Feature: Asus Z87-Mainboard-Line-Up enthüllt

Vor wenigen Wochen veranstaltete Asus ein Event in Amsterdam, um das hauseigene Line-Up der kommenden Z87-Mainboards für Intels Haswell vorzustellen. Gezeigt wurden die Standard-Ableger sowie die Modelle der ROG-, TUF- und Workstation-Serie. Wie von Asus gewohnt, kommen alle gezeigten Hauptplatinen mit einer großen Feature-Vielfalt und einer umfangreichen Ausstattung daher. Welche Besonderheiten der Hersteller in den neuen Produkten implementiert und wie die einzelnen Modelle im Gesamten aussehen, haben wir in für euch zusammengefasst.


Haswell steht in der Warteschlange und soll laut Intel selbst, Anfang Juni zur Computex in Taipei vorgestellt werden. Passend dazu, veröffentlicht Asus nun die dazugehörigen Unterlagen in Form der eigenen Z87-Platinen, die den neuen Sockel LGA1150 und Lynx-Point-PCH tragen. Neben den Standard-Ablegern, deren Namenszusatz "P9"nun wegfällt, zeigt der Hersteller Auf dem Event in Amsterdam die kommenden TUF-, ROG- und Workstation-Modelle. Wie das zukünftige Mainboard-Line-Up aufgebaut ist und welche Features Asus implementiert, erfahrt ihr in den folgenden Zeilen. 

Auf unserem Rundgang in der von Asus gewählten Location, führte der Weg zuerst in einen Meeting-Raum, in dem die Standard-Platinen gezeigt wurden. Selbige kommen nicht mehr im gewohnt blauen Design daher, sondern sind nun in einem edel anmutenden Gold-Look gehalten und verzichten auf das P-Kürzel im Produktnamen. Die Baureihe setzt sich aus zahlreichen Ablegern zusammen, deren Oberklasse das Z87-Deluxe bildet. Darunter positionieren sich unter anderem die Modelle mit den Namen "Z87 Pro", "Z87 Plus", "Z87-A" und "Z87-C".  Das Z87I-Deluxe rundet das Portfolio als Mini-ITX-Version ab. Für Workstations sieht Asus das Z87-WS und das P9DWS vor.

Anhand der Einstufung in die Z87-Riege, richten sich die Ausstattung und der Feature-Umfang jeder einzelnen Platine aus. Zu letzterem zählt beispielsweise der neue "Dual Intelligent Prozessor" mitsamt der dazugehörigen "4-Way Optimization". Diese Technologie sorgt je nach Last-Szenario automatisch für ein ausgewogenes Verhältnis von Performance zu Effizienz. Beim Spielen stellt der Rechner daher die maximale Leistung bereit. Wird hingegen auf dem Windows-Desktop gearbeitet, schalten sich die Stromsparmechanismen hinzu, um möglichst wenig Strom zu verbrauchen. Ein Asus-eigener Chip ermöglicht der Hauptplatine sogar, einzelne Controller abzuschalten. Nicht benötigte USB- oder SATA-Ports werden damit dynamisch in den Ruhemodus versetzt. Ein weiterer Bestandteil der 4-Way Optimization ist ein spezieller CPU-Fan-Header, der ermöglicht 3-Pin-Lüfter zu steuern. Der vierte Pin am Anschluss wird dabei mechanisch überbrückt, sodass ein lautes Anlaufen beim Einschalten des Systems entfällt.

Galerie: Z87-Präsentations-Folien

Zu den weiteren Besonderheiten der neuen Z87-Mainboards zählt ein überarbeitetes UEFI-BIOS, das in frischem Look erstrahlt und noch einfacher zu bedienen sein soll als die Vorangegangenen. Ein neuer EZ-Mode ermöglicht weniger technisch versierten Nutzern einen simpleren Einstig ins System-Tuning und -Monitoring. Im Advanced-Setup finden sich hingegen Möglichkeiten, Shortcuts und Favoriten anzulegen. Außerdem darf der Nutzer Notizen niederschreiben und kann anhand einer History nachvollziehen, welche Einstellungen zuletzt getätigt wurden.

