Test: Gigabyte G1.Sniper 2 Mainboard
Aufbau, Optik & Layout
Optisch lehnt das G1.Sniper 2 an seinen größeren Schwestermodellen mit Sockel 1366 an. Demzufolge dominiert die mattschwarze Platine samt gleichfarbigen Elementen, die mit leuchtend grünen Highlights versehen wurden. Um den Militär-Look zu erreichen beziehungsweise weiter zu untermauern, setzt Gigabyte auf eine Kühlkonstruktion in Waffen- und Munitionsoptik. Sicherlich nicht jedermanns Geschmack, aber eine Augenweide für eingefleischte Ego-Shooter-Fans.
Der höchste Punkt des Mainboards wird von dem mittleren Kühl-Element, welches fünf grün-leuchtende LEDs beinhaltet, mit 4,7 Zentimetern erreicht. Ironischerweise hat dieser Kühler keine Funktion, denn darunt versteckt sich kein Chip, der nach einer Hitzeableitung verlangt. Der Hersteller zieht somit den optischen Aspekt vor praktische Funktionalität. Dadurch können ausgewachsene CPU-Kühler zum ungewollten Kompatibilitätsproblem mutieren und unter Umständen mit der höchsten Stelle der Mainboard-Konstruktion kollidieren. Ob der Hersteller diesbezüglich die richtige Wahl getroffen hat, wird sich sicherlich nur in Einzelfällen und bei der Zusammenführung bestimmter Komponenten bemerkbar machen. Nichtsdestotrotz kann Gigabyte mit der optimalen Anbringung der Kühlkörper mittels Verschraubung punkten. So wird zu jeder Zeit gewährleistet, dass die Temperaturen aufgrund des idealen Druckpunkts auf einem angemessenen Niveau liegen. Die fünf LEDs leuchten dauerhaft und besitzen somit keine besondere Funktion.
Die Verteilung der Bauteile erfolgt nach dem gewohnten Schema: Der schwarz eloxierte CPU-Sockel LGA1155 welcher aus dem Hause Foxconn stammt, findet seinen relativ mittigen Platz im oberen Bereich. Rechts, unmittelbar daneben, sind die vier DDR3-RAM-Bänke positioniert. Die Erweiterungs-Slots setzen sich aus jeweils zwei PCI-, PCI-Express-x1- und PCI-Express-x16-Steckplätzen zusammen. Jedoch sind die zuletzt genannten Anschlussstellen nicht beide mit den vollen 16 Lanes an den Prozessor angebunden. Der unterste giftgrüne Slot überträgt die Daten lediglich über acht Leitungen. Nur der Steckplatz in Sockelnähe bietet bei Nutzung einer Grafikkarte die volle Anbindung. Selbiger unterstützt zudem die kommenden PCI-E-3.0-Grafikkarten mit Hilfe der Pericom-Chips, die die Bezeichnung "PI3PCIE3415" tragen.
| PCI-E x16 | 2 (x16/x0 oder x8/x8) |
|---|---|
| PCI-E-3.0-Support | ja |
| PCI-E x8 | nicht vorhanden |
| PCI-E x4 | nicht vorhanden |
| PCI-E x1 | 2 |
| PCI | 2 |
| Sonstiges | - |
| Besonderheiten | - |
In Sachen Anschlussvielfalt bietet das G1.Sniper 2 intern kaum mehr als die Konkurrenz: Die drei USB-2.0-Header können in insgesamt sechs externe Anschlüsse aufgesplittet werden. Wie üblich bringt Gigabyte auch einen Header der dritten USB-Generation unter. Selbiger wird mittels Etron EJ168A-Controller bereitgestellt. Die nutzbaren SATA-Ports sind zahlenmäßig sehr überschaubar ausgefallen. Vier Anschlüsse nutzen den 6GB/s-Standard, wovon zwei nativ (weiß) und zwei über Marvells 9172-Zusatz-Chip (grau) angebunden sind. Ports mit SATA 3GB/s (schwarz) sind dreimal zu finden. An dem G1.Sniper 2 lassen sich zudem fünf Lüfter mit 4-Pin-Steckern anschliessen und über das PWM-Signal steuern. Einer dieser Header wurde als CPU-Fan deklariert.
