Test: Gigabyte G1.Sniper 2 Mainboard
BIOS & Software
Gigabyte verpasst dem G1.Sniper 2 ein recht übersichtlich strukturiertes Award-BIOS, das normal per Tastatur zu bedienen ist. Leider sucht man einen zeitgemäßen UEFI-Ableger vergebens. Nichtsdestotrotz finden sich unter dem Menüpunkt "MB Intelligent Tweaker" die nötigen Optionen um die Frequenzen, Timings, Teiler und Spannungen nach Belieben anzupassen. An der ein oder anderen Stelle fehlen zwar ein paar Werte, trozdem sollte im Hinterkopf behalten werden, dass das G1.Sniper 2 eine Gaming- und keine Übertakter-Platine ist. Für stabiles Alltags-Overclocking reichen die Einstellmöglichkeiten allemal. Wer sein Setting speichern möchte, hat beim Druck auf die Taste "F11" insgesamt acht Möglichkeiten in Form von Profilen dazu.
| Referenztakt | 80 bis 200 MHz |
|---|---|
| Multiplikator | 16 bis 59 |
| Speicherteiler | DDR3-2133, -1866, -1600, -1333, -1066, -800 |
| BIOS-Profile | 8 (per Taste F11) |
| Integriertes Flashtool | Q-Flash |
| Mainboard-Spannungen | Einflussbereich | Regulierschritte |
|---|---|---|
| CPU-Spannung | 0,750 bis 1,700 Volt | 0,005 Volt |
| CPU-PLL-Spannung | 1,195 bis 2,435 Volt | 0,005 Volt |
| QPI/VTT-Spannung | 0,860 bis 1,530 Volt | 0,005 Volt |
| CPU-PWM-Frequenz | - 24 bis + 42 % | +/-3 % |
| RAM-Spannung | 0,890 bis 2,135 Volt | 0,005 Volt |
| System-Agent-Spannung | 0,715 bis 1,495 Volt | 0,005 Volt |
| Chipsatz-Spannung | - | - |
| Spannung der Grafikeinheit | 0,850 bis 1,705 Volt | 0,01 Volt |
| Option gegen CPU-Spannungsabfall unter Last: | Multi-Step-Load-Line |
|---|
Im Testbetrieb kam das aktuelle Final-BIOS "F3" zum Einsatz, welches problemlos und stabil seinen Dienst verrichtete. Um die Mainboard-Firmware mit geringem Risiko updaten zu können hat Gigabyte auch im G1.Sniper 2 das eigene Q-Flash-Tool auf DOS-Basis integriert. Damit lässt sich der Flash-Vorgang leicht und vor allem ohne störende Nebenprozesse durchführen.
Mit einem Klick auf das Bild gehts zur BIOS-GalerieSoftware
Gigabyte packt auf die Software-CD eine Vielzahl an Tools und Anwendungen. Die wichtigsten davon sind EasyTune 6, Dynamic Energy Saver 2 und TouchBIOS. Letzeres Programm stellt einfach ausgedrückt eine BIOS-Variante für Windows dar. Der Funktionsumfang gleicht dem "echten" BIOS eins zu eins. Jedoch stürtze das Betriebssystem beim Ändern einiger Spannungen und Taktraten per TouchBIOS sporadisch ab, egal ob der entsprechende Wert angehoben oder gesenkt wurde. Trotzdem lassen sich so beispielsweise die Monitoring-Werte ohne Software eines Drittanbieters begutachten und verschiedenen Settings umstellen. Je nach Änderung verlangt die Software ab und an ein Neustart des Systems. Zudem kann das Windows-BIOS per Touch-Display gesteuert und konfiguriert werden, sofern ein passender Bildschirm mit einer solchen Funktion zur Hand ist.
Das Energiespar-Programm Dynamic Energy Saver 2 kann umfangreich konfiguriert werden und hilft dabei die Leistungsaufnahme zu senken. Dabei hat der User die Möglichkeit verschiedene Voreinstellungen auszuwählen. Insgesamt arbeitete das Tool zuverlässig und half, den Strombedarf um einige Watt zu senken.
Obwohl die Suite Smart 6 schon einige nützliche Funktionen in einem Fenster zusammenfasst, wäre es wünschenswert, wenn auch alle anderen Programme ihren Weg in die einfach zu bedienende Oberfläche gefunden hätten. So muss man als User ständig auf Desktopverknüpfungen zurückgreifen oder die Programme im Startmenü suchen. Andere Hersteller bieten an dieser Stelle komfortablere Lösungen.
Weitere Infos zu EasyTune 6 sind auf der Seite "Overclocking" zu finden.
Z68-Features
Software die von Drittanbietern im Zusammenhang mit dem Z68-Chipsatz genutzt werden kann, ist Virtu von LucidLogix. Damit lässt sich die Grafikkarte in den Ruhezustand begeben und nur die HD-3000-Einheit der Sandy-Bridge-CPU nutzen. Das soll Strom sparen und die diskrete Grafikkarte erst dann nutzbar machen, wenn wirklich Rechenkraft verlangt wird. Als Beispiel sind Games und aufwendige GPGPU-Aufgaben zu nennen. Im Testbetrieb funktionierte die Technik problemlos. Dabei muss jedoch darauf geachtet werden, dass die Bildausgabe über den HDMI-Anschluss des G1.Sniper 2 realisiert wird.
Die zweite Besonderheit die der Z68 Express mitbringt, ist Intels Smart Response Technologie oder auch SSD-Caching genannt. Laut Intel kann dazu eine günstige SSD mit geringer Kapazität eingesetzt werden. Mittels Analyse erstellt die Software eine Liste von häufig genutzten Programmen und Daten. Die betreffenden Anwendungen werden dann auf dem Flash-Speicher abgelegt und bei Bedarf aus dem künstlichen Cache deutlich schneller geladen. Jedoch muss die SSD bereits vor der Installation des Betriebssystems in den PC eingebunden sein. Ein nachträgliches Implementieren ist nicht möglich.







Alle Grafikkarten werden auf ein und demselben Testsystem getestet. Anhand eine umfangreichen Auswahl an reproduzierbaren Benchmarks können wir die Leistung jeder einzelnen VGA genau bestimmen ...