Test: Chieftec Nitro85+ BPS-350S 350 Watt

Ausstattung

Ein Blick auf den Lieferumfang zeigt direkt, dass man hier eine kostengünstige Grundausstattung kauft. Neben dem Kaltgerätekabel liegen lediglich noch Schrauben und ein Handbuch in mehreren Sprachen bei. Das Netzteil selbst kommt im Original vom Fertiger Channel Well und besitzt ein 80Plus Bronze Zertifikat. Zudem hat es drei Jahre Garantie. Auf ein Kabelmanagement System wurde - wie bereits erwähnt - bei den niederwattigen Netzteilen verzichtet. Auch eine Kabelummantelung sucht man an fast allen Kabelsträngen vergebens. Alleine dem ATX-Kabelstrang wurde eine Ummantelung spendiert.

Die Gesamtleistung von 350 Watt setzt sich aus den kombinierten Leistungen von 103 Watt (3,3-Volt- und 5-Volt-Leitung) und 300 Watt (12-Volt-Schienen) zusammen. Dabei ist die 3,3-Volt-Leitung maximal mit 21 Ampere, die 5-Volt-Leitung mit 15 Ampere, die erste 12-Volt-Schiene mit elf Ampere und die zweite 12-Volt-Schiene mit höchstens 14 Ampere belastbar.

Technische Daten
HerstellerChieftec
NameNitro 85+
Leistung350W
80PlusBronze
Modulares KabelmanagementNein
Power Factor Correctionaktiv
Lüfter (beleuchtet?)120mm Yate Loon D12SH-12 (Nein)
Platinen-DesignChannel Well
Gewicht / Abmessungen (BxHxT)3.19kg / 150x86x140mm
Anzahl 12V-Rails2
Garantie3 Jahre
Preis48.52€
Schutzschaltungen
Überspannungsschutz (OVP)Ja
Unterspannungsschutz (UVP)Ja
Lastfreier Betrieb (NLO)Ja
Kurzschlussschutz (SCP)Ja
Überstromschutz (OCP)Ja
Überlastschutz (OLP)Ja
Überhitzungsschutz (OTP)Ja

Das BPS-350S ist in seiner länge recht kompakt gebaut. Es ist lediglich 14 Zentimeter lang und passt somit auch leicht in kleine Gehäuse mit ATX-Formfaktor. Weiter ist es mit einem 120 Millimeter großen Lüfter bestückt, der die entstehende Wärme zuverlässig aus dem Gehäuse befördern soll. Geschützt wird der Lüfter durch ein standardmäßiges Lüftergitter, welches auf gleicher Höhe mit dem Gehäuse abschließt. Selbiges ist unlackiert und kommt im alten mausgrau daher. Einzig der eingeprägte Nitro 85+ Schritzug an der Seite peppt das Design ein wenig auf.

Im Inneren des BPS-350S geht es spartanisch zu. Die Eingangsfilterung ist vollständig mit vier Y-Kondensatoren sowie zwei X-Kondesatoren. Einer der zwei letztgenannten Kondensatoren ist - wie auch zwei der vier Y-Kondensatoren - an der Kaltgerätebuchse verlötet. Hierbei fällt auf, dass der größere X-Kondensator allein durch die Lötkontakte gehalten wird und frei im Netzteilinneren "schwebt". Auf eine zusätzliche Fixierung, zum Beispiel mit Hilfe von Kabelbindern oder Silikonkleber, verzichtet Chieftec. Die Eingangsfilterung vervollständigt sich mit einer Schmelzsicherung gegen Überstrom und einem MOV als passivem Überspannungsschutz. Als PWM/PFC-Controller wird ein Champion Micro CM6800TX verwendet.
Als Primärkondensator setzt Chieftec auf einen eher mittelwertigen Elektrolytkondensator aus dem Hause Samxon. Er ist mit einer Kapazität von 220 Mikrofarad, einer Spannungsfestigkeit von 400 Volt sowie einer maximalen Betriebstemperatur von 85° Celsius spezifiziert.
Auf der Sekundärseite kommen bist auf wenige Ausnahmen Siebkondensatoren von Teapo sowie mehrere Drosseln zur Glättung der Spannung zum Einsatz. Ein Blick auf den Schutzschaltungscontroller verrät uns, dass Channel Well hier einen SG6516DZ von Fairchild verbaut.


Inhaltsverzeichnis

  1. Chieftec Nitro85+ BPS-350S 350 Watt
  2. Ausstattung
  3. Diagramme zum Praxistest I
  4. Diagramme zum Praxistest II
  5. Interpretation der Messergebnisse
  6. Fazit