Test: Chieftec A-90 GDP-550C Netzteil im Test

Für die Fertigung des Netzteils wurde CWT beauftragt. Das Design basiert auf einer "GP"-Plattform wie sie schon bei vielen anderen Netzteilen mit einer geringeren Effizienz verwendet wird. Primärseitig besteht die Schaltung aus einer aktiven PFC, gefolgt von einem Double-Forward-Converter. Sekundär erfolgen eine synchrone Gleichrichtung und anschließend die genannte Abwärtswandlung. Zum Erreichen von einem 90-prozentigen Wirkungsgrad wurde demnach zu besonders effizienten MOSFETs gegriffen.

Die Netzfilterung beginnt an der Buchse mit zwei Y-Kondensatoren und einem Ferritkern. Auf der Platine wird diese mit drei Spulen, zwei X-Kondensatoren und zwei weiteren Y-Kondensatoren fortgeführt. Ein MOV dient zusätzlich als passiver Überspannungsschutz, wodurch die Filterung komplettiert wird.

Der folgende Vorregler besteht aus einem Brückengleichrichter, für den scheinbar kein extra Kühlkörper aufgrund der niedrigeren Ströme im 230-Volt-Netz notwendig ist, und der aktiven PFC-Schaltung. Letztere besteht aus einer etwas kleineren Spule, zwei Champion-GPT13N50DG-MOSFETs und einer Champion-CMPFCD86-Diode mit einem Spannungsabfall in Flussrichtung von 1,5 Volt. Da die Spule etwas kleiner dimensioniert werden kann als bei Netzteilen mit Weitbereichseingang, erhöht sich im PFC-Kreis die Strom-Welligkeit, die zu einer stärkeren Belastung des Primärkondensators führt. Chieftec vertraut hierbei einem weniger bekannten Hersteller "AiSHi", dessen Qualität wir nicht genau einschätzen können. Der 270-Mikrofarad-Elko stammt aus der LK-Serie und ist mit einer Spannungsfestigkeit von 400 Volt spezifiziert.

Der Double-Forward-Converter besteht aus zwei Silan-SVF20N50F-MOSFETs mit einer Rds(on)-Wert von 0,20 Ohm. Als Controller kommt ein TNY177PN-IC zum Einsatz.

Sekundär wird die Effizienz durch eine synchrone Gleichrichtung mit vier SG65N02P MOSFETs erhöht. 12 Volt werden danach auf 5 und 3,3 Volt heruntergewandelt. Dies übernehmen jeweils zwei M3004D- und zwei M3006D-MOSFETs. Ein APW7159-IC übernimmt hierbei die Regelung. Bei den Filterkondensatoren hat man sich eher für eine durchwachsene Qualität entschieden. Zwei CapXon-Elkos der KF-Serie mit je 3.300 Mikrofarad und einer spezifizierten Temperatur von 105 Grad Celsius sind auf der 12-Volt-Schiene verbaut. Ansonsten finden wir erneut AiSHi- und CapXon-GF-Caps, einzig auf der DC-DC-Platine sind zwei Enesol-Feststoffkondensatoren untergebracht.

Die Lötqualität des Chieftec A-90 GDP-550C gefällt uns gut, ebenso wenig haben wir an der Verarbeitungsqualtät etwas auszusetzen. Einzig eine Platine aus Glasfasergewebe hätte für eine höhere Bauteilqualität gesorgt. Als Sicherungschip findet ein Sitronix ST9S429-PG14 Verwendung, der über die grundlegenden Sicherheits-Funktionen verfügt.

Zur Kühlung dient ein großer 140-Millimeter-Yate-Loon-Lüfter mit der Modellnummer "D14SM-12". Es handelt sich also um einen Fan mit einfachem Gleitlager und einer maximalen Drehzahl von 1.400 Umdrehungen pro Minute bei einer Stromstärke von 0,7 Ampere.


Inhaltsverzeichnis

  1. Chieftec A-90 GDP-550C Netzteil im Test
  2. Ausstattung
  3. Technik
  4. So testet PC-Max
  5. Spannungsregulation und Restwelligkeit
  6. Effizienz, PFC, Lautstärke & sonstige Messungen
  7. Fazit

Kommentare

Also nicht das Gelbe vom Ei das Teil. Und ca. 80 Euronen finde ich auch für das gebotene einfach zu viel.

Ich warte mal auf einen Test von ATX-Netzteilen der max. 300 Watt Klasse. Diese reichen voll für einen HTPC / Homeserver locker aus.

geschrieben am 27.10.2014 um 05:43 Uhr

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