Test: Gigabyte G1.Sniper 5 Mainboard

Gigabyte kann die hohen Erwartungen erfüllen und bietet mit dem G1.Sniper 5 eine durchaus kompromisslose Hauptplatine für Gamer an. Nicht nur die Onboard-Audio-Lösung von Creative samt den dazugehörigen Software-Features stellt manch teure Sound-Karte in den Schatten, auch der implementierte Killer-Netzwerk-Chip von Qualcomm Atheros kann beim Online-Gefecht einige Vorteile ausspielen. Hinzu kommt, dass der Hersteller auf einen PEX8747-Chip von PLX setzt, wodurch die Anbindung von zwei Grafikkarten mit den jeweils vollen 16 Lanes erfolgt. Selbst beim Einsatz von drei oder vier 3D-Beschleunigern wird kaum Leistung durch fehlende Datenleitungen verschenkt. Die restliche, üppige Ausstattung der Platine ist dem Z87-PCH samt diverser Zusatz-Controller geschuldet, wodurch Nutzern schnelle Schnittstellen wie USB 3.0 oder SATA 6Gb/s in hoher Anzahl zu Verfügung stehen. Gepaart mit einem Core i7-4770K bildet das G1.Sniper 5 eine optimale - wenn auch enorm teure - Gaming-Grundlage für ein performantes Spiele-System.

Für das G1.Sniper 5 sprechen die umfassende Ausstattung und die hohe Performance. Doch gerade die Kern-Features wie der Killer-Chip sowie die Audio-Lösung mit wechselbarem Operationsverstärker, hochwertigen Kondensatoren samt Wandlern und Headphone-Amplifier überzeugen auf ganzer Linie. Dedizierte Sound- und Netzwerkkarten werden somit gänzlich unnötig. Doch auch die restlichen Komponenten wie die Black-Solid-Kondensatoren und die digitalen ICs von International Rectifier sorgen für eine hohe Qualitätsanmutung der Platine. Positiv ist auch das übersichtliche UEFI zu bewerten. Glücklicherweise entschied sich Gigabyte dazu, mit dem App Center alle einzelnen Programme zu vereinen und dem Nutzer so eine einfache Anwendung aller Tools zu ermöglichen. Ein weiterer Pluspunkt ist das Overclocking-Potenzial, auch wenn der maximale Basistakt ohne einen CPU-Strap-Teiler unter 105 Megahertz (CPU-Strap-Teiler: 1.00) liegt. Die Kühlung der Spannungswandler muss ebenfalls hervorgehoben werden, da sich selbige einfach in einen bestehenden Wakü-Kreislauf einbinden lässt. Ansonsten besticht der üppige Lieferumfang, zu dem auch eine vollwertige WiFi/Bluetooth-Karte gehört, die auch in anderen PCs eingesetzt werden kann. Die Anbindung der Grafikkarten gehört ebenfalls zu den positiven Aspekten des neusten G1.Sniper-Ablegers von Gigabyte.

Gegen das G1.Sniper 5 spricht die erhöhte Stromaufnahme, bedingt durch die zusätzlichen Chips und Controller sowie die Beleuchtung. Auch das BIOS trübt durch die recht hektische Maussteuerung und die teilweise resonanzlosen Klicks das Gesamtbild. Leider sind nach einem BIOS-Flashback alle gespeicherten Profile verschwunden sofern diese nicht parallel in das zweite BIOS übernommen wurden. Ein weiterer Minus-Punkt ist der maximale Basistakt von 104,6 Megahertz (CPU-Strap-Teiler: 1.00). Andere Boards erreichen weitaus höhere Werte. Dennoch will Gigabyte mit kommenden UEFI-Versionen nachbessern. Doch der wohl größte Negativ-Punkt dürfte der Preis sein, denn das G1.Sniper 5 ist eines der derzeit teuersten Mainboards für Intels Haswell-CPUs, auch wenn das Feature-Paket einen solch hohen Preis zum Teil rechtfertigt.

