Test: Corsair RM650i und RM1000i

Corsair beauftragt erneut den langjährigen Partner CWT zur Fertigung der Serie. Der technische Aufbau stellt eine modifizierte CSH-Plattform des Fertigers da, die wir schon von der HXi-Serie kennen. Allerdings ist die Platine im Vergleich zu den größeren Varianten etwas geschrumpft. Zusammengefasst kommen eine aktive PFC, eine Half-Bridge mit LLC-Resonanzwandlung, eine synchrone Gleichrichtung und eine DC-DC-Abwärtswandlung auf der Sekundärseite zum Einsatz. Außerdem wertet ein Mikrocontroller die Messungen aus und stellt die Kommunikation mit Corsair Link sicher.

Die Eingangsfilterung beginnt an der Buchse mit zwei Y-Kondensatoren und eine geklebte Folie stellt eine elektromagnetische Abschirmung zur Sekundärseite sicher. Auf der Platine gibt es weiterhin drei X-, zwei Y-Kondensatoren, zwei Spulen und einen MOV als passiven Überspannungsschutz. Ein einzelner Brückengleichrichter wird über einen eigenen Kühlkörper gekühlt.

Die darauf folgende aktive PFC besteht aus einer Vishay 8S2TH06I-N Diode und einem nicht näher bekannten MOSFET. Die Spannung im Zwischenkreis wird durch einen 105-Grad-Celsius-Nippon-Chemicon-Elko der KMR-Serie mit 680 Mikrofarad und einer Spannungsfestigkeit von 400 Volt aufrechterhalten. Die Half-Bridge kann mit einer LLC-Resonanzwandlung verlustarm schalten und besteht aus zwei K18A60V MOSFETs, über die es keine genaueren Informationen gibt.

Die Spannung wird auf der Sekundärseite synchron über vier Sinopower SM4021NAKP MOSFETs mit sehr niedrigem Verlust-Widerstand gleichgerichtet. Die einfache Kühlung dieser Bauteile sollte also keine große Schwierigkeit darstellen. Die 12-Volt-Schiene wird über vier 105-Grad-Celsius-Nippon-Chemicon-Elkos der KZH-Serie mit jeweils 3.300 Mikrofarad und einem Feststoffkondensator gefiltert. Auf dem hinteren vertikalen Board wird schließlich die DC-DC-Abwärtswandlung für die Minor-Rails vollzogen. Dieses ist mit jeweils drei Ubiq QM3004D MOSFETs und Nippon-Chemicon-Feststoffkondensatoren bestückt. Neben diesem Board ist außerdem eines für die Messung der Auslesewerte über Corsair Link, das den bekannten PIC32MX beinhaltet.

Auf der Kabelmanagement-Platine finden wir zudem zahlreiche Feststoffkondensatoren vor. Dieses Board ist direkt mit der Hauptplatine verlötet, wodurch Verluste minimiert werden. Damit die dicken Leiterbahnen sauber verlötet werden können, müssen diese ausreichend vorgeheizt werden, um kalte Lötstellen zu vermeiden. Aber wahrscheinlich wird dieser Produktionsschritt im Laufe des Fertigungs-Hochlaufs noch etwas verbessert werden. Ansonsten sehen wir bezüglich der Lötqualität und Verarbeitung keine bemerkenswerten Mängel.

Die Schutzschaltungen werden über zwei ICs bereitgestellt. Im Detail kümmern sich darum ein Weltrend WT7502 auf der Hauptplatine und ein WT7518 im SMD-Format auf der Kabelmanagement-Platine, der die OCP der vier 12-Volt-Schienen übernimmt.

Als Lüfter entschied sich Corsair erneut für den NR135P der auch in der HXi-Serie Verwendung findet. Dieser soll mit dem FD-Lager für eine geringe Lautstärke bei gleichzeitig hoher Lebensdauer sorgen. Hinter der Fertigung dieses Fans steckt Hong Hua, wobei Corsair ein eigenes Lüfterdesign vorgenommen hat. Da insgesamt vier Adern vorhanden sind, gehen wir davon aus, dass eine PWM-Steuerung vorhanden ist.


Inhaltsverzeichnis

  1. Corsair RM650i und RM1000i
  2. Ausstattung
  3. Technik - RM650i
  4. Technik - RM1000i
  5. So testet PC-Max
  6. Spannungsregulation und Restwelligkeit
  7. Effizienz, PFC, Lautstärke & sonstige Messungen
  8. Fazit

Kommentare

Wie auch schon auf FB geschrieben, das 650i wäre was für mich - danke für den Test :)

geschrieben am 25.06.2015 um 13:05 Uhr

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