Test: Thermalright Archon
Thermalright Archon im Detail
Der Thermalright Archon wird, wie bei Thermalright eben üblich, in einem schlichten, braunen Karton ausgeliefert. Auf der Verpackung aufgedruckt befinden sich dick und fett die Kühlerbezeichnung auf der Seite sowie das vertraute Logo vom Hersteller oben. Öffnet man die Schachtel, wird einem als allererstes die absolut vorbildliche Polsterung auffallen. Der gesamte Inhalt ist mit passgenau zugeschnittenem Schaumstoff eingefasst und so vor Beschädigungen geschützt. Das Zubehör, bestehend aus Montagematerial für Intel- und AMD-Systeme, Halteklammern für die Lüfter, einem 140-Millimeter-Lüfter, Antivibrationsstreifen, Wärmeleitpaste und Maulschlüssel, findet sich in einer eigenen, separaten Schachtel. Eine bebilderte Anleitung liegt ebenfalls bei.
Direkt nach dem Auspacken fällt neben der geringen Tiefe des Kühlers auch seine enorme Breite sowie Höhe auf. So konnte Thermalright beim Archon, verglichen mit dem Venomous X, zwar gut einen Zentimeter in der Tiefe einsparen, bei den restlichen Ausmaßen übertrumpft man viele Kühler allerdings deutlich. Dementsprechend werden auch Lüfter mit 140 Millimeter Impellergröße empfohlen, welche bisher nur bei relativ wenigen Kühlern zum Einsatz kommen.
Auch die gestufte Oberfläche der Lamellen springt direkt ins Auge und beschert dem Thermalright Archon eine durchaus ansprechende und interessante optische Erscheinung. Durch die geringe Tiefe wurden die Heatpipes in zwei Reihen der Länge nach angeordnet und ziehen sich so durch den gesamten Kühlkörper - beste Voraussetzungen also für eine gleichmäßige Wärmeverteilung. Der Boden wurde auf hochglanz poliert und in einer Achse leicht konvex geschliffen. Dadurch soll der Anpressdruck direkt über dem Die des Prozessors zentriert werden.
| Hersteller | Thermalright |
|---|---|
| Name | Archon |
| Maße (BxHxT) | 155x170x53mm |
| Gewicht | 806g |
| Lüfterdurchmesser | 120 & 140mm |
| Heatpipes (Durchmesser) | 6 (6mm) |
| Kompatibilität | Intel LGA 775 & LGA 1366 & LGA1156; AMD Sockel AM2(+) & AM3 |
| Preis | 49.95€ |
Verarbeitung und Qualität
Auch heute noch kann Thermalright mit ihrer Paradedisziplin, der Qualität, glänzen. Angesichts der Preise darf man dies aber auch erwarten und sich über ein perfekt verarbeitetes Gesamtpaket freuen. Die Lamellen werden bei Thermalright mit den Heatpipes verlötet und zudem noch an den Seiten ineinander verhakt, was dem ganzen Kühlkörper eine hohe Stabilität verschafft. Der Kühlerboden wurde, wie bereits erwähnt, auf hochglanz poliert.
Montage
Die Montage für Intel wurde unverändert vom Thermalright HR-02 übernommen. Eine Universal-Backplate aus Metall gibt dem Kühler eine stabile Grundlage. Mit dieser verschraubt wird ein Halterahmen, der Kühler selbst wird mit einem weiteren Bügel verschraubt. Dank der fest montierten Schrauben am Haltebügel verläuft die Montage trotz des wuchtigen Kühlkörpers relativ einfach und schnell ab. Auch hier wieder zu finden ist der sogenannte „Pressure Nob“, welcher in der Mitte des Haltebügels sitzt. Durch diesen kann der Anpressdruck laut Thermalright von 40-70lbs selbst eingestellt werden. Vorweg sei allerdings schon verraten, dass zumindest in unserem Testsystem keinerlei Temperaturvorteil durch den voll angezogenen „Pressure Nob“ zu beobachten war. Alle Tests liefen dabei mit voll angezogener Schraube ab.
Des Weiteren liegt für AMD-Systeme eine weitere Backplate samt Haltebügel und gefederten Schrauben bei. Die Installation verläuft hierbei jedoch ungleich komplizierter, müssen die vier Halteschrauben doch einzeln mithilfe des beigelegten Schraubenschlüssel festgezogen werden.
Der/die Lüfter werden mit Bügeln festgeklemmt. Die Metallklammern werden dafür in passende Löcher in den Lamellen gesteckt und können sich von selber nicht mehr lösen. Eine Installation des/der Lüfter(s) ist so relativ einfach, jedoch geht das Einhaken beim mitgelieferten Lüfter etwas fummelig von der Hand. Die mitgelieferten Klammern eignen sich hierbei sowohl für 120- als auch 140-Millimeter-Lüfter. Wer will, kann zuvor noch die mitgelieferten Entkopplungspads auf den Kühlkörper kleben.






Alle Grafikkarten werden auf ein und demselben Testsystem getestet. Anhand eine umfangreichen Auswahl an reproduzierbaren Benchmarks können wir die Leistung jeder einzelnen VGA genau bestimmen ...