Test: Lenovo Thinkpad X1 Carbon G5 (2017) im Test

Eingeführt im Jahr 2012, wurde das Thinkpad X1 Carbon kontinuierlich verbessert und steht nun in der fünften Generation zur Verfügung. Lenovo hat inzwischen eine ausgewogene Balance bei den Kriterien gefunden, die in einem Ultrabook besonders wichtig sind. Was das in der Praxis bedeutet, zeigen wir Euch im Test.


Der Markt für Premium-Ultrabooks wird langsam erwachsen, immerhin hatten die konkurrierenden Hersteller genügend Zeit, Ihre Modelle weiter an die hohen Ansprüche professioneller Nutzer anzupassen. Im Falle des Carbon X1, der Speerspitze der berühmtem Thinkpad-Serie, waren dies inzwischen ganze fünf Jahre. Wie sich das Modell gegenüber der ebenfalls starken Konkurrenz schlägt, zeigen wir in diesem Review.

Die inzwischen fünfte Generation (G5) des Thinkpad X1 Carbon kostet ab rund 1650 Euro. Dabei ist preislich wie immer noch viel Luft nach oben, je nachdem, welche Ausstattungsvariante der Käufer wählt. Ein Schnäppchen ist das Modell also wahrlich nicht. Und wie immer weist das Ultrabook einige klassische Design-Merkmale auf, die man aus der Thinkpad-Serie kennt - immerhin gelten die Geräte nicht nur unter Fans als legendär.

Beim Gehäuse setzt Lenovo erneut auf einen Mix aus Carbon-Fasern und Magnesium. Es fühlt es sich schön geschmeidig und hochwertig an und bietet aufgrund der leicht matten Struktur einen guten Schutz gegen Fingerabdrücke. Darüber hinaus ist die Oberfläche auch leicht zu reinigen. Es war also absolut richtig, das Gehäusedesign vom Vorgänger zu übernehmen.

Auf den ersten Blick kann man das X1 Carbon G5 leicht mit einem der Vorgängermodelle verwechseln, dennoch gibt es einige wichtige Neuerungen. So sind einerseits die Abmessungen mit 324mm x 217mm x 16.0mm um rund zehn Prozent geschrumpft. Anderseits ist aber auch das Gewicht gesenkt worden, von rund 1,3 kg auf nunmehr 1,1kg.

Obwohl es sich damit um das kompakteste und leichteste Carbon-Gerät handelt, gibt es weiterhin ein 14 Zoll großes IPS-Display wie zuvor auch, welches je nach Version mit FullHD (1920 x 1080) oder QHD (2560 x 1440) auflöst. Ersteres ist in unserem Testmodell verbaut und bietet die Möglichkeit, um 180 Grad aufgeklappt zu werden, womit das Notebook flach auf dem Untergrund aufliegen kann. Das Display ist zwar scharf und ausreichend hell, doch das 3:2-Panel vom Surface Notebook würden wir im direkten Vergleich in jedem Fall vorziehen.

Im Gegensatz zum letzten Modell bietet Lenovo keine Touch-Option mehr an, was wir etwas schade finden. In diesem Punkt scheiden sich die Geister bekanntlich, doch es gibt viele Nutzer, welche auf ein berührungsempfindliches Gerät trotz der damit verbundenen Nachteile nicht verzichten möchten oder können.

Nun zum Technischen: Im Inneren werkelt entweder ein i5- oder i7-Prozessor der Kaby-Lake-Generation mit einer HD 620 GPU, bis zu 16GB RAM und als Stromspeicher ein 57 Wh großer Akku. Obwohl das X1 Carbon abgespeckt hat, finden sich immernoch alle wichtigen Anschlüsse am Gerät. Links gibt es die beiden Thunderbolt 3-Anschlüsse, von denen einer auch gleichzeitig zum Laden mit dem 65W-Netzteil dient, einmal USB A, HDMI und ein kleiner Anschluss für den Ethernet-Adapter. Rechts finden sich eine 3,5mm-Kopfhörerklinke und nochmal USB 3.0 A neben dem Lüfterschlitz. Zuletzt gibt es hinten die Einschübe für Simkarte und microSD.

Zu den größten Stärken bei Thinkpad-Geräten zählt bekanntlich die Tastatur. Und auch hier passen Form, Tastenhub und Anordnung perfekt zusammen. Die hintergrundbeleuchtete Tastatur im X1 Carbon G5 gehört damit zu den besten, die man in mobilen Ultrabooks finden kann. Neben dem Touchpad gibt es zudem wieder den TrackPoint zwischen der G-, H- und B-Taste. Benutzt haben wir diesen zwar kaum, doch der Effort dürfte dem einen oder anderen Liebhaber mit Sicherheit gefallen. Zuletzt gibt es noch einen Fingerscanner, der bei uns stets zuverlässig funktionierte, sowie eine 720p-Webcam ohne Support für Microsoft Hello.

Im Folgenden geht es ans Eingemachte, sprich den Benchmark-Parkour. Unser Testmodell verfügt über einen Intel Core i7 7500U, 8GB DDR3-RAM, 256GB SSD-Speicher und das Standard-Panel mit FullHD. Das Betriebssystem Windows 10 ist schlank gehalten und kommt ohne Bloatware aus, was in Anbetracht des Preises aber auch selbstverständlich sein sollte. Lediglich zwei Lenovo-Apps sind vorinstalliert (Companion und Einstellungen), welche als Store-Apps aber unauffällig gehalten sind und das System nicht unnötig belasten.


Inhaltsverzeichnis

  1. Lenovo Thinkpad X1 Carbon G5 (2017) im Test
  2. Testmethoden
  3. Benchmarks: CPU
  4. Benchmarks: RAM
  5. Benchmarks: Speicher
  6. Benchmarks: System
  7. Benchmarks: Display
  8. Benchmarks: Stromverbrauch und Laufzeit
  9. Fazit

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