Test: Gigabyte G1.Sniper 5 Mainboard

Das Mainboard kann als die komplexeste Komponente und zugleich als Herzstück eines jeden Computers bezeichnet werden. Ohne die Hauptplatine liesse sich ein PC unmöglich zusammenbauen, denn CPU, RAM und Grafikkarte würden keinen zugewiesenen Platz finden um zu funktionieren. Außerdem sorgen die vielen unterschiedlichen Anschlüsse und die Unmengen an Schnittstellen für maximale Erweiterungsmöglichkeiten. Doch die gegenwärtigen Hauptplatinen differenzen sich durch besondere Features und Funktionen voneinander. Hinzu kommt, dass jeder Prozessorhersteller mehrere Sockel gleichzeitig anbietet, um alle Marktsegmente abdecken zu können.

Damit sich ein Mainboard in vollem Umfang testen lässt, ist eine allumfassende Ausrüstung von Nöten. Mit Hilfe unserer vielen Partner war es ein Leichtes, ein passendes Testsystem zu realisieren. Selbst High-End-Platinen können damit problemlos ausgereizt werden. Neben dem aktuellen Grafikkartenflaggschiff in Form der ASUS Radeon HD 6990 stehen uns zwei der schnellsten SSDs aus dem Hause ADATA zur Verfügung. Eine der beiden S511-Ableger wurde in ein externes USB-3.0-Gehäuse verfrachtet, um den entsprechenden Schnittstellen-Test ohne ungewollte Geschwindigkeitsbegrenzung durchzuführen. Aus dem Hause Corsair stammt der Oberklasse-RAM, der mit 2.666 Megahertz und Timings von 10-12-12-31 genügend Spielraum für die Overclocking-Prüfung mitbringt. Der konventionelle Test-Speicher für den alltagsnahen Betrieb kommt ebenfallsvon Corsair und taktet mit 1.600 Megahertz. Die Temperaturen werden mittels einer handelsüblichen Lüftersteuerung von Lamptron auf der Unterseite des Boards unmittelbar im Bereich der Spannungswandler und des Chipsatzes erfasst. Damit wir die LAN-Geschwindigkeit des betreffenden Mainboards bestimmen können, bestücken wir ein zweites System mit der hochwertigen Server-Netzwerkkarte I340 T4 von Intel, die dank ihrer massiven Leistung das Übertragungsmaximum erreichen kann und so zu keiner Zeit eine Limitierung beim Test darstellt.

Hardware:

  • Prozessor: Intel Core i7-4770K (4 Cores, 8 Threads)
  • Grafikkarte: ASUS Radeon HD 6990
  • Solid State Drive: ADATA S511 120 GB / 60 GB im externen USB-3.0-Gehäuse
  • Netzteil: be quiet! Straight Power E8 680 Watt
  • Benchtable: Coolermaster
  • Arbeitsspeicher: 8 GB Corsair Dominator DDR3-1600 MHz (9-9-9-24)
  • OC-Arbeitsspeicher: 8 Corsair Dominator Platinum DDR3-2.666 MHz (10-12-12-31)
  • Kühlung: Thermalright Archon inkl. 2x TY-140-Lüfter
  • Lüftersteuerung: Lamptron FC Touch
  • Netzwerkkarte: Intel Ethernet Server Adapter I340 T4

Betriebssystem:

  • Betriebsystem: Windows 7 Ultimate x64

Messgeräte:

  • Voltcraft "Energie Check 3000"

 

Benchmarks und Testmethoden:

Damit die getesteten Mainboards leistungstechnisch eingeordnet werden können, dienen diverse Spiele und Benchmarks als Leistungsindikator. Insgesamt nutzen wir drei Spiele mit DirectX-10- und DirectX-11-Unterstützung sowie acht Anwendungen. Dazu gehören die beiden bekannten synthetischen Benchmarks PCMark 7 und 3DMark 11 von Futuremark. Außerdem greifen wir auf verschiedene Programme zurück, die beispielsweise mit der Berechnung der Zahl PI die Leistung des Prozessors in vergleichbaren Zeitwerten wiedergibt. Natürlich kommen auch Benchmarks alltagsnaher Anwendungen zum Einsatz. Mit Cinebench R11.5 und x264 HD sind nur zwei dieser Vertreter genannt.

