Test: Asus Maximus IV Extreme-Z Mainboard
Aufbau, Optik & Layout
Das Maximus IV Extreme-Z hebt sich optisch nicht von der vorhergehenden Version ohne das Kürzel "Z" ab. Beide Platinen gleichen sich wie ein Ei dem anderen. Typisch für alle Produkte der "Republic of Gamers"-Serie ist die rot-schwarze Farbgebung, die aufgrund ihres interessanten Kontrasts durchweg zu gefallen weiss. Auch die Kühlkonstruktion unterstreicht das eigenständige Auftreten der Platine. Designtechnisch vereint Asus hier ebenfalls schwarze und rote Elemente. Zudem fällt die kantige Beschaffenheit der einzelnen Kühlkomponenten auf, die das Gesamtbild des Maximus IV Extreme-Z maßgeblich prägen. Highlights sind die beiden ROG-Logos, die einmal als beleuchtetes, rundes Emblem und einmal als direkter Bestandteil des Kühlers selbst zu finden sind.
Asus bedeckt mit dem Kühlkonstrukt alle relevanten Chips und Bauteile, die dringend nach einer Wärmeabfuhr verlangen. So wird nicht nur die Temperatur des Z68-PCHs dank der passiven Elemente auf einem angemessenen Niveau gehalten, sondern auch die des Nforce200 und der Spannungswandler des Prozessors. Ein aktiver Lüfter existiert nicht. Der Kühler ist an allen Punkten mit Federschrauben montiert, um stets den optimalen Anpressdruck und die nötige Stabilität zu gewährleisten. Zudem befinden sich an der Unterseite des Mainboards im Bereich der MOSFETs zwei Metallplatten die positiv zur Hitzeableitung beitragen sollen. Ob sich diese Sandwich-Bauweise bezahlt macht, zeigt sich später im Artikel. Aufgrund des relativ flachen Kühlers misst das Mainboard an der höchsten Stelle rund drei Zentimeter. Somit dürften keine Kompatibilitätsprobleme mit aktuellen Komponenten auftreten.
Wie üblich, finden sich die vier DDR3-RAM-Bänke, der CPU-Sockel und die Erweiterungsslots an der gewohnten Position. Asus nutzt beim LGA1155 Bauteile von Foxconn und verzichtet auf eine schwarze Eloxierung. Insgesamt beherbergt die Platine vier PCI-Express-x16-Steckplätze sowie jeweils einen PCI-E-x1- und x4-Slot. Letzterer kann dank seines offenen Endes auch Erweiterungskarten in x8- oder x16-Bauweise aufnehmen. Asus gestaltet die Anbindung der Grafikkarten sehr durchdacht und intelligent: Das Maximus IV Extreme-Z kann je nach Anordnung und Nutzung der PCI-E-x16-Slots entweder im nativen Modus ohne NF200-Chip oder mit aktiviertem Zusatz-Controller betrieben werden. Steckt eine Grafikkarte im ersten Steckplatz erfolgt die Anbindung mit den vollen 16 Lanes des Sandy-Bridge-Prozessors. Kommt eine zweite Karte hinzu, stehen jeweils noch acht Leitungen zur Verfügung. Wird die Dual-GPU-Konfiguration in die zweite und vierte Anschlussstelle verlagert, schaltet sich Nvidias NF200 hinzu. Dann stehen für beide Grafikkarten die gesamten 16 Lanes bereit. Jedoch handelt es sich nicht um vollwertige Datenleitungen: Der Nforce200-Chip bekommt acht native Lanes von der CPU bereitgestellt, die in beide Richtungen kommunizieren können und wandelt diese in 16 simplexe Datenleitungen um. Dazu erfolgt eine zusätzliche Aufsplittung in 32 Leiterbahnen mit der halbierten Bandbreite von 2,5 GT/s. Laut Hersteller liegt die Performance der simulierten Lanes nur fünf Prozent unter der, der nativen Lösung, aber deutlich über einem x8/x8-Setting. Wird das Maximus IV Extreme-Z mit drei Grafikkarten genutzt, erfolgt die Anbindung über einmal 8 und zweimal 16 Datenbahnen. Der verbaute PEX8608-Controller aus dem Hause PLX übernimmt dabei die automatische Zuteilung aller Lanes.