| SATA 6GB/s | 2 via Intel Z68 / 2 via Marvell 88SE9172 |
|---|---|
| SATA 3GB/s | 3 via Intel Z68 |
| USB 2.0 | 6 (3 Header) |
| USB 3.0 | 2 (1 Header / Etron EJ168) |
| SAS | nicht vorhanden |
| FireWire | nicht vorhanden |
| Lüfteranschlüsse | 5 (alle 4-Pin / 1 CPU-Fan) |
| Sonstiges | Front-Panel-, Front-Audio-, Serial-Port-, TPM-Header / CMOS Jumper |
| Besonderheiten | - |
Am Back-Panel gibt es sieben USB-2.0- und zwei USB-3.0-Ports sowie einen HDMI-Ausgang. Außerdem befinden sich dort auch ein PS/2-, ein LAN- und ein eSATA/USB-Kombi-Anschluss. Die optischen und analogen Audioports haben ihren gewohnten Platz. Gigabyte positioniert im Bereich des I/O-Panels einen OC-Button, der den CPU-Takt im laufenden Betrieb auf einen voreingestellten Wert anhebt.
| USB 2.0 | 7 |
|---|---|
| USB 3.0 | 2 (Etron EJ168) |
| LAN | 1 x RJ-45 |
| PS/2 | 1 |
| Audio | analog / optisch (S/PDIF) |
| FireWire | nicht vorhanden |
| eSATA | 1 (eSATA/USB-2.0-Kombi-Anschluss) |
| Video-Port(s) | HDMI |
| Sonstiges | CPU-Overclocking-Button |
| Besonderheiten | - |
Der Prozessor wird von einer 12-phasigen Spannungsversorgung gespeist. Dem Speicher stehen lediglich zwei Phasen zur Seite. Strom wird über den standardisierten 24-Pin-ATX- und einen 8-Pin-CPU-Stecker zugeführt.
Doch als die beiden wirklichen Alleinstellungsmerkmale des G1.Sniper 2 entpuppen sich die hochwertige Sound-Lösung und der auf Spiele optimierte Netzwerkchip. Letzterer stammt von Bigfoot Networks und ist bereits von der hauseigenen Erweiterungskarte Killer 2100 bekannt. Folglich muss Gigabyte neben dem NIC-Prozessor ebenso den dedizierten Samsung-Speicher und den 1118R-LAN-Controller von Marvell auf dem Board unterbringen, um die volle Funktionsvielfalt der regulären Bigfoot-Lösung bieten zu können. Daneben platzierten die Ingenieure der Gaming-Hauptplatine einen Soundchip vom Spezialisten Creative. Dem CA20K2-Audioprozessor stehen 128 Megabyte Hynix-Speicher, zwei "Analog-to-Digital-Converter" von Wolfson beziehungsweise AKM, ein Cirrus Logic "Digital-to-Analog-Converter" und natürlich Verstärker von New Japan Radio sowie STMicroelectronics zur Verfügung. Zusätzlich kommen High-End-Audio-Kondensatoren der MW- und MUSE-ES-Serie von Nichicon zum Einsatz. Abgeschirmt wird das Ganze durch eine kleine Metallplatte, um unerwünschte Störsignale fernzuhalten. Durch all diese erstklassigen Komponenten soll eine bisher unerreichte Klangqualität einer Onboard-Lösung erreicht werden.
Insgesamt betrachtet wirkt das Layout des G1.Sniper 2 sehr durchdacht und gibt nur einen marginalen Grund zur Bemängelung: Die CMOS-Batterie wird von der Grafikkarte im obersten PCI-Express-x16-Slot verdeckt. Ansonsten gab es beim Zusammenbau des Testsystems keine Kompatibilitäts- oder Platzprobleme.



























Alle Netzteile werden bei uns mit einem Gerät der Firma Chroma getestet. Es garantiert gleichbleibende Testsituationen und -umgebungen für alle Netzteile und erzielt damit reproduzierbare Ergebnisse.