Test: Asus ROG Rampage V Extreme Mainboard im Test

Das Rampage V Extreme von Asus reiht sich als als bisher einziges ROG-Board in die X99-Sparte ein und wurde demnach speziell für Intels Haswell-E-Prozessoren sowie DDR4-Speicher entwickelt. Doch mit diesem Produkt will der Hersteller nicht nur Overclocker, sondern diesmal auch Gamer ansprechen, die die maximale Vielfalt an Features nutzen möchten. Gegenüber dem Vorgänger-Modell wurde daher an vielen Stellen optimiert. Wie gut das Rampage V Extreme am Ende wirklich abschneidet und ob es an den Erfolg des vorherigen Ablegers anknöpfen kann, soll dieser Artikel zeigen.


Bereits zur Einführung der Haswell-E-Prozessoren Ende September konnte Asus eine kleine Palette an X99-Mainboards vorweisen, in die sich auch das Rampage V Extreme einreiht. Die letztgenannte Platine ist bisher das einzige ROG-Modell für die neuen Intel-CPUs, vereint aber Features für Gamer und Overclocker gleichermaßen. Daraus resultiert ein bis zum Anschlag vollgepacktes Mainboard, dass zudem gegenüber dem Vorgänger deutlich überarbeitet wurde und einzigartig Merkmale mitbringt. Gerade der OC-Sockel ist ein bisher Asus-exklusives Feature, das wir später in diesem Artikel näher erläutern werden.

Zu den Besonderheiten des Rampage V Extreme zählen zudem der X99-PCH und die DDR4-Unterstützung. Auch von den Z97-Platinen bereits bekannte Eigenschaften adaptierte der Hersteller und steckt das OC-Panel ins Paket. Was das Rampage V Extreme in der Praxis leistet erfahrt ihr in unserem kurzen Test.

Hersteller Name Preis
Asus Rampage V Extreme 519.99€

Spezifikationen & Lieferumfang

Das Rampage V Extrem nimmt die neuen Haswell-E-Prozessoren auf und kann dank der acht Speicher-Slots bis zu 64 Gigabyte DDR4-RAM im Quad-Channel-Modus verwalten. Den maximal möglichen Memory-Takt gibt Asus mit 3.300 Megahertz an, was allerdings nur mit teuren Kits und durch Übertakten zu realisieren ist. Ansonsten bietet die Platine genügend Steckplätze, damit bis zu vier Dual-Slot-Grafikkarten im SLI- oder Crossfire-Modus verbunden werden können. Zusätzlich stellt der Hersteller noch eine M.2-Schnittstelle für passende SSDs bereit und integriert den SATA-Express-Standard.

Technische Daten
HerstellerAsus
NameRampage V Extreme
SockelLGA2011-v3
ChipsatzX99
ProzessorenCore i7-5960X, 5930K, 5820K
FormfaktorEATX
BIOS2 x 128 Mb Flash ROM, UEFI AMI BIOS
Arbeitsspeicher: Bestückung8 x DIMM, Max. 64GB DDR4
Arbeitsspeicher: FrequenzDDR4 3300(O.C.)/3000(O.C.)/2800(O.C.)/2666(O.C.)/2400(O.C.)/2133
Arbeitsspeicher: MerkmaleMHz Non-ECC, Un-buffered
Audio: ChipRealtek ALC1150
Audio: MerkmaleDTS Connect, Sonic SoundStage, Sonic SenseAmp, Sonic Studio, Sonic Radar II, SupremeFX Shielding Technology, ELNA Caps
LANntel® I218V, 1 x Gigabit LAN Controller featuring GAMEFIRST III
Multi-GPU4-way SLI / Crossfire
PCI-E-Lane-Aufteilungx16, x16/x16, x16/x8/x8, x16/x8/x8/x8 (40-LANE CPU) / x16, x16/x8, x8/x8/x8 (28-LANE CPU)
Besondere FunktionenOC-Panel, SupremeFX Sound, OC-Sockel, OC-Kit, Extreme Engine Digi+ IV
Preis519.99€

