Vergleich: High-End-Prozessorkühler

Scythe Mugen 2 Rev.B

Scythe - ein Name, der immer wieder in allen möglichen Kühlerempfehlungen auftaucht. Die in Japan ansässige Firma gehört schon seit ihrer Gründung im Jahre 2002 zu einer der Größen unter den weltweiten Kühlerherstellern und mit dem Mugen (in den Anfangszeiten noch Infinity) hatte Scythe schon damals der Konkurrenz das Fürchten gelehrt. Doch auch die besten Kühler kommen irgendwann in die Jahre und so wurde auch der Mugen mittlerweile mehrfach überholt. Ansporn genug, einen Nachfolger zu entwickeln, welcher in die großen Fußstapfen seines erfolgreichen Ahnen treten soll - der Mugen 2 erblickte das Licht der Welt. Doch hat er wie sein Vorgänger alles Nötige um genauso erfolgreich zu werden?

Der Kühler im Überblick

In gewohnt auffällig gestalteter Verpackung präsentiert sich der Mugen 2 in typischer Scythe-Manier und zeigt mittels zahlreicher Bilder alle interessanten Eigenschaften des neuen Sprösslings. Durch vier Pappwinkel zwischen den Lamellen wird einem Verbiegen selbiger effektiv entgegengewirkt, der Boden wird durch eine Schutzfolie gegen Kratzer geschützt. Hat man den Kühler nebst beiliegendem Lüfter aus seiner Verpackung gehoben, findet sich eine separate kleine Kartonage, gefüllt mit Montagematerial, Lüfterklammern, einem kleinen Säckchen Wärmeleitpaste und einer Montageanleitung.

Scythe hat sich beim Mugen 2 nicht lange mit aufwendigen Lamellendesigns, besonderen Heatpipetechniken oder Ähnlichem aufgehalten. Auch die Anzahl der kleinen Kapilarröhrchen hat sich im Vergleich zu seinem Vorgänger nicht verändert. Doch was macht den eckigen Klotz dann so besonders? Die Antwort ist eigentlich sofort ersichtlich, denn im Gegensatz zu allen anderen Herstellern ziehen sich beim Mugen 2 die Lamellen nicht einfach von einer Seite zur anderen, nein, sie sind alle paar Zentimeter unterbrochen. Ab und an noch verbundene Lamellen verhindern ein Verbiegen der ganzen Konstruktion.

Auch die Heatpipes wurden etwas anders verlegt und so entstehen fünf kleine Kühltürmchen, welche zusammen den gesamten Kühlkörper bilden. Das soll dem Kühler das nötige Leistungsplus verschaffen, um sich gegen seine Kontrahenten durchzusetzen. Scythe scheint von dieser Idee sogar so überzeugt zu sein, dass gleich weitere Kühler im Sortiment überarbeitet und mit jenem neuen Lamellendesign ausgestattet worden sind. An dieser Stelle aber zurück zum Mugen 2. Nachdem wir uns jetzt umfassend mit den eigentümlichen Lamellen beschäftigt haben, gehen wir nun die Sache von unten an. Die Kontaktfläche ist ein weiteres Mal exzellent verarbeitet, plan und auf Hochglanz poliert. Direkt darüber sitzt ein weiterer Kühlkörper und füllt den Raum zwischen der Bodenplatte den ersten Lamellen.

Technische Daten
HerstellerScythe
NameMugen 2 Rev.B
Maße (BxHxT)155x130x100mm
Gewicht738g
Lüfterdurchmesser120mm
Heatpipes (Durchmesser)5 (6mm)
KompatibilitätIntel Sockel 478 & LGA 775 & LGA 1156 & LGA 1366; AMD Sockel K8 & Sockel AM2(+) & AM3
Preis34.89€

Verarbeitung und Materialgüte

Bei Scythe war man von Anfang an bemüht, sich in Punkto Qualität kontinuierlich zu verbessern und so hat man in den letzten Jahren doch einen vergleichsweise hohen Standard erreicht. Verglichen mit den anderen Kühlern in diesem Roundup sind die Lamellen zwar etwas dünner und labiler, aber machen durch sauber eingehaltene Abstände und festem Sitz trotzdem einen guten Eindruck. Neuerdings schöpft auch Scythe die Vorteile eines vernickelten Kupferbodens aus und verhindert durch die silbrige Legierung ein Oxidieren des blanken Kupfers. Eine zusätzliche optische Aufwertung erfährt der Mugen 2 durch kleine Hülsen, welche die Heatpipeenden abdecken.

Montage

Auch bei der Montage geht Scythe neue Wege, was aber nicht nur positive Eigenschaften mit sich bringt. Aber lasst uns erst einmal mit den Verbesserungen beginnen. Weiterhin erfreulich ist die hohe Kompatibilität, aufbauend auf einer universell einsetzbaren Backplate. Dazu gesellen sich natürlich auch die zugehörigen Montagebügel, welche mit der Bodenplatte des Kühlers verschraubt werden. Der Kühler kann also auf allen für Intel und AMD geeigneten Mainboards verschraubt werden, eine ebenso aufwendige wie sichere Art der Montage.

Damit sind wir allerdings schon am Ende angelangt, denn ab hier beginnt der etwas ungemütlichere Teil. Zwar muss bei der Revision B nicht mehr die Prozessorhalterung des Sockels demontiert werden, wie es bei der alten Version noch üblich war, jedoch muss die Backplate nun von Hand gehalten werden. Ab diesem Punkt wäre nun eine dritte Hand sehr hilfreich, denn der Kühler muss jetzt von unten mit dem Mainboard verschraubt werden, was alles andere als komfortabel ist. Der letzte Schritt, das Anbringen des/der Lüfter/s, geht dafür wieder vergleichsweise einfach durch die bewährten Klammern.

Der Mugen II Rev.B lässt sich bei Amazon günstig erwerben. Weiteren Prozessorkühler von Scythe werden beim Online-Versandhaus natürlich auch angeboten.


Inhaltsverzeichnis

  1. High-End-Prozessorkühler
  2. Thermalright Venomous X
  3. EKL Alpenföhn Matterhorn
  4. Scythe Mugen 2 Rev.B
  5. Scythe Yasya
  6. Noctua NH-U12P SE2
  7. So testet PC-Max
  8. Serienlüfter im Überblick
  9. Ergebnisse mit Serienlüfter
  10. Ergebnisse mit einem Referenzlüfter
  11. Ergebnisse mit zwei Referenzlüftern
  12. Fazit

Kommentare

Die Kühlleistung reicht um einen Core i5 650 im Idle passiv zu kühlen ;)

geschrieben am 06.02.2011 um 15:27 Uhr

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