Feature: Asus X99-Mainboards für Haswell-E im Überblick

Asus hielt für die heutige Haswell-E-Vorstellung bereits Mitte dieses Monats ein Technical-Seminar in London ab, um die kommenden X99-Mainboards für die High-End-Prozessoren vorzustellen. Dabei wurden nicht nur neue Platinen gezeigt, sondern auch deren Features und eine OC-Besonderheit, die derzeit Hersteller-exklusiv ist. Welche Highlights das X99-Deluxe, X99-Pro, X99-A und X99-WS sowie das Rampage V Extreme mitbringen, soll euch dieser kurze Artikel näherbringen.


Kurz vor der Gamescom konnten Journalisten aus aller Welt am Technical Seminar von Asus in London teilnehmen. Auf dem Event wurden die neuen X99-Platinen sowie deren Features gezeigt. Zur Einführung der modernen Plattform stehen drei Intel-Prozessoren und fünf Hauptplatinen von Asus bereit. Zwar befindet sich darunter eine ROG-Variante, auf ein TUF-Modell verzichtet der Hersteller allerdings. 

Neben dem neuen Sockel LGA2011-V3 und der erstmaligen Implementierung von DDR4 sorgt Asus für weitere Innovationen und Features, die aber teilweise aus der Z97-Riege übernommen wurden. Was genau die verschiedenen X99-Ableger bieten, zeigen die folgenden Zeilen.

Standard-Modelle

In einem völlig neuen Design kommen die drei Standard-Ableger aus Asus X99-Riege daher. Die Speerspitze bildet dabei das gänzlich schwarz gehaltene Deluxe-Modell, das mit weißen Akzenten glänzt. Gegenüber dem X79-Pendant kann die neue Platine natürlich mit dem überarbeiteten Sockel und acht DDR4-RAM-Bänken aufwarten. Hinzu kommt, dass die aufgelöteten PCI-Express-Steckplätze endlich offiziell dem 3.0-Standard entsprechen. Asus erleichtert die Bestückung bei einer Multi-GPU-Konfiguration allerdings durch den sogenannten "HW Indicator". Dabei handelt es sich um eine Lösung, bei der der Nutzer über LEDs angezeigt bekommt, wo die Grafikkarten eingesteckt werden müssen. Zuvor gehört über einen Switch ausgewählt, ob zwei oder drei VGAs zum Einsatz kommen sollen. Damit ist sichergestellt, dass bei SLI- oder Crossfire-Systemen stets die korrekten Steckplätze bestückt sind. 

Ansonsten kann das X99-Deluxe mit einer Erweiterungsplatine aufwarten, die drei zusätzliche Fan-Header samt Temperatursensor-Anschlüssen bereitstellt. Diese können laut Asus zwei Ampere verkraften und eignen sich damit auch für den Anschluss einer Wakü-Pumpe wie beispielsweise EKWBs DCP-4.0. 

Auf dem X99-Deluxe verbaut der Hersteller erstmals eine Wi-Fi-Karte, die den schnellen AC-Standard unterstützt. Damit sollen mit passenden Endgeräten bis zu 1.300 Megabit pro Sekunde übertragen werden können.

Bereits bekannt von den Z97-Pendants und nun auch bei den X99-Modellen zu finden, ist "Dual Intelligent Process 5". Darunter vereint Asus die Turbo App, Fan Xpert 3, TPU, EPU und Digi+ Power.

Unter dem X99-Deluxe reihen sich das X99-Pro und das X99-A ein. Letzteres bildet zur Einführung der Haswell-E-Prozessoren das Einstiegsmodell im Segment und muss dementsprechend auf diverse Features verzichten. Auch wird der Hersteller eine Workstation-Version zum Start bereithalten, die in Sachen Ausstattung dem X99-Deluxe nahe kommt.

Republic Of Gamers

Als einziges Mainboard der Republic-Of-Gamers-Riege war das Rampage V Extreme auf dem Event in London zu sehen. Dieses Modell soll bereits zum Launch von Haswell-E verfügbar sein und massive OC-Features offerieren. Zu einem Teil der Besonderheiten zählen unter anderem das beiliegende OC-Panel und die bereits vormontierte Wi-Fi-Karte mit AC-Technik. Der SurpremeFX-Onboard-Sound erhielt ebenfalls ein Update und ist mit ELNA-Kondensatoren ausgestattet. Asus implementiert zudem zwei SATA-Express-Ports und eine M.2-Schnittstelle für passende SSDs mit 60, 80 oder 110 Millimeter Länge.

Die Kühllösung erhielt ebenfalls eine Aktualisierung: In dem stylischen Alu-Block nahe des CPU-Sockels verbirgt sich erneut eine Heatpipe, die allerdings diesmal direkt auf den MOSFETs aufliegt.

Bei den Spannungswandlern legte Asus ebenso Hand an. So sind nun All-In-One-MOSFETs verbaut, die die Driver-, High- sowie Low-Side-Chips in einem verbinden. Der Hersteller nennt das Resultat PowlStage. Auch die Chokes wurden überarbeitet und können durch eine feinere Struktur unter anderem effizienter als gewöhnliche Drosseln arbeiten.

Übertakter dürften sich über zwei neue Buttons im OC-Bereich am oberen rechten Rand der Platine freuen: Der Safe-Boot-Button lässt den einfachen und stabilen Zugang zum BIOS zu. Einen ähnlichen Effekt hat auch der Retry-Taster, der gerade beim Extreme-Overclocking hilfreich sein dürfte. Laut Asus entfällt dadurch das kurze Entfernen vom Strom, um wieder ins UEFI zu gelangen.

Ansonsten bietet das Rampage V Extreme bekannte Features wie den LAN-Guard, den KeyBot, RAMDisk, SSD Secure Erase und Game First III.

OC-Socket / X-Socket II

Ein Feature unterscheidet allerdings alle Asus X99-Mainboards von der Konkurrenz: Der LGA2011-V3 des Herstellers bietet in der eigenen Version zirka 60 Pins mehr als Intels Vorgabe, sodass höhere Spannungen für die CPU-Cores und den Speicher bereitstehen. Gerade Extrem-Übertaktern kommt dies zugute, da die maximale Voltage höher ausfallen kann und stabil bleibt.

Asus entwickelte die eigene Version des Sockel LGA2011-V3 zusammen mit Foxconn und kann diese Lösung vorerst sechs Monate exklusiv anbieten.

Ein Test zum Core i7-5960X und dem Rampage V Extreme können wir in Kürze nachliefern. Dann werden sicherlich auch die Preise der einzelnen Komponenten feststehen.

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