Für die Vollbestückung mit drei Pixelbeschleunigern und dem NF200-Chip implementiert Asus zwei Molex-Anschlüsse auf der Platine um die zuverlässige Stromversorgung und somit die stabile Funktionalität zu gewährleisten.
| PCI-E x16 | 4 (x16/x0 oder x8/x8; mit NF200 x8/x16/x16 oder x16/x16) |
|---|---|
| PCI-E-3.0-Support | nein |
| PCI-E x8 | nicht vorhanden |
| PCI-E x4 | 1 |
| PCI-E x1 | 1 |
| PCI | nicht vorhanden |
| Sonstiges | - |
| Besonderheiten | PCI-E-x1 ist nach hinten offen, 2x 4-Pin-Molex-Anschlüsse Multi-GPU-Betrieb |
Das Maximus IV Extreme-Z verfügt über eine hohe Anzahl an internen Konnektoren: Insgesamt können über die vier USB-2.0-Header acht Ports realisiert werden. Mittels Controller der Firma NEC mit der Bezeichnung D720200AF1 bringt Asus auch einen Header der dritten Generation unter. Daher können am Front-Panel des Gehäuses zwei USB-3.0-Anschlüsse betrieben werden. Die Anzahl der SATA-Ports ist für die High-End-Platine angemessen umfangreich ausgefallen. Der Z68-Chipsatz sorgt dabei für vier Schnittstellen des 3GB/s- und zwei des 6GB/s-Standards. Ein zusätzlicher 9182-Chip von Marvell übernimmt zwei weitere SATA-III-Anschlüsse. Am Maximus IV Extreme-Z lassen sich zudem acht Lüfter mit 4-Pin-Steckern anschliessen und über das PWM-Signal steuern. Dabei gibt es jeweils einen CPU- und PWR- sowie je drei OPT- beziehungsweise CHA-Fans.
| SATA 6GB/s | 2 via Intel Z68 / 2 via Marvell 88SE9182 |
|---|---|
| SATA 3GB/s | 4 via Intel Z68 |
| USB 2.0 | 8 (4 Header) |
| USB 3.0 | 2 (1 Header / NEC) |
| SAS | nicht vorhanden |
| FireWire | nicht vorhanden |
| Lüfteranschlüsse | 8 (alle 4-Pin / 1x CPU-, 1x PWR, 3x OPT, 3x CHA-Fan) |
| Sonstiges | Front-Panel-, Front-Audio-Header / CMOS Jumper |
| Besonderheiten | Konnektoren für Spannungsmesspunkte |
Am Back-Panel befindet sich lediglich ein einziger USB-2.0-, dafür acht USB-3.0-Ports. Letztere werden von einem weiteren NEC D720200AF1-Chip und zwei VLI VL810-Hubs von VIA bereitgestellt. Der USB-2.0-Konnektor dient jedoch in erster Linie für die ROG-Connect-Technologie. Außerdem gibt es am I/O-Panel auch einen PS/2- und zwei eSATA-Anschlüsse. Die externen Serial-ATA-Schnittstellen werden über einen JMicron JB362-Controller realisiert. Die optischen und analogen Audioports, welche von einem Realtek ALC889 mit Daten versorgt werden, haben ihren gewohnten Platz. Asus bestückt das Ganze zudem mit einigen Tastern zum Zurücksetzen des BIOS und dem Aktivieren von ROG-Connect. Optional lässt sich das RC-Bluetooth-Modul integrieren, welches ebenfalls über einen ON/OFF-Button verfügt. Monitoranschlüsse fehlen gänzlich. Dadurch kann die IGP des Prozessors nicht zur Bildausgabe verwendet werden. Das Maximus IV Extreme-Z trumpft zudem mit Dual-Gigabit-LAN auf, das von zwei Intel Controllern (82579/82583V) bereitgestellt wird.