The Ultimate Force

Weniger überraschend fiel die Vorstellung des TUF Sabertooth Z87 aus, da aus rein optischer Sicht kaum Unterschiede zum aktuellen LGA1155-Ableger zu erkennen sind. Nichtsdestotrotz kann Asus dennoch einige Neuerungen unterbringen, die die Platine noch widerstandsfähiger gegen eine hohe Beanspruchung machen. Zum einen wäre die überarbeitete Thermal Armor zu erwähnen, die neuerdings über eine Funktion zur Justierung des Luftstroms unterhalb der Abdeckung verfügt. So kann der Nutzer die Kühlung der jeweiligen Bauteile des Mainboards unterhalb der schützenden Hülle in einem gewissen Maß beeinflussen. Zum anderen bestückt Asus den neuen Sabertooth-Spross mit einer schweren Backplate, die nicht nur der zusätzlichen Kühlung dient, sondern auch die Stabilität des PCBs erhöhen soll. Die Metall-Platte hört auf den Namen "Fortifier" und kann bei einer Belastung von bis zu zehn Kilogramm zuverlässig vor einem Verbiegen des Mainboards schützen.

Die Dust-Defender-Funktion ist beim neuen Sabertooth-Ableger ebenso wie beim Vorgänger zu finden. Dabei handelt es sich schlichtweg um RAM-Dummies und Schutz-Abdeckungen für die nicht genutzten Ports im Bereich der SATA-Konnektoren und des I/O-Panels.

Als ein kleines Highlight der TUF-Präsentation ist die Enthüllung des Gryphon zu werten. Mit diesem Mainboard erweitert Asus die Sabertooth-Riege um einen lange fälligen Micro-ATX-Ableger. Anders als bei dem ausgewachsenen Schwestermodell, verzichtet der Hersteller ab Werk auf die Thermal Armor, bietet selbige jedoch in einem optional erhältlichen Kit an.

Galerie: TUF-Präsentations-Folien

Die üblichen Features der TUF-Serie wie beispielsweise die hochwertigen Komponenten im Bereich der Spannungswandler und die garantierte, getestete Stabilität im Betrieb unter widrigsten Bedingungen, gehören logischerweise auch bei der neusten Generation dazu.

Republic Of Gamers

Neben den Standard-Platinen in Gold und der TUF-Baureihe, konnte Asus in Amsterdam die mittlerweile sechste Generation der Maximus-Serie vorzeigen. Drei ROG-Modelle durften die Journalisten vor Ort begutachten: Die Speerspitze bildet wie gewohnt die Extreme-Version, die sich bekanntlich an professionelle Übertakter sowie High-End-Fetischisten richtet und dementsprechend umfangreich ausgestattet ist.

Zu den interessantesten Neuerungen gegenüber dem Vorgänger zählen die neuen Chokes und Kondensatoren sowie ein externes Gerät zum Übertakten namens "OC Panel". Die Steuerung lässt sich einerseits neben einem offenen Testaufbau platzieren oder in einem 5,25-Zoll-Einschub direkt im Rechner integrieren. Die Übertakter-Fernbedienung muss direkt mit dem Mainboard verbunden werden, kann aber auch Asus-Grafikkarten ansteuern und wartet mit einer Vielzahl weiterer Funktionen auf, die das Overclocking, Tuning und Monitoring vereinfachen sollen.