  • Anwendungs-Benchmarks: 3DMark 11, PCMark 7, 7-Zip 9.20, Cinebench R11.5 (CPU, OpenGL), x264 HD, wPrime 1.55, Super Pi Mod 1.5 XS, AIDA64
  • Spiele-Benchmarks: Crysis 2 (DX11, HD-Texturen, max. Details - Ultra-Settings, kein AA, 16xAF), DiRT 3 (DX11, max.Details, kein AA, 16xAF), Anno 1404 (DX10, max. Details, kein AA, 8xAF)
  • Schnittstellenleistung: HD Tach, LANBench
  • Audioqualität: Rightmark Audio Analyzer (24-Bit 48kHz)
  • sonstige Messungen: Temperaturen, Leistungsaufnahme, Boot-Dauer, Prozessorspannung

Inhaltsverzeichnis

  1. Gigabyte G1.Sniper 5 Mainboard
  2. Spezifikationen & Lieferumfang
  3. Aufbau, Optik & Layout
  4. BIOS & Software
  5. So testet PC-Max
  6. Benchmarks: 3DMark 11 & PCMark 7
  7. Benchmarks: Anwendungen
  8. Benchmarks: Spiele
  9. Schnittstellenleistung
  10. Audioqualität & weitere Messungen
  11. Overclocking
  12. Fazit

Kommentare

Im Prinzip gibt es Abzüge beim Preis, der Stromaufnahme und dem BIOS. Dagegen punktet das G1.Sniper 5 mit einer hohen Qualität, einer enorm guten Audio-Lösung, schnellen Schnittstellen und einem Killer-Chip, der dem ein oder anderen Gamer sicherlich gefallen wird. Hinzukommt eine umfangreiche Software-Suite sowie die Anbindung der Grafikkarten. Wie du siehts überwiegen die positiven Aspekte deutlich. Warum sollte dann auf eine Empfehlung verzichtet werden? Ich denke, der Award ist gerechtfertigt ;)

geschrieben am 27.06.2013 um 14:35 Uhr

Hey,das ist keine Kritik oder so an dich gewesen,sondern nur mein reines persönliches Empfinden nach lesen deines Tests. ;)
Daraus resultierend würde ich mich für ein anderes Board entscheiden und eine Soundkarte dazu kaufen,anstatt zum Sniper 5 zu greifen.

geschrieben am 27.06.2013 um 15:15 Uhr

Das hab ich nicht als Kritik aufgefasst, wollte aber nochmal verdeutlichen, anhand welcher Kriterien wir den Award vergeben haben ;)

Deine Lösung ist klar günstiger, aber wenn ein Board mit zwei Grafikkarten (eventuell sogar im Triple-Slot-Design) genutzt wird, sind in der Regel alle Steckplätze belegt. Damit bleibt kein Platz für weitere Erweiterungskarten wie eben Sound- oder Netzwerk-Karten. Wer also SLI oder Crossfire nutzen möchte, dabei aber auf eine herausragende Sound-Qualität und Netzwerkverbindung Wert legt, ist mit der Gigabyte-Lösung gut beraten.

geschrieben am 27.06.2013 um 15:23 Uhr

Natürlich hängt es vom Einsatzgebiet ab,da stimme ich natürlich voll zu.
Das Board richtet sich ja auch nicht an den Otto-Normalnutzer.
Für einfaches SLI bzw. Crossfire gibt's sicher auch genügend andere günstigere Alternativen,wo man noch gut eine Soundkarte verbauen kann.
Über den Sinn des Killer-Chips läßt sich eh streiten.
Wer es hat oder braucht,wird sicher seinen Gefallen am Board finden und aufgrund der Ausstattung hat es sicher auch eine Empfehlung verdient.
Vielleicht sollte man diese aber unter Vorbehalt abgeben,so lange das Bios (noch) nicht überzeugt.

geschrieben am 27.06.2013 um 16:24 Uhr

Tolles Board / hoher Preis. Ich finde es echt klasse. Aber der Preis ist auch nicht von schlechten Eltern.

geschrieben am 28.06.2013 um 02:57 Uhr

Sehr schönes teures Board. Würd das direkt auf'm Schwarzmarkt verkloppen ;)
Aber ich finde der "Helikopter"-Kühler passt einfach gar nicht drauf.

Aber sehr schöner Test, leist sich gut.

geschrieben am 28.06.2013 um 20:15 Uhr

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