Test: Intel Core i7 6700K

Passend zur Gamescom hat Intel die neueste Generation der hauseigenen Desktop-CPUs vorgestellt. Genauer handelte es sich dabei um den Core i7 6700K und den Core i5 6600K. Mittels der neuen Plattform, die auf den Z170-Chipsatz setzt, bringt der CPU-Experte DDR4-RAM erstmalig auch in den Mainstream-Markt. Wir haben uns das Topmodell, den Core i7 6700K, genauer angeschaut, um zu verraten, wie viel Leistung die neue Generation schlussendlich wirklich liefert.


Das Warten hat nun endlich ein Ende: Skylake ist seit der Gamescom offiziell vorgestellt, seit der diesjährigen IFA sind schlussendlich die Letzten Details der neuen Generation bekannt. Auch wenn sich die Verfügbarkeit noch in Grenzen hält, können einige bereits die Vorzüge der zweiten Generation von Intels 14-Nanometer-CPUs nutzen. Darunter fällt unter anderem der DDR4-Speicher, der nun nicht mehr exklusiv Haswell-E vorbehalten ist. Doch auch feinere BCLK-Taktungen haben Einzug erhalten, die ein präziseres Übertakten des Speichers ermöglichen soll. Einen großen Bereich der Überarbeitung nimmt, wie mittlerweile üblich, die integrierte GPU ein.

Um einen kleinen Überblick über die Neuerungen und die Leistungsfähigkeit der neuen CPU zu geben, testen wir den Core i7 6700K in Verbindung mit einem Z170-Mainboard sowie DDR4-RAM und vergleichen die neue CPU mit Intels letzter Neuvorstellung, einem Core i7 5775C, der auf der Broadwell-Architektur basiert. Dieser wird auf einem ASUS Z97 Deluxe betrieben. Von Vornherein sei an dieser Stelle angemerkt, dass der i7 5775C durch seinen Grundtakt von 3,3 Gigahertz und der Einstufung von 65 Watt nicht direkt in Sachen Leistung mit dem neuesten Sprössling verglichen werden kann, aber dennoch ein interessantes Modell darstellt.

Skylake im Detail

Intels neueste Generation hört auf den bereits vielfach gehörten Namen "Skylake" und stellt im Gegensatz zu Broadwell eine neue Architektur dar, die mittels der zuvor etablierten 14-Nanometer-Technologie realisiert wird. Sorgte diese unter Broadwell noch für eine massive Verzögerung des Release, scheint diese aus Intels Sicht nun ausgereift genug sein, um eine komplette Prozessor-Familie mittels des neuen Fertigungsverfahren herstellen zu lassen. Doch nicht nur die Fertigungsstruktur hat eine Überarbeitung erfahren, wenn auch viele Daten bekannt sind. So kommt der Core i7-6700K mit vier Kernen daher, die jeweils zwei Threads gleichzeitig bearbeiten können. Jeder der Kerne taktet dabei mit einer Grundfrequenz von vier Gigahertz, die durch den nach wie vor als Turbo 2.0 deklarierten Beschleunigungsmodus auf maximal 4,2 Gigahertz angehoben werden. Der Turbo-Modus kann in der neuen CPU die Taktrate nur dann auf 4,2 Gigahertz anheben, wenn lediglich auf einem Kern Last anliegt.  Der Core i7 4790K, der ebenfalls mit einer Grundfrequenz von vier Gigahertz arbeitet, kann hingegen alle vier Kerne der CPU auf diese genannte Frequenz  anheben, bei Last auf drei Kernen sind es schon 4,3 Gigahertz und bei zwei Kernen beziehungsweise Last auf einem Kern kann die Frequenz auf 4,4 Gigahertz angehoben werden. Im Gegensatz zu Haswell vertraut Intel bei der neuesten Generation ebenfalls auf eine konventionelle Stromversorgung, die gleich vom Mainboard an die Ströme auf verschiedene Leitungen verteilt. Der Hersteller geht also einen Schritt zurück von der kombinierten Stromversorgung, die bei Haswell erst in der CPU aufgeteilt wurde.

Technische Daten
HerstellerIntel
NameCore i7 6700K (Turbo an)
Sockel1151
Taktrate4.000 (Turbo 4.200) MHz
Kernel/Threads4/8
Cache (L1/L2/L3)4x 32 KB/ 4x 256KB/ 8 MB Megabyte
Fertigungsverfahren14 Nanometer
Verlustleistung91 Watt
BefehlssätzeMMX, SSE, SSE2, SSE3, SSSE3, SSE4, AES, AVX, AVX2, BMI, F16C, FMA3, EM64T, NX/XD, HT, TBT 2.0, VT-x, Enhanced SpeedStep technolo
Transistoren1.350 Millionen
SpeicherunterstützungDDR4-2160/ DDR3L-1600 Dual Channel
BesonderheitenIntel HD 530 Graphics
Preis300.00€

In den weiteren Eckdaten vertraut der Core i7 6700K auf bekannte Werte: Ein insgesamt acht Megabyte großer L3-Pool sowie 256 Kilobyte L2-Cache und 32 Kilobyte L1-Cache pro Kern sind in der CPU integriert. Dazu gesellt sich wieder einmal eine integrierte Grafikeinheit, die auf den Namen Intel HD Graphics 530 hört und in der GT2-Ausbaustufe daher kommt. Dies bedeutet für den Interessenten eine Anzahl von 24 Execution Units (EUs) bei einer Taktrate von bis zu 1.150 Megahertz. Das vierstellige Namensschema, das auch vom i7 5775C und der verbauten Intel Iris Pro Graphics 6200 mit 48 EUs bekannt ist, gehört demnach der Vergangenheit an.

