Test: FSP Aurum 400 Watt

Ausstattung

Da immer mehr Nutzer auf Effizienz statt Leistung setzen, haben wir für den Test das Aurum mit einer Leistung von 400 Watt herangezogen. Diese reicht voll und ganz aus, um ein aktuelles Computersystem mit einer Single-GPU betreiben zu können. Das Aurum von FSP kann den Großteil der Gesamtleistung auf der zweigeteilten 12-Volt-Leitung bereitstellen. Insgesamt können auf den beiden 12-Volt-Schienen 32 Ampere - oder 384 Watt - bereitgestellt werden. Die einzelnen Rails dürfen maximal mit je 18 Ampere belastet werden. Die kombinierte Leistung der 3,3-Volt- und 5-Volt-Leitung beträgt 120 Watt. Mit einem Maximalstrom von 24 Ampere auf der 3,3-Volt-Leitung und 22 Ampere auf der 5-Volt-Leitung ist das Aurum auch bei den beiden niedrigeren Spannungen mehr als nur ausreichend dimensioniert. Da das Aurum nicht mit einem Kabelmanagement-System ausgestattet ist, hätten wir uns über einen Satz Kabelbinder im Lieferumfang gefreut. Doch leider sucht man auch diese vergebens. Die Garantiezeit des Aurums liegt bei fünf Jahren.

Eine Besonderheit des Aurums ist die sogenannte Hybrid Synergy 12-Volt-Rail. Diese Entwicklung erlaubt es dem Netzteil eine der beiden 12-Volt-Leitungen mit maximal 32 Ampere belasten zu können, ohne dass der Überstromschutz deaktiviert wird oder andere Schutzfunktionen ausfallen. Das bedeutet, dass auch leistungshungrige Grafikkarten mit dem Aurum betrieben werden können, da die Last variabel auf den beiden Schienen verteilt werden kann.

Technische Daten
HerstellerFSP
NameAurum
Leistung400W
80PlusGold
Modulares KabelmanagementNein
Power Factor Correctionaktiv
Lüfter (beleuchtet?)120mm Protechnic MGA12012MF-A25 (Nein)
Platinen-DesignFSP
Gewicht / Abmessungen (BxHxT)2.3kg / 150x86x140mm
Anzahl 12V-Rails2
Garantie5 Jahre
Preis85.00€
Schutzschaltungen
Überspannungsschutz (OVP)Ja
Unterspannungsschutz (UVP)Ja
Lastfreier Betrieb (NLO)Ja
Kurzschlussschutz (SCP)Ja
Überstromschutz (OCP)Ja
Überlastschutz (OLP)Ja
Überhitzungsschutz (OTP)Ja
Molex SATA
560mm
1 Stecker
560mm
1 Stecker
710mm
1 Stecker
710mm
1 Stecker
860mm
1 Stecker
860mm
1 Stecker
1010mm
1 Stecker
1010mm
1 Stecker
1160mm
1 Stecker
Kabel mit nur einem Stecker:
ATX 24PinFloppyPEG 6+2PinPEG 6PinP4 4PinP8 8Pin
580mm 1160mm 600mm k.A. 580mm 580mm

Die schwarze Lackierung des Aurum fühlt sich wegen der rauen Oberfläche sehr griffig an. Dazu vermeidet sie unansehnliche Fingerabdrücke, die auf einem Hochglanzlack deutlich zu sehen gewesen wären. Doch nicht nur die Oberflächenbeschaffenheit weicht deutlich von der breiten Masse ab, denn auch die Belüftungsschlitze auf der Gehäusevorderseite besitzen eine pfeilförmige Form. FSP nennt diese Form die Arrow-Flow-Technologie und verspricht eine beschleunigte Abführung der warmen Luft im Netzteilinneren.
Der 120 Millimeter große Fluid Dynamic Bearing (FDB) Lüfter versteckt sich hinter einem wabenförmigen Lüftergitter. Dieses wurde mit einem goldenen Plastikrand versehen, der die 80Plus Gold Zertifizierung nochmals visuell widerspiegelt. Mittig auf dem sechseckigen Lüfterschutz verziert das FSP-Logo das Aurum.

Bereits beim Straight Power Pro E8 von Be Quiet hat FSP gezeigt, dass sie platzsparend bauen können. Dies erreicht FSP auch beim Aurum. Vor allem der kompakte Kühlkörper der Sekundärseite trägt positiv zu den Platzverhältnissen im Netzteil bei. Ebenso überzeugt das Aurum durch einen sauberen Aufbau und ein durchdachtes Platinenlayout.

Die Eingangsfilterung des Aurums beginnt bereits an der Kaltgerätebuchse. Hier hat FSP zwei Y-Kondensatoren angelötet. Auf der Hauptplatine folgen ihnen zwei X-Kondensatoren, ein weiteres Paar Y-Kondensatoren und drei isolierte Ringkernspulen. Da das MIA IC (Multiple Intelligence Ability) auch die Primärseite des Aurum schützt, wurde in der Eingangsfilterung auf einen MOV und auf eine Schmelzsicherung verzichtet.
Hinter der Eingangsfilterung sitzt die Gleichrichterbrücke, der ein eigener Kühler spendiert wurde, und die Spule der Primärstufe. Diese ist zur Stabilisierung nochmals auf eine zusätzliche Glasfaserplatte geklebt. Als Primärkondensator kommt ein Nippon Chemicon Elektrolytkondensator mit einer Kapazität von 220 Mikrofarad, einer Spannungsfestigkeit von 400 Volt und einer maximalen Betriebstemperatur von 105° Celsius zum Einsatz. Als LLC- und PFC- Controller setzt FSP auf das selbst entwickelte MIA IC. In diesem sind verschiedene Technologien und Schutzschaltungen vereint. So steuert der kleine Mikrocontroller unter anderem den Zero-Current-Switch der aktiven PFC, die PWM und alle wichtigen Schutzschaltungen.
Auf der Sekundärseite lassen sich die verschiedensten Kondensatorhersteller finden. Von Capxon über Nippon Chemicon bis hin zu "Vents" ist alles vertreten. Bei der Generierung der 3,3-Volt- und 5-Volt-Spannung verzichtet FSP beim Aurum auf ein Voltage-Regulation-Module. Hier findet stattdessen eine traditionelle Gruppenregulierung ihre Verwendung. Wie oben erwähnt, übernimmt die Kontrolle über die Schutzschaltungen das MIA IC, das im Übrigen eine Entwicklungszeit von drei Jahren hatte.


Inhaltsverzeichnis

  1. FSP Aurum 400 Watt
  2. Ausstattung
  3. Diagramme zum Praxistest I
  4. Diagramme zum Praxistest II
  5. Interpretation der Messergebnisse
  6. Fazit