kommentare

Ich bin echt nich so der Fan von in-ear...gerade das man dann nich mehr wirklich realisiert wie laut man spricht, könnte zu unangenehmen blicken beim telen in der öffentlichkeit führen...;)

geschrieben am 02.05.2013 um 20:42 Uhr

boa kann ich auch nicht ab, alleine das Gefühl irgendwie merkwürdig. Kotz jetzt schon jedesmal wenn man nen vernünftiges Headset für unterwegs sucht . Gibt fast nur noch in EAR ,die schönen ollen Stöpsel ( wie heißen die eigentlich) gibt es kaum noch .

Und dann 45 EURO man man man ist nen stolzer Preis.

geschrieben am 03.05.2013 um 11:18 Uhr

Na stöpsel heißen die:D
Wobei ja eigtl die inear sehr viel mehr den stöpsel effekt haben...;D

geschrieben am 03.05.2013 um 15:44 Uhr

Bei mir halten die leider nicht in den Ohren.

geschrieben am 03.05.2013 um 18:26 Uhr

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