Feature: Asus Z97-Mainboards offiziell vorgestellt

Vor wenigen Tagen präsentierte Asus auf einem Technik-Seminar in Berlin die neuen Z97-Mainboards, die zusammen mit den kommenden Haswell-Refresh-Prozessoren eingeführt werden. Die Hauptplatinen der Standard-, Maximus-VII- und TUF-Baureihe erhielten allesamt den genannten PCH, ein frisches Design und neuen Features auf Hard- respektive Software-Ebene. Nun dürfen wir über die Neuerungen berichten und führen euch in diesem kurzen Artikel alle wichtigen Informationen zu den neuen Z97-Mainboards von Asus auf. 


Am 11. Mai will Intel diversen Leaks zufolge die ersten Haswell-Refresh-Prozessoren vorstellen, führt aber zeitgleich auch neue Chipsets ein: Das Top-Modell der neunte Generation der PCHs wird der Z97 bilden. Eine ganze Riege entsprechender Hauptplatinen mit eben diesem Chip präsentierte Asus ausführlich auf einem Technik-Seminar in Berlin. Dort konnten wir nicht nur die Standard-Ableger in neuem Design begutachten, auch die ROG-Baureihe erhält mit den Maximus-VII-Modellen Zuwachs. Ebenfalls mit frischen Mainboards wird auch die TUF-Serie ausgestattet. Neben einem optischen Update, will der Hersteller mit frischen Software- und Hardware-Besonderheiten aufwarten.

Insgesamt sechs Standard-Ableger will Asus zur Markteinführung der neuen Mainboards vorstellen: Den Einstieg in das ATX-Format bildet dabei das Z97-A gefolgt vom Z97-Pro, das auch in einer "WiFi ac"-Variante mit vorinstalliertem WLAN- und Bluetooth-Modul erhältlich sein wird. Die Speerspitze für Endkunden realisiert der Hersteller mit dem Deluxe-Modell, welches bereits ab Werk voll ausgestattet ist. Das Workstation-Derivat richtet sich an professionelle Nutzer und siedelt sich nochmals eine Stufe darüber an. Zu den Besonderheiten zählen der zusätzliche PLX-Chip, der die 16 nativen Lanes der CPU komplex aufsplittet und eine Anbindung von vier Grafikkarten über je acht Datenleitungen ermöglicht. Alle genannten Z97-Hauptplatinen stattet Asus mit einem M.2-Slot und SATA-Express für moderne SSDs aus.

Das Z97I-Plus bildet das sechse Modell im Bunde. Selbiges entspricht dem Mini-ITX-Format und ist daher für platzsparende PCs geeignet. Alle Z97-Standard-Hauptplatinen sind mit Crystal Sound 2 versehen. Die Onboard-Audio-Lösung ist physisch vom restlichen PCB abgetrennt und verfügt über hochwertige Bauteile sowie einen Verstärker.

Gegenüber den Vorgängern, kommen die auf dem Technik-Seminar vorgestellten Platinen mit einer überarbeitet Software namens "5-Way-Optimization" daher. Neben den bekannten Funktionen TPU, EPU sowie Digi+ Power, gesellen sich das überarbeitete Fan-Xpert-Tool und die neue Turbo-App dazu. Letztere ermöglicht eine schnelle Anpassung diverser Systemparameter für ausgewählte Programme: Der Anwender hat die Möglichkeit, die Performance beispielsweise für ein Spiel über den CPU-Multiplikator individuell konfigurieren, das gewünschte Audio-Preset vorwählen und die Netzwerk-Priorität zuweisen.

Fan Xpert 3 kann durch eine Optimierung laut Hersteller nun mit störrischen PWM-Lüftern umgehen und erlaubt eine Reduzierung der Drehzahl unter einen festen Schwellenwert.

Überarbeitet wurde gegenüber den Vorgängermodellen auch das UEFI-BIOS, das ein neues Design und einen simpler zu bedienenden EZ-Modus aufweist.