Das Zubehör-Paket des Rampage V Extreme fällt recht üppig aus: Neben den obligatorischen Bestandteilen wie Treiber-CD, Case-Badge, Manual und zehn SATA-III-Kabeln, stecken drei kabelgebundene Temperatur-Sensoren und zahlreiche SLI-Bridges sowie ein Crossfire-Kabel im Paket. Neu ist die mitgelieferte WiFi-Antenne, die den neuen AC-Standard unterstützt.

Außerdem liefert Asus einen Türhänger, Kabel-Label und das OC-Panel samt Zubehör mit. Wer das Rampage V Extreme im Subzero-Bereich nutzen will, kann auf eine besondere Sockel-Backplate zur Montage von Dice- und LN2-Kühlern zurückgreifen.

Aufbau, Optik & Layout

Wie kaum anders zu erwarten war, zeigt sich das Rampage V Extreme im gewohnten Layout: Neben dem neuen Sockel LGA2011-v3 befinden sich die insgesamt acht Speicherbänke, die mit bis zu 64 Gigabyte DDR4-RAM bestückt werden können. Laut Asus sind die Slots priorisiert und beidseitig gleich angebunden, damit beim OC keine unnötigen Einschränkungen entstehen.

Der Sockel, den Asus verbaut, ist eine überarbeitete respektive aufgebohrte Version von Intels Vorgabe und wurde zusammen mit Foxconn entwickelt. Durch zusätzliche Pins soll die CPU-Architektur bezüglich Overclocking voll ausgereizt werden können. Daraus resultieren laut Hersteller höhere Speicherfrequenzen, niedrigere Latenzen und eine verbesserte Stabilität gegenüber Konkurrenz-Boards. Erreicht wird dies unter anderem durch höhere, mögliche Spannungen und geringere Voltage-Reduzierungen unter Last. Bisher kann Asus dieses Feature exklusiv anbieten. Im Laufe der Zeit werden andere Board-Hersteller sicher folgen.

Über dem Sockel LGA2011-v3 in der OC-Version von Asus befindet sich die Spannungswandlung samt Kühlung. Letztere wurde im Gegensatz zum Vorgänger nicht nur im Design verändert, sondern soll in der aktuellen Version auch effizienter arbeiten, da die integrierte Heatpipe über ein Wärmeleitpad direkt auf den MOSFETs aufliegt.

Unter dem Kühler wurde ebenfalls kräftig optimiert: Die gesamte Sannungsversorgung erhielt ein Update, bei dem die bisherigen ICs und die Spulen gegen neuentwickelte Versionen ausgetauscht wurden. So kommen beispielsweise Chips mit dem Namen "PowIRStage" zum Einsatz. Selbige enthalten Treiber, High-Side- und Low-Side-MOSFET, wodurch die Effizienz steigen soll.

Die neuen Drosseln sind aus einer Speziallegierung gefertigt, die aus deutlich feinerem Rohpulver hergestellt wurden. Dies soll zu gleichmäßigeren Hohlräumen führen und die Durchlässigkeit verbessern.

Die zahlreichen Buttons für den Betrieb des Mainboards auf einer offenen Teststation sind ebenfalls im oberen Platinenbereich lokalisiert. Neben den bisher bekannten Start-, Reset- und MemOK-Buttons sind auch wieder die LN2-Mode- und PCI-Express-Switches verlötet. Zusätzlich findet der Käufer auch einen Retry- und Safe-Boot-Taster. Letzterer fährt das System herunter und startet eine stabilen Modus. Der Retry-Button ermöglicht den Neustart auch innerhalb eines (eingefrohrenen) Post-Stadiums während des Boot-Vorgangs. An weiteren Stellen des Mainboards positioniert Asus SoundStage-, BIOS-Switch- und KeyBot-Taster.

