Videotest: AMD Kaveri vs. Intel Haswell - Vergleich

AMD und Intel bieten seit einiger Zeit sogenannte Accelerated Processing Units (APU) am Markt an, die Rechen- und  Grafikeinheit vereinen, sodass eine zusätzliche Grafiklösung nicht zwangsweise nötig wird. AMD gibt sogar an, dass das Spielen von aktuellen Games möglich sein soll. Doch inwieweit kann das Ergebnis zufriedenstellen und welcher Hersteller bietet die bessere Lösung? Um genau der Frage auf den Grund zu gehen, nehmen wir einen Haswell-Prozessor von Intel und einen Kaveri-Chip von AMD unter die Lupe und testen deren Leistungsfähigkeit.


Prozessoren mit integrierter Grafikeinheit sollen dedizierte 3D-Beschleuniger überflüssig machen, aber dennoch genügend Leistung bieten, um auch aktuelle Spiele mit Einschränkungen ruckelfrei darstellen zu können. Um dies zu überprüfen, haben wir je einen Prozessor von Intel und AMD vor allem auf die IGP-Performance hin getestet. Für den letztgenannten Hersteller geht in unserem Test der A10-7700K ins Rennen. Er verfügt über die Radeon R7- Grafikeinheit und ist aufgrund der verbauten Technologie auch zur Mantle-Schnittstelle kompatibel. Für Intel kommt in unserem Test der Core i5-4460 mit integrierter HD Graphics 4600 zum Einsatz. Letztere weist 20 Execution-Units auf und arbeitet mit einer dynamischen Frequenz von 1.100 Megahertz. AMDs R7-Grafik-Part ist wesentlich anders aufgebaut und kann mit 384 Shader-Einheiten aufwarten. Der Takt liegt bei 720 Megahertz.

Der A10-7700K arbeitet mit einem Grundtakt von 3,4 Gigahertz beziehungsweise 3,8 Gigahertz im Turbo-Modus. Intels i5-4460 taktet mit 3,2 Gigahertz Grund- und 3,4 Gigahertz Turbotakt. Die angegebene TDP der Intel-CPU fällt mit 84 Watt etwas geringer aus, als die der AMD-APU mit 95 Watt.

Für den Vergleich standen uns zwei Komplettsysteme der Firma One zur Verfügung. Beide wurden mit je einem vier Gigabyte großen DDR3-1600-Riegel sowie einem ein Terabyte großen Festplattenspeicher betrieben. Obwohl Intel für die aktuellen CPUs einen Arbeitsspeicher-Takt von 1.600 Megahertz offiziell vorgibt, kann Kaveri des Spezifikationen nach mit DDR3-2133 betrieben werden, was nochmals für mehr 3D-Performance sorgen sollte. Auch der Dual-Channel-Betrieb wäre nochmals leistungssteigernd.

Der eigentliche Vergleichstest zur Leistungsfähigkeit der Prozessoren wurde in Dirt 3, Crysis 3, Battlefield 4, Far Cry 3 und Assassins Creed 4 sowie in den Benchmarks PC Mark, 3D Mark 11 und Unigine Heaven 4.0 durchgeführt.

In diesen Tests wurde sehr deutlich, dass die AMD-APU durch die höhere 3D-Leistung in Spielen überlegen ist. Gegenüber der Intel-CPU, die besonders in den rechenlastigen Teilen unseres Benchmark-Parcours überzeugen konnte, hatte der A10-7700K in den getesteten Games sowie hinsichtlich der GPU-Scores in den Benchmarks die Nase vorn. Dank Mantle-Unterstützung wurde dies besonders in Battlefield 4 deutlich. Dabei ist allerdings zu sagen, dass weder AMDs noch Intels Prozessor dazu in der Lage waren, die neueste Spiele-Generation in annehmbaren Details flüssig darzustellen.

Insgesamt zeichnete sich bei uns also ein klares Bild ab. Der knapp 165 Euro (Stand 07/2014) teure i5 konnte gegenüber dem preiswerterem A10-7700K (knapp 135 Euro) durch seine CPU-Leistung glänzen, dafür erwies sich die AMD-APU in den getesteten Spielen für die bessere Wahl. Allerdings war das Gaming-Erlebnis im Test stark eingeschränkt, sodass eher Casual- oder Gelegenheitsspieler mit der Grafikleistung der APUs zufriedenzustellen sind. Dennoch kann die 3D-Leistung des A10-7700K durch schnelleren RAM im Dual-Channel-Betrieb sicherlich um mindestens 15 Prozent gesteigert werden.

Produktinformation
HerstellerAMD
NameA10-7700K
Preis93.96€
Produktinformation
HerstellerIntel
NameCore i5-4460
Preis195.08€

Kommentare

Ich wette mit ziemlicher Sicherheit das beim AMD System mit Dualrankspeicher im Dualchannel und dann noch als PC2133 (Test zeigen das sogar mit PC2400 recht linear noch mehr Grafikleistung erreicht wird, er Speicher wird zwar nicht offiziell unterstützt scheint aber immer zu funktionieren. Obs Sinn macht so teuren Speicher zu kaufen ist natülich dahingestellt. Zeigt aber eben die Leistungsfähigkeit der integrierten Grafik) deutlich mehr als nur 15% Mehrleistung raus kommt. Den die Grafikleistung nimmt recht linear mit schnellerem Speicher zu, so das mit PC2400 Dualrank Speicher auch Battlefield 4 flüssig spielbar ist! Alleine der Unterschied von PC1600 zu PC2133 sind schon 22% und das Sys hier hat lediglich PC1866, was sicherlich deutlich unter PC1600 im Dualchannel liegt, in Singlechannel und ob der Speicher Dualrank bietet steht ja leider nicht dabei.

Das Intelsystem legt da natürlich auch zu aber bei weiten nicht so viel.

geschrieben am 05.07.2014 um 13:37 Uhr

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