Test: Gigabyte G1.Sniper 5 Mainboard

Gigabyte liefert das G1.Sniper 5 mit einem UEFI-BIOS aus, das nach einem Update auf die Version "F5" optisch an die Farben des Mainboards angepasst ist. Einstellungen können per Maus und Tastatur getroffen und - je nach Bedarf - eigene Favoriten in Untermenüs gruppiert werden. Unter dem Reiter "Performance" versammeln sich alle wichtigen Punkte zum Übertakten des Systems. Demnach findet der versierte Nutzer dort Optionen zum Ändern von Taktraten, Teilern und Spannungen. Neben den zahlreichen Tuning-Möglichkeiten können Amateure auf die vorkonfigurierten OC-Profile zurückgreifen. Ansonsten bietet das Sniper-BIOS alle relevanten Auswahlmöglichkeiten, um das System nach Belieben einzustellen. Die getroffenen Konfigurationen können anschliessend in acht Profilen gespeichert werden.

Wichtige BIOS-Optionen und Spannungen
Referenztakt80.00 bis 266.66 MHz
Multiplikator8 bis 80
SpeicherteilerDDR3-2933, -2800, -2666-, -2600, -2400, -2200, -2133, -2000, -1866, -1800, -1600, -1400, -1333, -1066, -800
BIOS-Profile8
Integriertes FlashtoolQ-Flash
Mainboard-SpannungenEinflussbereichRegulierschritte
CPU-Spannung0,500 bis 1,8000 Volt0,001 Volt
CPU-PLL-Spannung--
RAM-Spannung1,150 bis 2,10 Volt0,005 Volt
System-Agent-Spannung-0,300 bis +0,400 Volt0,001 Volt
Chipsatz-Spannung0,650 bis 1,300 Volt0,005 Volt
Spannung der Grafikeinheit0,500 bis 1,700 Volt0,001 Volt
Option gegen CPU-Spannungsabfall unter Last:LLC

Trotz Dual-BIOS gehen die gespeicherten Profile bei einem automatischen Flashback verloren. Daher müssen Einstellungen in beiden UEFI-Versionen  getroffen und gespeichert werden.

Die Maus reagiert im BIOS oft hecktisch und übernimmt Einstellungen teilweise nur nach mehreren Klicks. Auch die Dropdown-Menüs erscheinen von Zeit zu Zeit verzögert oder gar nicht.

UEFI-Galerie

Wer mit der neuen UEFI-Oberfläche nicht zurecht kommt, kann auch in den klassischen Modus wechseln. Damit wird das UI der Vorgänger-Generation dargestellt.

Software

Anders als bei der Vorgänger-Generation bündelt Gigabyte die Software nun endlich in einer Suite, die den Namen "App Center" trägt. Darin enthalten sind bekannte Programme wie @BIOS und Easy Tune. Letzteres Tool kommt in einer gänzlich überarbeiteten Optik daher, die den Umgang unter Windows vereinfacht. Mit dieser Applikation kann der Nutzer die Lüfter ansteuern, die System-Werte kontrollieren, Übertakten und diverse weitere nützliche Einstellungen treffen. @BIOS ermöglicht hingegen ein UEFI-Update unter Windows.

Im App Center finden sich zudem noch weitere Tools wie USB Blocker, EZ Setup und der Live Updater, der automatisch nach neuen Software-Aktualisierungen der jeweiligen Gigabyte-Programme sucht. Die Umsetzung dieser Suite wirkte im Testbetrieb gelungen.

Neben dem App Center gehören das Creative Sound Blaster Pro Sudio und der Killer-Netzwerk-Manager zur Software-Ausstattung.


Inhaltsverzeichnis

  1. Gigabyte G1.Sniper 5 Mainboard
  2. Spezifikationen & Lieferumfang
  3. Aufbau, Optik & Layout
  4. BIOS & Software
  5. So testet PC-Max
  6. Benchmarks: 3DMark 11 & PCMark 7
  7. Benchmarks: Anwendungen
  8. Benchmarks: Spiele
  9. Schnittstellenleistung
  10. Audioqualität & weitere Messungen
  11. Overclocking
  12. Fazit

Kommentare

Im Prinzip gibt es Abzüge beim Preis, der Stromaufnahme und dem BIOS. Dagegen punktet das G1.Sniper 5 mit einer hohen Qualität, einer enorm guten Audio-Lösung, schnellen Schnittstellen und einem Killer-Chip, der dem ein oder anderen Gamer sicherlich gefallen wird. Hinzukommt eine umfangreiche Software-Suite sowie die Anbindung der Grafikkarten. Wie du siehts überwiegen die positiven Aspekte deutlich. Warum sollte dann auf eine Empfehlung verzichtet werden? Ich denke, der Award ist gerechtfertigt ;)

geschrieben am 27.06.2013 um 14:35 Uhr

Hey,das ist keine Kritik oder so an dich gewesen,sondern nur mein reines persönliches Empfinden nach lesen deines Tests. ;)
Daraus resultierend würde ich mich für ein anderes Board entscheiden und eine Soundkarte dazu kaufen,anstatt zum Sniper 5 zu greifen.

geschrieben am 27.06.2013 um 15:15 Uhr

Das hab ich nicht als Kritik aufgefasst, wollte aber nochmal verdeutlichen, anhand welcher Kriterien wir den Award vergeben haben ;)

Deine Lösung ist klar günstiger, aber wenn ein Board mit zwei Grafikkarten (eventuell sogar im Triple-Slot-Design) genutzt wird, sind in der Regel alle Steckplätze belegt. Damit bleibt kein Platz für weitere Erweiterungskarten wie eben Sound- oder Netzwerk-Karten. Wer also SLI oder Crossfire nutzen möchte, dabei aber auf eine herausragende Sound-Qualität und Netzwerkverbindung Wert legt, ist mit der Gigabyte-Lösung gut beraten.

geschrieben am 27.06.2013 um 15:23 Uhr

Natürlich hängt es vom Einsatzgebiet ab,da stimme ich natürlich voll zu.
Das Board richtet sich ja auch nicht an den Otto-Normalnutzer.
Für einfaches SLI bzw. Crossfire gibt's sicher auch genügend andere günstigere Alternativen,wo man noch gut eine Soundkarte verbauen kann.
Über den Sinn des Killer-Chips läßt sich eh streiten.
Wer es hat oder braucht,wird sicher seinen Gefallen am Board finden und aufgrund der Ausstattung hat es sicher auch eine Empfehlung verdient.
Vielleicht sollte man diese aber unter Vorbehalt abgeben,so lange das Bios (noch) nicht überzeugt.

geschrieben am 27.06.2013 um 16:24 Uhr

Tolles Board / hoher Preis. Ich finde es echt klasse. Aber der Preis ist auch nicht von schlechten Eltern.

geschrieben am 28.06.2013 um 02:57 Uhr

Sehr schönes teures Board. Würd das direkt auf'm Schwarzmarkt verkloppen ;)
Aber ich finde der "Helikopter"-Kühler passt einfach gar nicht drauf.

Aber sehr schöner Test, leist sich gut.

geschrieben am 28.06.2013 um 20:15 Uhr

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