Test: AMD Ryzen Threadripper 1950X und 1920X im Test

Wie ein Phoenix erhebt sich die neue Prozessorgeneration von AMD aus der Asche der Bulldozer-Modelle. Ryzen kam mehr als gut beim Endverbraucher an, entsprechend hoch sind nun die Erwartungen an den großen Bruder Threadripper. Kann die High-End CPU von AMD überzeugen? Ihr lest es in den folgenden Seiten.


Bereits die Modelle Ryzen 3, Ryzen 5 und Ryzen 7 konnten Intel gut Paroli bieten und Threadripper soll noch eine Schippe drauflegen können, speziell beim Multithreading. Im direkten Vergleich will AMD mit Intels neuen Core-i9-Prozessoren konkurrieren. Beim Release steht ein Duo von Threadrippern zur Verfügung: Der 1920X mit 12 Kernen und 24 Threads und das Topmodell 1950X mit satten 16 Kernen und 32 Threads, das sind schon Serverausmaße. Wem das zu viele Kerne sind, bekommt Ende dieses Monats mit dem 1900X einen weiteren Achtkerner, der alle Vorzüge der neuen X399-Plattform ausnutzt.


Noch vor einem halben Jahr hatte AMD nichts im Portfolio, was für einen Neukauf empfehlenswert wäre und nun konkurriert das Unternehmen unter anderem mit dem 999 US-Dollar Core-i9 von Intel. Die komplette Produktpalette des roten Unternehmens basiert aktuell komplett auf der Zen-Architektur, dementsprechend einfach ist die Erklärung, wie man 32 Threads in einem einzigen Chip unterkriegt: Man nimmt einfach zwei Ryzen 7 Prozessoren und packt sie unter der TR4-Haube auf einen gemeinsamen Die und fertig ist das 32-Thread-Monster mit 180W TDP.
Im Gegensatz zu „Epyc“ befinden sich unter dem Heatspreader insgesamt vier Dies, zwei tatsächliche Rechenkerne und zwei Platzhalter, um das Gebilde zu stabilisieren. Die zusammengehörenden Einheiten befinden sich dabei stets diagonal gegenüber.


Zwar hinkt Ryzen bei der IPC-Leistung ein wenig hinterher, Threadripper versucht dies aber durch massig Kerne wieder auszugleichen - zu einem moderaten Preis. Vergleicht man den Intel Core i9-7900X mit dem Topmodell von AMD, dem 1950X, gewinnt der Intel ganz klar das Single-Core Rennen. Um diese Lücke so klein wie möglich zu halten, benutzt man bei AMD nur die besten fünf Prozent der hergestellten Chips für Threadripper-CPUs. Da Threadripper, wie oben erwähnt, aus zwei Ryzen 7 Chips besteht, können hier vier Kerne gleichzeitig vom XFR-Takt von 4,2 GHz profitieren. Zwar bleibt Intel, was die Rohleistung pro Kern betrifft, weiterhin in Führung, dafür kontert AMD mit 32 Threads, verglichen mit den 20 Threads des Intel Core-i9 7900X, zudem stehen AMD-Nutzern 64 PCIe-Lanes, Quad-Channel-RAM und XFR zur Verfügung.


Inhaltsverzeichnis

  1. AMD Ryzen Threadripper 1950X und 1920X im Test
  2. Der X399 Chipsatz im Detail
  3. Die Technik
  4. Testmethoden
  5. PiFast und Handbrake
  6. wPrime und Cinebench
  7. Speicherbandbreite
  8. Latenzen und Speicherbandbreite beim Kopieren
  9. 3DMark Fire Strike
  10. TimeSpy und VRMark
  11. Spieleleistung
  12. Leistungsaufnahme
  13. Preis-Leistungsverhältnis
  14. Energieeffizienz
  15. Übertakten
  16. Fazit

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