Neben dem Maximus VI Extreme, war das Maximus VI Gene im Micro-ATX-Format zu sehen, welches für platzsparende Gaming-Systeme entwickelt wurde und eher die aktiven Besucher von LAN-Partys ansprechen dürfte. Diese Platine bietet ebenfalls neuartige Features, und positioniert sich ganz klar weit unterhalb des Extreme-Spross. Wer jedoch eine günstige Alternative zum Gene sucht und den ATX-Formfaktor bevorzugt, wird mit dem gänzlich neuen Hero seine Freude haben. Letzteres bietet die für Mainstream-Spieler essentiellen Bestandteile eines Gaming-Mainboards. Damit will Asus den bisher nicht bekannten Preis in einen vergleichsweise niedrigen Bereich drücken. Nichtsdestotrotz integriert der Hersteller einen hochwertige Spannungs- und Stromversorgung, die sehr gute SupremeFX-Sound-Lösung und diverse Overclocking-Optionen, um ein Maximum aus dem System herausholen zu können. Für eine Dual-SLI- oder Crossfire-Konfiguration mit einer x8/x8-Anbindung, ist das Hero ebenfalls gerüstet.

Die bereits von der noch aktuellen Vorgänger-Familie bekannte mPCI-Express-Combo-Karte erhielt ein Update und funkt ab sofort mit dem aktuellsten WiFi-Standard 802.11ac in 2,5 sowie 5,0 Gigahertz und Bluetooth 4.0. Auf der Kehrseite können kompakte SSDs eingebaut werden. Hierbei legt der Hersteller Wert auf einen modernen Sockel.

Galerie: ROG-Präsentations-Folien

Für Spieler dürfte das Audio-Feature "Sonic Radar" interessant sein, da mit dieser Software Geräusche in diversen Games automatisch verstärkt werden, um so beispielsweise die Schritte Gegner schneller zu hören und Schüsse einfach lokalisieren zu können. Eine optisch sichtbare Overlay-Einblendung hilft bei der Orientierung und sorgt so für einen Vorteil, gerade in hektischen Ego-Shootern.

Mit den gezeigten Produkten kann Asus bereits jetzt, vor dem offiziellen Launch von Haswell, eine beachtliche Zahl an Hauptplatinen vorweisen - dabei präsentierte das Unternehmen lediglich die Ableger mit dem Lynx-Point-Chip Z87. Selbige dürften einen Großteil des mittleren sowie hohen Preisbereichs abdecken und damit genügend Alternativen für potenzielle Käufer darstellen, auch wenn sich der Hersteller weder zu den anstehenden Kosten noch dem Erscheinungsdatum äußerte.

Obwohl wir bereits viele Features der jeweiligen Modellreihen aufzählen durften, stehen einige Eigenschaften und Besonderheiten noch unter NDA, sodass nach der Ablauf der Sperrfrist weitere nützliche Funktionen ans Tageslicht kommen werden. 

Kommentare

Die goldenen Bretter werden stark polarisieren, sehr
stark.

Ich mags! :)

geschrieben am 16.05.2013 um 11:36 Uhr

Aha,MSI macht einen auf ASUS,Gigabyte einen auf Biostar und ASUS jetzt auf ECS.
Können die nicht bei ihren üblichen Farben bleiben,die bringen einen ja ganz durcheinander. ;)

Ich werde auch nicht wechseln,mein Sandy 2700K reicht mir noch ganz dicke für alles.

geschrieben am 16.05.2013 um 11:45 Uhr

die goldenen sind auf jeden fall alles andere als unauffällig^^

geschrieben am 16.05.2013 um 15:28 Uhr

Mit dem Gold sieht es richtig edel aus.

geschrieben am 16.05.2013 um 18:08 Uhr

erinnert mich ja sehr stark an mein Board. ich meine aber, das diese Goldnouce von Asus ein stück hässlicher aussieht(liegt vllt aber auch an den Bildern).

Und ich die Ram Bänke sind in schwarz schöner.

geschrieben am 17.05.2013 um 14:59 Uhr

erinnert mich ja sehr stark an mein Board. ich meine aber, das diese Goldnouce von Asus ein stück hässlicher aussieht(liegt vllt aber auch an den Bildern).

Und ich die Ram Bänke sind in schwarz schöner.

geschrieben am 17.05.2013 um 14:59 Uhr

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