| USB 2.0 | 1 (ROG-Connect-Anschluss) |
|---|---|
| USB 3.0 | 8 (2x NEC + 2x VIA-SuperSpeed-USB-3.0-Hub) |
| LAN | 2 x RJ-45 |
| PS/2 | 1 |
| Audio | analog / optisch (S/PDIF) |
| FireWire | nicht vorhanden |
| eSATA | 2 |
| Video-Port(s) | nicht vorhanden |
| Sonstiges | - |
| Besonderheiten | CMOS-Reset-Button, ROG-Connect-Anschluss + Button, RC Bluetooth + Button |
Die Spannungsversorgung des Prozessors erfolgt über acht Phasen, der integrierten Grafikeinheit stehen immerhin noch vier zur Seite und dem Speicher drei. Asus setzt seit Einführung der ersten P67-Platinen auf das sogenannte "Extreme Engine Digi+"-Design, das mit digitalen Steuerelementen ausgesattet ist und ein verbessertes Regelverhalten sowie eine geringere Wärmeabgabe gegenüber konventionellen Lösungen aufweist. Zudem kommen hier hochwertige Spulen und Low-ESR-Kondensatoren zum Einsatz. Ein zusätzlich verbauter Proadlizer von NEC TOKIN glättet die Spannung der CPU nochmals und sorgt so für ein stabileres OC-Verhalten.
Doch das wirklich Interessante am Maximus IV Extreme-Z dürften die verschiedenen Overclocking-Features sein: Zum Einen bringt der integrierte OC-Bereich neben den RAM-Bänken volle Kontrolle beim Übertakten. Neben den beiden Tastern zum Starten und Resetten des PCs finden sich an dieser Stelle Spannungsmesspunkte der verschiedenen Bauteile. Auch einige DIP-Schalter zum An- und Abschalten der PCI-Express-x16-Slots und des LN2-Modes, der den Überspannungs- und Überhitzungsschutz deaktiviert, sind mit an Bo(a)rd. Zusätzlich gibt es eine Debug-Anzeige und den bereits bekannten GO-Button. Letzterer lässt die Platine mit jedem DDR3-Speicher problemlos starten, da dieser mit entschärften Timings und niedrigerem Takt automatisch konfiguriert wird. Außerdem kann der Computer während des Betriebs auf ein vorher festgelegtes Niveau übertaktet werden. Am rechten unteren PCB-Rand ist ein weiterer Taster untergebracht, mit dem man zwischen zwei BIOS-Bausteinen hin- und herschalten kann. Verschiedene Status-LEDs geben zudem visuelle Infos im Ampelprinzip zu den angelegten Spannungen. Selbst der Boot-Vorgang wird über LEDs dargestellt. So kann eine fehlerhafte Komponente schnell und einfach ausgemacht werden.
Die verschiedenen iROG-Chips sind im Zusammenspiel mit dem Nuvoton Super-I/O-Controller für das Monitoring der Spannungen, Temperaturen und die Lüftersteuerung verantwortlich. Der kleine TPU-Prozessor ermöglicht die Justierung und Kontrolle der "Voltages" und übernimmt die Auto-Übertaktungsfunktion, die in der Ai-Suite zur Auswahl steht.
Das Layout des Maximus IV Extreme-Z wirkt trotz der hohen Anzahl an Bestandteilen sehr aufgeräumt und logisch. Lediglich die Positionierungen von einem der beiden Molex-Anschlüsse und des USB-3.0-Headers hätten etwas mehr in Richtung Platinen-Rand erfolgen können. Scheinbar war eine andere Position aufgrund des Platzmangels kaum realisierbar. Auch die Mainboard-Batterie wird von der Grafikkarte im ersten PCI-E-x16-Slot überdeckt.































Sowohl SSDs, als auch HDDs durchlaufen einen von uns zusammengestellten komplexen Testparkur. Dieser beinhaltet drei verschiedene Benchmarks und resultiert in insgesamt 19 Einzelergebnissen ...