Test: Thermalright Silver Arrow SB-E CPU-Kühler

Thermalright Silver Arrow SB-E im Detail

Der Silver Arrow SB-E kommt in einer schlicht gestalteten Pappbox zum Kunden, auf welcher nur die nötigsten Informationen aufgedruckt sind. Der Kühler selbst ist durch einen großzügigen Schaumstoffeinsatz vor Stößen geschützt. Der Kühlkörper, die Lüfter und das Zubehör sind jeweils separat verstaut. Als weiterer Lieferumfang liegen ein Y-Adapter, eine Tube "Chill Factor 3"-Wärmeleitpaste, drei paar Montageklammern, ein Schraubenschlüssel, Antivibrations-Pads, eine Anleitung, sowie das passende Montagematerial bei.

Hält man den Kühler nach dem Öffnen in der Hand, so stechen einige Unterschiede zum Vorgänger ins Auge: Die vernickelten Aluminium-Lamellen sind in einem dreistufigen Design angeordnet, sodass sich die Form des Kühlers am Luftstrom der Lüfter zu orientieren scheint. Die beiden Kühltürme liegen nun dichter beieinander. Damit finden 26,5 Millimeter dicke Lüfter gerade genug Platz dazwischen. Die Kühltürme sind nun ebenfalls ein wenig schmaler. Außerdem kommen weniger Lamellen mit einem größeren Abstand untereinander zum Einsatz (51 anstatt 55), sodass in der Theorie eine bessere Performance bei langsameren Lüftern zu erwarten ist als beim Vorgänger:

Desweiteren fallen sofort die zahlreichen Heatpipes auf, bei denen das Ende jeweils mit einer Kappe abgedeckt und verziert wurde. Beim Vorgänger hingegen kamen noch vier Heatpipes zum Einsatz. Bei dem Silver Arrow SB-E verdoppelte sich die Anzahl nun: Anstatt der dicken 8-Millimeter-Heatpipes finden nun solche mit einem Durchmesser von 6 Millimetern ihren Platz in den Finnen.

Außerdem gibt es noch einen weiteren, interessanten Unterschied: Durch die zahlreicheren Heatpipes vergrößert sich die Bodenplatte deutlich. Das hat zur Folge, dass der Kühler auf CPUs mit großen Heatspreadern wie Sandy-Bridge-E einen theoretischen Vorteil aufweist. Auf kleineren Prozessoren wie allen LGA-1155-Ablegern,  bildet die Bodenplatte des Kühlers allerdings im äußeren Bereich keinen Kontakt zur CPU, wodurch die Effizienz in der Theorie verschlechtert würde. Dieser Effekt sollte allerdings dadurch relativiert werden, dass sämtliche Heatpipes mit der kupfernen Bodenplatte verlötet sind. Demnach soll trotzdem eine gute Wärmeverteilung innerhalb der kupfernen Bodenplatte gewährleistet sein. Wie bei vielen anderen Thermalright Kühlern sind die Lamellen am Rand leicht gebogen, was dem Luftstrom und der Hitzeabgabe allem Anschein nach zu Gute kommt.

Verarbeitung und Qualität

Die Qualität des neu aufgelegten Silver-Arrow-Spross ist insgesamt betrachtet sehr gut. Allerdings wurde im Gegensatz zu älteren Thermalright-Kühlern auf eine Verlötung und Verbindung der Lamellen untereinander verzichtet. Durch die gebogenen, spitzen Enden der Lamellen sind selbige etwas anfälliger für versehentliche Verformungen.

Montage

Die Montage orientiert sich nicht an der des alten Silver Arrows, sondern ähnelt stark der des True Spirit 120/140 und des HR-02 Macho. Es kommt also für AMD und Intel ein und dasselbe Montagezubehör zum Einsatz. Etwas schade finden wir den Verzicht auf massive Rändel-Schrauben, wie man sie vom alten Montagekit kennt. Diese hätten dem Komfort und dem subjektiven Qualitätseindruck gut getan. Außerdem werden unnötig viele Einzelteile verwendet. Die genannten Punkte sind allerdings Kritik auf hohem Niveau, da frühere Thermalright-Kühlern in punkto Montage zu verwöhnen wußten.

Das Montagekit ist ansonsten hochwertig und macht einen stabilen Eindruck. Eine universale Backplate dient dem Kühler als massive Grundlage. Damit wird auf der Vorderseite des Mainboards mittels Abstandshalter ein Montagerahmen verschraubt. Nachdem die Wärmeleitpaste aufgetragen und der Kühler platziert wurde, erfolgt dessen Befestigung nun mittels einer Montagebrücke und zweier Schrauben am Montagerahmen.

Die Lüfteranbringung an den zwei Kühltürmen erfolgt mittels zweier Bügel pro Ventilator. Die Metallklammern werden nun allerdings nicht mehr in passende Löcher in die Lamellen gesteckt, sondern stattdessen in vorgefertigte Aussparungen eingehakt. Das Anbringen der Lüfter kann sich in eingebautem Zustand im Gehäuse jedoch etwas fummelig gestalten. Es liegen ein Paar Klammern für den großen TY-150-Lüfter und zwei Klammerpaare für die kleineren TY-140-Lüfter oder andere Ventilatoren mit 120-Millimeter-Bohrungen bei. Bei Bedarf kann also auch ein weiterer TY-141-Lüfter montiert werden. Alternativ wäre eine Montage von zwei 120-Millimeter-Lüftern möglich. Die mitgelieferten Klammern eignen sich leider nicht für herkömmliche 140-Millimeter-Modelle. Wer möchte, kann vor dem Anbringen der Lüfter noch die mitgelieferten Entkopplungs-Pads auf den Kühlkörper kleben. Mittels des ebenfalls beigelegten Y-Adapters lassen sich zwei Propeller an einem Anschluss betreiben.

Technische Daten
HerstellerThermalright
NameSilver Arrow SB-E
Maße (BxHxT)155x167x104mm
Gewicht760g
Lüfterdurchmesser140/150mm
Heatpipes (Durchmesser)8 (6mm)
KompatibilitätAMD: AM2, AM2+, AM3, AM3+, FM1; Intel LGA: 775, 1155, 1156, 1366, 2011
Preis64.99€


Inhaltsverzeichnis

  1. Thermalright Silver Arrow SB-E CPU-Kühler
  2. Thermalright Silver Arrow SB-E im Detail
  3. So testet PC-Max
  4. Serienlüfter im Überblick
  5. Ergebnisse mit Serienlüfter
  6. Ergebnisse mit einem Referenzlüfter
  7. Ergebnisse mit zwei Referenzlüftern
  8. Fazit

Kommentare

...wenn die Lüfter nur nicht so hässlich wären... :)

geschrieben am 01.05.2012 um 19:46 Uhr

also ich find...iwie haben die was... ;) ^^

geschrieben am 01.05.2012 um 20:08 Uhr

Geschmackssache - gibt aber sicher auch Systeme in die die super passen :)

geschrieben am 01.05.2012 um 20:17 Uhr

machste halt andere dran^^

geschrieben am 01.05.2012 um 20:55 Uhr

Würde dann aber wieder locker 20-30€ mehr kosten - keine Option, wenn andere Kühler ähnliche Werte und bessere Optik zum gleichen Preis bieten :)

geschrieben am 02.05.2012 um 13:26 Uhr

Ja da haste auch wieder recht^^

geschrieben am 02.05.2012 um 13:37 Uhr

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