Test: Thermalright Silver Arrow
Thermalright Silver Arrow im Detail
Thermalright liefert ihren neuen Kühler in einer schlicht gestalteten Verpackung aus, welche rundum nur mit sporadischen Informationen zum Kühler bedruckt ist. Darin befindet sich eine üppige Polsterung aus Schaumstoff, welche den Kühler sowie die zwei mitgelieferten Lüfter gut vor etwaigen Beschädigungen schützt. Das Zubehör wartet in einer separaten Pappbox auf seinen Einsatz. Enthalten ist eine ausführliche und bebilderte Anleitung, das nötige Montagematerial, eine Tube Thermalright „The Chill Factor 3“ Wärmeleitpaste, vier Lüfterklammern, mehrere Entkopplungspads und ein Aufkleber. Desweiteren befinden sich auch zwei hauseigene TY-140-Lüfter im Lieferumfang.
Der Hersteller setzt bei diesem Kühler auf das gleiche Grundgerüst wie der weiterhin angebotene Cogage Arrow. So offenbart sich der Thermalright Silver Arrow ein weiteres Mal als typischer Twin-Tower Kühler. Unzählige feine Lamellen reihen sich in sehr knappen Abständen aneinander und ergeben so eine riesige Kühlfläche. Im Gegensatz zu den bisherigen Thermalright-Produkten sind diese leider nur gesteckt und nicht verlötet. Damit sich die Lamellen nicht aus Versehen lösen, wurden die obersten bzw. untersten Lamellen mit etwas Kleber fixiert. Beim Blick auf die Kühlkörper wird auch schnell klar, woher der Name „Silver Arrow“ entspringt. So besitzen die Lamellen mehrere Ausläufer, welche selbige wie einen Pfeil wirken lassen. Diese sind wie beim Thermalright Ultra-120 oder auch Venomous X um einige Grade umgeknickt, um die Luft effektiver durch die Lamellen zu leiten. Verteilt wird die Hitze durch vier 8 Millimeter dicke Wärmeleitröhrchen, welche mit einem Boden aus vernickeltem Kupfer verbunden sind. Bei letzterem verfolgt Thermalright seine ganz eigene Politik und formt diesen leicht konvex. Dadurch soll der Druck optimal auf die Mitte des Heatspreaders konzentriert werden, doch führt der gewölbte Boden bei planen IHS oftmals zu einem eingeschränkten Kontakt.
| Hersteller | Thermalright |
|---|---|
| Name | Silver Arrow |
| Maße (BxHxT) | 123x160x147mm |
| Gewicht | 825g |
| Lüfterdurchmesser | 120 & 140mm |
| Heatpipes (Durchmesser) | 4 (8mm) |
| Kompatibilität | Intel LGA 775 & LGA 1366 & LGA1156; AMD Sockel AM2(+) & AM3 |
| Preis | 66.98€ |
Verarbeitung und Qualität
Bei der Qualität muss man leichte Abstriche zu bisherigen Produkten von Thermalright hinnehmen, was aber keinesfalls bedeuten soll, dass diese schlecht ist. Alle Lamellen wurden sauber gestanzt und weisen durch die seitlichen Abstandhalter den gleichen Abstand auf. Trotz der Tatsache, dass die Finnen nur gesteckt wurden, lassen sie sich nur äußerst schwer verschieben. Im Gegensatz zum Cogage Arrow, auf dem der hier getestete Kühler nunmal basiert, ist der Thermalright Silver Arrow vollständig vernickelt worden und weißt so eine deutlich ansprechendere und edlere Optik auf. Der Kühler glänzt an allen Ecken und Enden und wirkt so deutlich hochwertiger als sein Genosse. Auch die Heatpipeenden wurden nun mit Abschlusskappen verdeckt.
Montage
Die Montage für Intel wurde unverändert vom Thermalright HR-02 übernommen. Eine Universal-Backplate aus Metall gibt dem Kühler eine stabile Grundlage. Mit dieser verschraubt wird ein Halterahmen, der Kühler selbst wird mit einem weiteren Bügel verschraubt. Dank der fest montierten Schrauben am Haltebügel verläuft die Montage trotz des wuchtigen Kühlkörpers relativ einfach und schnell ab. Auch hier wieder zu finden ist der sogenannte „Pressure Nob“, welcher in der Mitte des Haltebügels sitzt. Durch diesen kann der Anpressdruck laut Thermalright von 40-70lbs selbst eingestellt werden. Vorweg sei allerdings schon verraten, dass zumindest in unserem Testsystem keinerlei Temperaturvorteil durch den voll angezogenen „Pressure Nob“ zu beobachten war. Alle Tests liefen dabei mit voll angezogener Schraube ab.
Des Weiteren liegt für AMD-Systeme eine weitere Backplate samt Haltebügel und gefederten Schrauben bei. Die Installation verläuft hierbei jedoch ungleich komplizierter, müssen die vier Halteschrauben doch einzeln mithilfe des beigelegten Schraubenschlüssel festgezogen werden.
Der/die Lüfter werden mit Bügeln an die zwei Kühltürme geklemmt. Auch dies hat man zum alten Vorgänger, dem IFX-14, etwas verbessert: Die Metallklammern werden nun in passende Löcher in den Lamellen gesteckt und können sich von selber nicht mehr lösen. Eine Installation des/der Lüfter/s ist so relativ einfach. Die mitgelieferten Klammern eignen sich hierbei sowohl für 120- als auch 140-Millimeter-Lüfter. Wer will, kann zuvor noch die mitgelieferten Entkopplungspads auf den Kühlkörper kleben.






Prozessorkühler durchlaufen bei uns einen umfangreichen Testparcour, in welchem sie sowohl mit den mitgelieferten als auch von uns ausgewählten Lüftern ihre Leistung unter Beweis stellen müssen ...