Feature: Exklusiv-Preview: Cooler Master Eisberg Kühler
Cooler Master präsentierte auf der diesjährigen CeBIT in Hannover eine wirklich innovative Weiterentwicklung der beliebten Kompaktwasserkühlungen. Das vorgestellte, hauseigene Modell hört auf den Namen "Eisberg" und bietet gegenüber den Konkurrenzprodukten neben der deutlich höheren Kühlleistung, unter anderem eine erweiterte Konfigurierbarkeit zur Integration in die jeweiligen Systeme. Obwohl bereits das Vorserien-Modell auf der IT-Messe in Hannover zu sehen war, stand das endgültige Design noch nicht fest. Dank der hervorragenden Kooperation mit Cooler Master, können wir euch nun die finale Version als erstes deutsches Online-Magazin präsentieren.
Wartungsfreie Kompaktwasserkühlungen erfreuen sich aktuell immer größerer Beliebtheit und sind schon lange keine Nischenprodukte mehr. Corsair gilt als Pionier dieser alternativen Kühllösungen und konnte selbige mit der hauseigenen Hydro-Series etablieren. Die neusten dieser Modelle in Form der H60, H80 und der H100 entspringen der Zusammenarbeit mit Cool-IT. Viele andere Hersteller wie Antec, Thermaltake, Zalman, Intel sowie AMD sprangen auf den Zug auf und präsentierten ebenfalls entsprechende Produkte, die von Asetek gefertigt werden. Alle diese geschlossenen Wasserkühlungen bieten eine respektable Performance, die jedoch in den meisten Fällen von schnelldrehenden Lüftern und einer daraus resultierenden, lauten Geräuschkulisse erkauft wird. Zudem bricht die Leistung der auf Flüssigkeit basierenden Kühllungen bei gedrosselten Drehzahlen aufgrund der geringen Lamellen-Abstände der eingesetzten Radiatoren deutlich ein. Der Materialmix aus Kupfer (Kühlplatte) und Alu (Radiator) erfordert ein chemisch sehr aggressives Kühlmittel, welches einen hohen Verschleiß der Pumpe und den Kunststoffschläuchen samt Dichtungen zur Folge haben kann. Ebenfalls können entstehende Mikropartikel die Kanäle der Bodenplatte langsam zusetzen und die Fliessgeschwindigkeit verringern, sodass die Performance mit steigender Betriebszeit sinkt. Nichtsdestotrotz bieten die kompakten Wasserkühlungen mindestens die gleiche, aber meist höhere Performance eines High-End-Luftkühlers auf Heatpipe-Basis.

Cooler Master hingegen kann sich mit den aktuellen Lösungen nicht wirklich identifizieren und wollte auch nicht als etablierter Gehäuse- sowie Kühlungsspezialist als weiterer Hersteller ein umgelabeltes Produkt dieser Art anbieten. Vielmehr strebte das Unternehmen danach, eine eigene, potentere Variante der Kompaktkühlung mit flüssigem Kühlmittel zu entwickeln. Das Resultat wurde erstmals auf der CeBIT 2012 in Hannover in Form der Eisberg präsentiert:
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Aus einer Kooperation mit dem erfahrenen Spezialisten des Wakü-Segments Alpahcool, entstand ein CPU-Kühler, der die Vorteile der geschlossenen Kompaktsysteme und konventionellen Wasserkühlungen vereint. Dabei setzt Cooler Master auf einen einzelnen Block, welcher neben der Grund- respektive Kühlplatte und dem Ausgleichsbehälter auch noch die Pumpe enthält. Letztere stammt aus dem Hause Eheim und ist als OEM-Produkt deklariert. Die Verbindung zu einem Dual- oder Single-Radiator erfolgt über Schläuche mit vergleichsweiße großem Durchmesser. Deren Länge kann sogar individuell angepasst werden. Dennoch wird die Eisberg bereits ab Werk befüllt sein. Dank der Beschränkung auf das Material Kupfer, kann der Hersteller ein relativ umweltfreundliches Kühlmittel ohne giftige Zusätze verwenden.
Obwohl bereits viele Infos auf der CeBIT 2012 verraten wurden, stand das finale Design der Eisberg noch nicht fest. Das Unternehmen zeigte ein recht frisches Vorserienmodell. Doch nun können wir als erstes deutsches Online-Magazin exklusiv zwei Bilder der endgültigen Variante der Kompakt-Wasserkühlung präsentieren. Damit sollte sich die vielgestellte Frage erübrigen, wie denn die Eisberg im Serienzustand aussehen wird:
Im Vergleich zum frühen Mock-Up, kommt das finale Modell deutlich eleganter und optisch ansprechender daher. Zudem wird das Hersteller-Logo eingeprägt und der Eisberg-Schriftzug hinzugefügt. Das Power-Kabel der Pumpe erhält einen stabilen Knickschutz am Gehäuseeingang und kommt mit einer Ummantelung daher. Laut Cooler Master wurde noch weiter an der Performance geschraubt und die Lautstärke minimiert. Wir dürfen zwar noch keine konkreten Werte im Bezug auf die Kühlleistung nennen. Eines sei jedoch gesagt: das Vorserienmodell übertrifft alle von uns bisher getesteten Konkurrenzprodukte. Cooler Master äußerte jedoch, dass das Leistungsniveau der Serienableger nochmals ansteigen wird.
Erste Serienmuster werden wir dann bei unserem Besuch in Taiwan auf der Computex sehen und abfilmen. Die Produktion startet in Deutschland gegen Mitte/Ende Juni.
Vielen Dank an dieser Stelle an Cooler Master für die Bereitstellung und Freigabe der Bilder sowie Informationen!


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