Vergleich: Noctua NH-D14 & Coolink Corator DS

Die Marke Coolink ging ebenfalls wie Noctua aus einer Kooperation der taiwanesischen Kolink International Corporation und dem Distributor Rascom hervor. Mit dem Corator DS versucht man nun auch hier in den High-End-Kühlermarkt vorzudringen und stellt seinen ersten Doppel-Tower-Kühler vor. Trotz des gleichen Ursprungs unterscheidet sich der Corator DS in vielen Dingen vom Noctua, sei es die Beschaffenheit des Bodens, das Lamellendesign oder das optische Erscheinungsbild, vom Noctua NH-D14. Des Weiteren bündelt aber auch Coolink ihr Flaggschiff mit einem hochwertigen Lüfter aus eigenem Hause. Man darf also gespannt sein wie sich der Kühler gegen den großen Bruder in Form des Noctua NH-D14 so schlägt.

Der Kühler im Überblick

Geliefert wird auch der Coolink Corator DS in einer ansprechend gestalteten Kartonage, welche mit allen nötigen Informationen bedruckt wurde. Der Kühler selbst sitzt zwischen zwei Schalen aus Pappe in einer weiteren Box, wodurch er ausreichend geschützt sein und unbeschädigt beim Kunden angelangen sollte. Der mitgelieferte SWiF2-Lüfter ist bereits am Kühlkörper montiert, muss zur Installation allerdings abgenommen werden. Das restliche Zubehör, bestehend aus Montagematerial, Kurzanleitungen und Chillaramic-Wärmeleitpaste, wurde in einem separaten Karton untergebracht.

Etwas kleiner als andere aktuelle Twin-Tower-Kühler, aber immer noch deutlich größer als so mancher konventioneller Kühler, präsentiert sich der Corator DS als ein stimmiges Bild aus Aluminium und Kupfer. Dominiert wird dieses von den vier 8-Millimeter-Heatpipes aus Kupfer, welche gleichzeitig die Kontaktfläche des Kühlers bilden. Anders als bisherige Direct-Touch-Böden weist die Basis von Coolinks neuestem Sprössling keinerlei Lücken oder Rillen zwischen den Heatpipes auf - der Hersteller spricht hier von "Gapless-Direct-Touch". So werden die, durch die runde Form der Heatpipes zwangsläufig vorhandenen Lücken zwischen den Heatpipes mit Kupferelementen aufgefüllt und anschließend plan geschliffen. Das Ergebnis ist eine optisch einheitlich wirkende Bodenplatte, welche eine gute Wärmeübertragung verspricht. Außergewöhnlich sind auch die Lamellen. Die gesteckten Aluminiumfinnen weisen hierbei am vorderen Kühlturm einen weiteren Abstand zueinander auf als beim rückseitigen. Der mittig platzierte Lüfter soll so einfacher Frischluft ansaugen können, was vor allem im Silent-Betrieb einen Vorteil bedeuten könnte. Ein zweiter Lüfter lässt sich, anders als bei den meisten Twin-Tower-Kühlern, nicht ohne Basteln installieren.

Technische Daten
HerstellerCoolink
NameCorator DS
Maße (BxHxT)140x150x121mm
Gewicht1040g
Lüfterdurchmesser120 & 140mm
Heatpipes (Durchmesser)4 (8mm)
KompatibilitätIntel LGA 775 & LGA 1366 & LGA1156; AMD Sockel AM2(+) & AM3
Preis49.40€

Verarbeitung und Qualität

Zumindest bei der Material- und Verarbeitungsungsqualität ist der selbe Ursprung deutlich zu erkennen. Alle Lamellen sind sauber gearbeitet und wirken robust. Darüber hinaus wurden sie alle fest und in gleichen Abständen auf die Heatpipes gepresst, was den guten ersten Eindruck noch weiter verstärkt. Auch der Boden wurde mit höchster Sorgfalt bearbeitet und ist absolut gerade. Scharfe Kanten sucht man vergeblich und so können wir auch dem Corator DS eine gute Verarbeitung zusprechen.

Montage

Die Installation des Coolink Corator DS ist aufgrund des hier ebenfalls zum Einsatz kommenden SecuFirm 2-Montagesystems vollkommen identisch zu der des Noctua NH-D14. Auch hier liegt Montagematerial für alle aktuellen Sockel von AMD und Intel bei, wobei die Montage bei letzterer Plattform einen Ausbau des Mainboards erfordert. Darauf folgend kann die Backplate von hinten an das Mainboard gesetzt werden, so dass die Gewindebolzen durch die Montagelöcher des Mainboards ragen. Auf diese steckt man nun die schwarzen Abstandhalter und direkt darauf zwei Metallbügel, welche über vier Rändelschrauben fixiert werden.

Auch hier ist der Montagebügel mitsamt gefederten Schrauben bereits ab Werk mit dem Kühler verschraubt, wodurch sich die Montage ebenfalls sehr einfach gestaltet. Nachdem man den Prozessor mit Wärmeleitpaste bestrichen hat und der Kühler sich an seinem Platz eingefunden hat, können die Schrauben bis zum Anschlag angezogen werden und sorgen so für ausreichend Anpressdruck. Interessant: Bei der Montage auf AMD-Systemen muss der Kühler so ausgerichtet werden, dass der Lüfter in Richtung Heck bläst!
Die Haltebügel für den Lüfter sind so geformt, dass sie auch ohne Lüfter bereits am Kühlkörper halten, was eine Montage von ersterem natürlich um einiges einfacher macht. Dennoch ist die Installation des Lüfters mit etwas Fummelarbeit verbunden. Hier hat der Corator DS also eindeutig das Nachsehen gegenüber dem Noctua.


Inhaltsverzeichnis

  1. Noctua NH-D14 & Coolink Corator DS
  2. Noctua NH-D14
  3. Coolink Corator DS
  4. So testet PC-Max
  5. Serienlüfter im Überblick
  6. Ergebnisse mit Serienlüfter
  7. Ergebnisse mit einem Referenzlüfter
  8. Ergebnisse mit zwei Referenzlüftern
  9. Fazit

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