Test: AMD Ryzen 7 1700X im Leistungstest

In den Augen vieler CPU-Enthusiasten entwickelte sich die geläufige Meinung, dass der Markt für PC-Prozessoren kaum vorankommt. Mit AMDs neuen Zen-Modellen hat sich das nun endlich geändert. Nach dem Topmodell Ryzen 7 1800X testen wir nun den deutlich günstigeren 7 1700X. Ob dieser uns überzeugt und eine gute Alternative zu Intels i5- sowie i7-Modellen darstellt, klären wir im Artikel.


Ein reger Wettbewerb ist eine Grundvoraussetzung für stetige Innovation. Das trifft vor allem im technischen Bereich zu, was man in den letzten Jahren auf dem Markt für Consumer-Prozessoren eindrucksvoll sehen konnte. Nicht nur Fans von AMD hoffen deshalb, dass der Launch von Ryzen die Entwicklung wieder stark vorantreibt. Das neue Flaggschiff Ryzen 7 1800X konnte sich in unserem Test gegen Intels teils deutlich teureren Konkurrenten mit Bravur behaupten. Es stellt sich die Frage, ob der günstigere 7 1700X ebenfalls annehmbare Leistungen erzielt und man als Käufer mit gutem Gewissen zugreifen kann - oder doch lieber Intels i5- oder i7-Modellen der Vortritt zu geben ist. Diese Frage werden wir in den folgenden Seiten beantworten. Wer indes noch nähere Informationen zur Zen-Architektur sucht, der erhält einen Überblick in unserem Feature-Artikel.

Auf dem Papier scheint es zwischen dem 1800X sowie 1700X keine großen Unterschiede zu geben, lediglich der Basis- sowie Turbo-Takt sind jeweils 200Mhz niedriger eingestellt. Ansonsten finden sich acht Kerne mit 16 Threads, 20MB Cache und eine TDP von 95 Watt. Als Plattform dienen die neuen AM4-Boards mit entsprechendem DDR4-Speicher. Im Gegenzug zum 1800X spart der Käufer bei der Anschaffung mehr als 100 Euro, denn der aktuelle Preis für den 1700X liegt bei 430 Euro, der 1800X schlägt hingegen mit ca. 540 Euro zu Buche. Bedenkt man außerdem, dass alle Ryzen-CPUs gleichermaßen über einen offenen Multiplikator verfügen, klingt das Preis-Leistungsverhältnis beim 1700X zumindest auf dem Papier besser.

Sorgt der leicht niedrigere Takt des 1700X tatsächlich für merklich schlechtere Ergebnisse im Benchmark-Parkour? Die Antwort findet Ihr in den folgenden Seiten, wo wir auch eine Reihe aktueller Intel-CPUs und natürlich den Ryzen 1800X zum Vergleich heranziehen. Als System für unsere Zen-Prozessoren dient die jeweilige CPU in Kombination mit einem ASUS Crosshair VI Hero und 32GB Corsair Vengeance DDR4 RAM mit einem Takt von 2666Mhz. Alle Test-CPUs wurden im Werkszustand ohne weiteren Änderungen, jeweils mit Windows 10 64-Bit und einer EVGA GTX 1080 FTW überprüft.

Wie aus der Übersicht zu entnehmen ist, sind SSD, Netzteil und CPU-Kühler in jedem Test identisch. Außerdem wurde jeweils das aktuellste BIOS des Mainboards aufgesetzt.


Inhaltsverzeichnis

  1. AMD Ryzen 7 1700X im Leistungstest
  2. CPU Performance
  3. Speicher-Performance
  4. 3DMark und VRMark
  5. Gaming-Performance
  6. Stromverbrauch
  7. Overclocking
  8. Fazit

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