Insgesamt betrachtet liefert Gigabyte mit dem G1.Sniper 5 eine Hauptplatine ab, die die perfekte Grundlage für ein performantes sowie top-ausgestattetes Gaming-System bildet und mit unvergleichlichen Besonderheiten aufwartet. Alle nötigen Elemente sind bereits ab Werk implementiert und in höchster Qualität vorhanden. Dadurch relativiert sich der Preis von rund 410 Euro (Stand 06/2013), denn Netzwerk und Soundkarte im Gesamtwert von deutlich über 100 Euro sind bereits an Bo(a)rd. Wer also eine High-End-Platine für Gaming mit einzigartigen Features sucht und dabei nicht auf das Budget achten muss, ist mit dem G1.Sniper 5 bestens beraten. Daher vergeben wir unsere Redaktions-Empfehlung:

Weitere Mainboards von Gigabyte sind bei Amazon zu finden. Dort können Interessierte den deutlich günstigeren Micro-ATX-Ableger des G1.Sniper 5 ebenfalls erwerben. Auch die Vorgänger-Modelle für Ivy- und Sandy-Bridge-Prozessoren sind bei Amazon zu finden. 


Inhaltsverzeichnis

  1. Gigabyte G1.Sniper 5 Mainboard
  2. Spezifikationen & Lieferumfang
  3. Aufbau, Optik & Layout
  4. BIOS & Software
  5. So testet PC-Max
  6. Benchmarks: 3DMark 11 & PCMark 7
  7. Benchmarks: Anwendungen
  8. Benchmarks: Spiele
  9. Schnittstellenleistung
  10. Audioqualität & weitere Messungen
  11. Overclocking
  12. Fazit

Kommentare

Im Prinzip gibt es Abzüge beim Preis, der Stromaufnahme und dem BIOS. Dagegen punktet das G1.Sniper 5 mit einer hohen Qualität, einer enorm guten Audio-Lösung, schnellen Schnittstellen und einem Killer-Chip, der dem ein oder anderen Gamer sicherlich gefallen wird. Hinzukommt eine umfangreiche Software-Suite sowie die Anbindung der Grafikkarten. Wie du siehts überwiegen die positiven Aspekte deutlich. Warum sollte dann auf eine Empfehlung verzichtet werden? Ich denke, der Award ist gerechtfertigt ;)

geschrieben am 27.06.2013 um 14:35 Uhr

Hey,das ist keine Kritik oder so an dich gewesen,sondern nur mein reines persönliches Empfinden nach lesen deines Tests. ;)
Daraus resultierend würde ich mich für ein anderes Board entscheiden und eine Soundkarte dazu kaufen,anstatt zum Sniper 5 zu greifen.

geschrieben am 27.06.2013 um 15:15 Uhr

Das hab ich nicht als Kritik aufgefasst, wollte aber nochmal verdeutlichen, anhand welcher Kriterien wir den Award vergeben haben ;)

Deine Lösung ist klar günstiger, aber wenn ein Board mit zwei Grafikkarten (eventuell sogar im Triple-Slot-Design) genutzt wird, sind in der Regel alle Steckplätze belegt. Damit bleibt kein Platz für weitere Erweiterungskarten wie eben Sound- oder Netzwerk-Karten. Wer also SLI oder Crossfire nutzen möchte, dabei aber auf eine herausragende Sound-Qualität und Netzwerkverbindung Wert legt, ist mit der Gigabyte-Lösung gut beraten.

geschrieben am 27.06.2013 um 15:23 Uhr

Natürlich hängt es vom Einsatzgebiet ab,da stimme ich natürlich voll zu.
Das Board richtet sich ja auch nicht an den Otto-Normalnutzer.
Für einfaches SLI bzw. Crossfire gibt's sicher auch genügend andere günstigere Alternativen,wo man noch gut eine Soundkarte verbauen kann.
Über den Sinn des Killer-Chips läßt sich eh streiten.
Wer es hat oder braucht,wird sicher seinen Gefallen am Board finden und aufgrund der Ausstattung hat es sicher auch eine Empfehlung verdient.
Vielleicht sollte man diese aber unter Vorbehalt abgeben,so lange das Bios (noch) nicht überzeugt.

geschrieben am 27.06.2013 um 16:24 Uhr

Tolles Board / hoher Preis. Ich finde es echt klasse. Aber der Preis ist auch nicht von schlechten Eltern.

geschrieben am 28.06.2013 um 02:57 Uhr

Sehr schönes teures Board. Würd das direkt auf'm Schwarzmarkt verkloppen ;)
Aber ich finde der "Helikopter"-Kühler passt einfach gar nicht drauf.

Aber sehr schöner Test, leist sich gut.

geschrieben am 28.06.2013 um 20:15 Uhr

Die Liste der Beiträge wurde auf die 6 neuesten begrenzt.
Den gesamten Thread kannst Du im Forum lesen.

Zum Thread im Forum

Anzeige

Preisvergleich