Alle Modelle der Standard-Serie sowie die neuen Software-Features werden von Asus im Video vorgestellt:

 

The Ultimate Force Z97

Das bestehende TUF-Portfolio wird von Asus ebenfalls um drei Hauptplatinen mit Z97-Chipsatz erweitert. Bekannt dürfte dabei das Gryphon im Micro-ATX-Format sein. Selbiges wurde mit dem neuen PCH sowie den entsprechenden Features versehen und kann vom potenziellen Käufer in zwei Versionen gewählt werden: Neben der normalen Variante bietet der Hersteller die Armor-Edition an, die mit einer Kunststoff-Abdeckung und der Fortifier-Backplate ausgestattet ist. Die zuletzt genannten Komponenten trägt auch das ATX-Derivat, welches auf den Namen "TUF Z97 Mark I" hört. Ein abgespecktes Modell, das dem Topmodell der The-Ultimate-Force-Serie ähnelt, aber auf SATA-Express und die Thermal-Armor verzichten muss, ist das Mark II.

Alle neuen TUF-Mainboards sind mit hochwertigen Alloy-Chokes und dem sogenannten TUF-Ice-Controller ausgestattet. Letzterer steuert die verzögerungsfreie Überwachung und Regelung der bis zu zwölf Temperatursensoren sowie der angeschlossenen Lüfter, sodass keine Latenzen entstehen, sobald die CPU unter Volllast arbeitet.

Eine weitere Neuerung betrifft nur die beiden Board-Varianten in der Armor-Edition: Im Bereich der I/O-Blende ist bei der neuen Thermal Armor ein größerer Fan untergebracht, der auf den Namen "Dust de-Fan" hört und beim Systemstart 15 Sekunden rückwärts dreht, um eventuell vorhandenen Staub aus dem Lüftungsschacht sowie von den Rotor-Blättern zu entfernen.

Selbst die mitgelieferte Thermal-Radar-Software kommt in einer überarbeiteten Version daher, die neuerdings das einzelne Ansteuern aller Lüfter im System sowie entsprechend kompatibler Grafikkarten erlaubt. Ansonsten kann das Programm mit den bereits bekannten Optionen zum Tunen und Auslesen der thermischen Werte aufwarten.

Die TUF-Modelle der Z97-Riege sind im folgenden Video zu sehen:

 

Republic Of Gamers Z97 - Maximus VII

Ins ROG-Segment reihen sich die neuen Hero- sowie Gene-Ableger ein, die logischerweise gegenüber den Vorgängern ebenfalls in einem überarbeitetem Design daherkommen und mit frischen Features versehen sind. Hinzukommt aber das Maximus VII Ranger, dass unterhalb des Hero angesiedelt sein wird und damit das Budget-Modell der Republic-Of-Gamers-Mainboards darstellt. Notwendige Einsparungen trifft der Hersteller im Bereich der Phasen sowie der SATA-Ports und verzichtet auf die Verwendung der Black-Wings-Chokes mit Gold-Einlage. Die eingesetzten Spulen entsprechen laut Hersteller dennoch einer hohen Qualität und sollen sich ebenso zum Übertakten eignen. Die Kühlung ähnelt der, des Maximus VII Hero, muss aber ohne Heatpipe auskommen. Ansonsten ähneln sich die beiden in Berlin vorgestellten ATX-Modelle der ROG-Serie in vielen Belangen. Beispielsweise erfolgt dieselbe Bestückung an Erweiterungsslots, ein M.2-Port ist vorhanden und der Onboard-Sound gleicht sich bei den beiden Hauptplatinen.

