Test: Asus Maximus IV Extreme-Z Mainboard
Fazit
Das Maximus IV Extreme-Z hinterlässt nach diesem ausführlichen Test einen durchweg positiven Eindruck. Alles wirkt durchdacht und erprobt. Obwohl das ROG-Mainboard als Update-Version der Non-Z-Variante zu bezeichnen ist, bringen die exklusiven Features des Z68-Chipsatzes in Form von Intels Smart Response Technologie und der Virtu-Lösung von LucidLogix der Platine zusätzliche Pluspunkte ein. Die hervorragende Performance gepaart mit den hauseigenen "Republic of Gamers"-Funktionen und dem sehr guten Übertaktungs-Potenzial sowie der komfortablen Software-Suite machen das Maximus IV Extreme-Z zu einer der empfehlenswertesten Hauptplatinen für die Sandy-Bridge-Prozessoren der zweiten Generation. Der potenzielle Käufer sollte jedoch nicht nur über einen dicken Geldbeutel sondern auch über ausreichend Kenntnisse verfügen, um die vielfältigen Möglichkeiten voll ausschöpfen zu können.

Für das Maximus IV Extreme-Z sprechen die allgemein sehr guten Leistungsdaten und die Performance im Anwendungs- und Spielebetrieb. Zudem kann das Board mit einer umfangreichen, durchdachten und einfach zu bedienenden Software- und UEFI-Lösung punkten. Ein weitere positiver Aspekt sind die vielen hilfreichen "Republic of Gamers"-Features. Natürlich gilt es, die ermittelten Temperaturwerte ebenso als Pluspunkt zu werten. Doch am wichtigsten dürften die herausragenden Overclocking-Eigenschaften sein, die zusammen mit den umfangreichen Optionen und Einstellmöglichkeiten ein jedes Übertakter-Herz höher schlagen lassen. Die intelligente NF200-Implemetierung weiss dank der Energieeinsparung bei Single- oder Dual-GPU-Konfigurationen ebenso zu gefallen.
Gegen das Maximus IV Extreme-Z sprechen die relativ hohe Leistungsaufnahme und der fehlende Monitorausgang am Back-Panel. Dadurch kann die Virtu-Technologie nicht in vollen Umfang genutzt werden. Asus hätte dem Oberklasse-Board zudem einen hochwertigeren Soundchip oder wenigstens umfassendere Audio-Features spendieren können. Ein weitere Minuspunkt ist die gänzlich fehlende PCI-Express-3.0-Unterstützung, die aufgrund der abwesenden IC-Switches und des NF200 nicht realisiert werden kann.
Alles in allem weiss das Maximus IV Extreme-Z zu gefallen. Diese Tatsache wird durch die Optik, die Performance und die ROG-Eigenschaften nochmals untermauert. Die aufgezählten Negativ-Punkte stören im Overclocking- und Alltags-Betrieb eher weniger und trüben das Gesamtbild nur marginal. Der Preis von rund 295 Euro (Stand: 10/2011) bei einschlägigen Online-Shops scheint trotz der gebotenen Merkmale recht hoch. Dennoch findet der Benutzer ein ausgewogenes und flexibel einsetzbares Mainboard. Daher vergeben wir guten Gewissens unsere begehrte Redaktions-Empfehlung:
Wer auf einige Ausstattungsmerkmale und Funktionen verzichten kann, sollte sich den Mico-ATX-Ableger in Form des Maximus IV Gene-Z/Gen3 mit PCI-Express-3.0-Unterstützung genauer ansehen. Beide Maximus-IV-Varianten sowie die Non-Z-Version sind in folgender Liste bei Amazon zu finden: Asus ROG Mainboards - Sockel LGA1155. Dabei ist das von uns ausgezeichnete Board jedoch wesentlich kostenintensiver als die etwas abgespeckte Micro-ATX-Platine.

Alle Netzteile werden bei uns mit einem Gerät der Firma Chroma getestet. Es garantiert gleichbleibende Testsituationen und -umgebungen für alle Netzteile und erzielt damit reproduzierbare Ergebnisse.