Für Grafikkarten stehen insgesamt fünf PCI-Express-x16-Steckplätze bereit, von denen die rot eingefärbten genutzt werden sollten. Die Anbindung der VGA im obersten Slot erfolgt immer mit 16 Lanes. Kommen weitere Grafikkarten hinzu, teilen sich die restlichen Datenleitungen weiter auf. Beispielsweise werden eine dritte und vierte Grafikkarte über den x8-Mode angesprochen. Dies setzt allerdings voraus, dass die CPU 40 Lanes bereitstellen kann. Im Falle des Core i7-5820K stehen allerdings nur 28 Leitungen zur Verfügung, weswegen lediglich die folgenden Konfigurationen möglich sind: x16, x16/x8, x8/x8/x8.

Für Datenträger stellt das Rampage V Extreme acht SATA-6Gb-Ports und zwei SATA-Express-Schnittstellen bereit. Auch ein M.2-Slot wurde implementiert. Ein Thunderbolt- und zwei USB-3.0-Header sind ebenfalls vorhanden.

Am Backpanel bietet das vorliegende Mainboard zehn USB-3.0- und zwei USB-2.0-Ports sowie die Audio-Buchsen. Außerdem sind ein PS/2- und ein LAN-Port vorhanden. Letzterer enthält hochwertige Bauteile, die einen erhöhten ESD- und Überspannungs-Schutz bieten. Diese Komposition führt Asus unter dem Namen "LANGuard".

Für die Sound-Ausgabe ist eine ALC1150-Chip von Reakltek verantwortlich, der mit dem Sound-Stage-Paket aufgewertet wurde. Der gesamte Audio-Bereich ist physikalisch vom Mainboard getrennt, was unerwünschte Störeinflüsse fernhalten soll. Auch die bereits bekannte Metall-Abdeckung findet ihren platz auf dem Sound-Chip. Letzterem stehen hochwertige Kondensatoren von ELNA zur Seite.

BIOS

Das UEFI-BIOS des Rampage V Extreme entspricht vom Aufbau und dem Design der neuen Version, die wir bereits bei den Z97-Boards gesehen haben. Allerdings wurden entsprechende Optionen ergänzt, um die Haswell-E-CPUs und der DDR4-Speicher ausgereizt werden können. Die folgende Galerie zeigt das BIOS im Detail:

In der Praxis zeigten sich die bisher verfügbaren BIOS-Versionen noch nicht ganz fehlerfrei: Teilweise wurden die Turbo-Stufen im Auto-Modus nicht richtig angepasst. Zudem fror das UEFI ab und zu ein oder ruckelte. 

Software

Software-seitig packt Asus dem Rampage V Extreme die Ai-Suite 3 mit auf die Treiber-CD. Das Tool vereint einige OC-Optionen, EPU, TPU, die Kontrolle der Spannungsregler, Fan Xpert 3 und die Turbo-App unter dem Punkt "Dual Intelligent Prozessor 5". Diese Zusammenstellung wurde bereits bei den Z97-Platinen implementiert und ist für die X99-Riege ebenfalls angepasst.

Neben der Ai-Suite findet der Nutzer GameFirst 3 zur Priorisierung der Datenströme im Netztwerk, Sonic Radar II und die Keybot-Software. Letztere ermöglicht, eine einfache Tastatur mit Makro-Funktionen zu versehen. Bereits bekannt dürfte das Sonic Studio, MemTweakIt und ROG RAMDisk sein.


Inhaltsverzeichnis

  1. Asus ROG Rampage V Extreme Mainboard im Test
  2. So testet PC-Max
  3. Schnittstellenleistung, Audio-Qualität, Temperaturen, Stromverbrauch
  4. Fazit

Kommentare

Was ein geiles Teil! Da würde wohl niemand nein sagen

geschrieben am 21.10.2014 um 17:35 Uhr

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