Alle drei Maximus-VII-Mainboards basieren auf einem mattschwarzen PCB und werden ohne weiße Bauteile ausgeliefert. Im Bereich des I/O-Panels befindet sich bei allen neuen ROG-Modellen ein optimierter LAN-Port, dessen Inneres deutlich besser verarbeitet und mit hochwertigeren Komponenten versehen wurde, als die Standard-Ausführung. Daraus soll Asus zufolge eine bessere Verbindung mit höherem Daten-Durchsatz resultieren. Außerdem integriert der Hersteller einen ESD-Schutz. Die "LANGuard" benannte Lösung wird von einem Intel-Netzwerk-Controller angesteuert, was in Zusammenspiel mit dem Intel PCH und der CPU für die beste Leistung sorgen soll. Um diese Technik weiter auszunutzen, wird den entsprechenden Hauptplatinen die GameFirst-III-Software mitgeliefert. Mit der Hilfe dieses Tools, ist es dem Nutzer möglich, die Bandbreite durch die Priorisierung der Datenpakete diverser Anwendungen anzupassen. Zur einfachen Steuerung implementiert Asus gleich vier Presets, die ab Werk die optimalen Settings für den Spiele-Betrieb, Media-Streaming und Filesharing bereitstellen.

Die Onboard-Audio-Lösung SupremeFX zeigt sich auf dem Hero und dem Ranger in optimierter Form: Erneut befinden sich alle hochqualitativen Bauteile wie die japanischen ELNA-Kondensatoren physisch abgetrennt vom restlichen Mainboard auf einem eigenen Stück des PCBs. Zusammen mit dem EMI-Cover sollen Störfaktoren auf ein mögliches Minimum reduziert werden, was für einen klaren Sound sorgt. Hinzukommt ein Headphone-Verstärker, der automatisch erkennt, ob ein normaler oder hochwertiger Kopfhörer angeschlossen ist. Je nach Endgerät wird dann der Schallwellenwiderstand geregelt. Das Maximus VII Gene erhält eine modulare Steckkarte, die bereits vom Maximus VI Impact bekannt ist. 

Ebenfalls neu ist das SoundStage-Feature, welches dem Nutzer erlaubt, die Klangeigenschaften für die beliebten Spiele-Genres "FPS", "Racing", "Combat" und "Sports" anzupassen. Dafür stehen die vier genannten Auswahlmöglichkeiten werkseitig bereit. Der Wechsel zwischen den Profilen kann wahlweise über einen Button auf dem Mainboard oder über die Sonic-Studio-Software erfolgen. Das zuletzt genannte Audio-Programm bietet weitere tiefgründige Optionen für die Anpassung des Sounds. Außerdem wird das Sonic-Radar-Tool in der zweiten Generation mitgeliefert, was gegenüber der Vorgänger-Version mit neuen Einstellmöglichkeiten versehen wurde.

Ansonsten bringen die neuen ROG-Boards einen Controller namens KeyBot mit sich, der es ermöglicht, bestimmte Tasten einer angeschlossene Tastatur mit individuellen Funktionen zu belegen. Neben Macro- und Funktions-Keys, können Shortcuts einprogrammiert und Smart Login über eine mitgelieferte Software konfiguriert werden. Abschliessend ist noch die TrueVolt-USB-Besonderheit zu erwähnen: Alle USB-Ports erhalten durch diverse Controller auf dem Mainboard eine konstante, lineare Spannung von fünf Volt. 

Gewohnte Features oder Programme wie MemTwaekIt, Secure Earze, RAMDisk, USB-BIOS-Flashback und die Ai Suite sind ebenfalls mit an Bord. Eine Übersicht über die neuen ROG-Board erhaltet ihr im folgenden Video:

Alle vorgestellten Z97-Mainboards sollen bis zum 11. Mai zum Kauf bereitstehen. Wie die Preise allerdings ausfallen werden, ist bisher noch nicht bekannt. Sofern wir genaue Informationen dazu erhalten, werden wir diesen Absatz entsprechend Updaten.

Mainboards von Asus sind bei Amazon erhältlich.

Kommentare

naja , Asus Like eben !
Ich bin ja immer noch der Meinung das selbst Sandy Nutzer immer noch nicht ausrüsten müssen.
Selbst ein i5-2400 Quad reicht noch Dicke aus wenn man dem ne Fette Graka zur Seite stellt.

geschrieben am 28.04.2014 um 12:54 Uhr

Da hast Du recht. Es verlagert sich doch eigentlich alles mehr und mehr zur Grafikkarte, der Prozessor hat doch kaum noch etwas zu tun.

geschrieben am 28.04.2014 um 15:49 Uhr

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