Ebenso der Vergangenheit gehört nun der Sockel LGA 1150 an, da Intel von nun an auf den Sockel LGA 1151 setzt, der die neuen CPUs ebenso wie der Chipsatz Z170 begleitet. Die neue CPU-Generation ermöglicht zudem den Einsatz von DDR4-Speicher, der bislang den Topmodellen der Haswell-E-Serie vorbehalten war. Alternativ können Mainboard-Hersteller auch auf DDR3L-1600 setzen, wobei der Großteil der Hauptplatinen wohl auf die neueste Speichergeneration setzen wird.

Modellübersicht

Mittlerweile hat Intel die gesamte CPU-Reihe auf Basis von Skylake vorgestellt, der insgesamt auch allerhand Desktop-Prozessoren angehören. An deren Spitze gesellt sich das im Test befindliche Modell, der i7 6700K, gefolgt vom i7 6700. Nachfolgend sind noch einmal alle Desktop-Modelle der neuen Generation aufgeführt.

Modell Kerne / Threads CPU-Takt/ max. Turbo L3-Cache Grafik max.
Grafiktakt
TDP Preis
Core i7-6700K 4 / 8 4,0 / 4,2 GHz 8 MB HD 530 1.150 MHz 91 W $350
Core i7-6700 4 / 8 3,4 / 4,0 GHz 8 MB HD 530 1.150 MHz 65 W k.A.
Core i7-6700T 4 / 8 2,8 / 3,6 GHz 8 MB HD 530 1.100 MHz 35 W k.A.
 
Core i5-6600K 4 / 4 3,5 / 3,9 GHz 6 MB HD 530 1.150 MHz 91 W $243
Core i5-6600 4 / 4 3,3 / 3,9 GHz 6 MB HD 530 1.150 MHz 65 W k.A.
Core i5-6600T 4 / 4 2,7 / 3,5 GHz 6 MB HD 530 1.100 MHz 35 W k.A.
Core i5-6500 4 / 4 3,2 / 3,6 GHz 6 MB HD 530 1.050 MHz 65 W k.A.
Core i5-6500T 4 / 4 2,5 / 3,1 GHz 6 MB HD 530 1.100 MHz 35 W k.A.
Core i5-6400 4 / 4 2,7 / 3,3 GHz 6 MB HD 530 950 MHz 65 W k.A.
Core i5-6400T 4 / 4 2,2 / 2,8 GHz 6 MB HD 530 1.100 MHz 35 W k.A.
 
Core i3-6320 2 / 4 3,9 / – GHz 4 MB HD 530 1.150 MHz 65 W k.A.
Core i3-6300 2 / 4 3,8 / – GHz 4 MB HD 530 1.150 MHz 65 W k.A.
Core i3-6300T 2 / 4 3,3 / – GHz 4 MB HD 530 950 MHz 35 W k.A.
Core i3-6100 2 / 4 3,7 / – GHz 3 MB HD 530 1.050 MHz 65 W k.A.
Core i3-6100T 2 / 4 3,2 / – GHz 3 MB HD 530 950 MHz 35 W k.A.
 
Pentium G4520 2 / 2 3,6 / – GHz 3 MB HD 530 1.050 MHz 65 W k.A.
Pentium G4500 2 / 2 3,5 / – GHz 3 MB HD 530 1.050 MHz 65 W k.A.
Pentium G4500T 2 / 2 3,0 / – GHz 3 MB HD 530 950 MHz 35 W k.A.
Pentium G4400 2 / 2 3,3 / – GHz 3 MB HD 510 1.050 MHz 65 W k.A.
Pentium G4400T 2 / 2 3,0 / – GHz 3 MB HD 510 950 MHz 35 W k.A.

Z170-Chipsatz und mehr OC-Möglichkeiten

Der Z170-Chipsatz, der sich ebenso wie die K-Modelle an die Übertakter wendet, ermöglicht zudem eine Regulierung des BCLK. Intel gewährt den Übertaktern damit erstmalig seit langer Zeit wieder eine Anpassung des Base-Clocks, wodurch eine bessere Abstimmung des neuen DDR4-RAMs ermöglicht werden soll. Nominell unterstützt die neue Plattform DDR4-2133, der natürlich per Übertaktung in weitere Höhen getrieben werden kann. Neben den 16 PCIe-3.0-Lanes, die von der CPU bereit gestellt werden, kann der Z170-Chipsatz noch weitere 20 Lanes der dritten Generation zur Verfügung stellen. Weitere Konnektivität wird durch zehn USB 3.0 Ports sowie 14 USB 2.0 Ports sichergestellt.

Die nächsten Seiten sollen nun endlich Aufschluss über die Leistungsfähigkeit der neuen CPU geben.


Inhaltsverzeichnis

  1. Intel Core i7 6700K
  2. So testet PC-Max
  3. Benchmarks: Anwendungen
  4. Benchmarks: Spiele
  5. Pro-Megahertz-Leistung & Strombedarf
  6. Fazit

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