Feature: Cooler Master Eisberg Prestige im Detail
Innovationen im Kompaktwasserkühlungs-Segment gibt es nur selten: Neben Corsairs neuen i-Ablegern der Hydro-Serie, kann lediglich Cooler Master mit der noch recht jungfräulichen Eisberg Prestige für Aufsehen sorgen. Das zuletzt genannte Unternehmen entwickelte in Zusammenarbeit mit Aquatuning und dessen Partnern eine von Grund auf neue Kompaktwasserkühlung. Wir schauen uns das Konstrukt diesmal zwar wieder genauer an, jedoch auf eine auf eine eher ungewöhnliche Methode. Dabei gehen wir den Versprechen des Herstellers auf den Grund, um zu sehen aus welchen Komponenten die Kühlung besteht.
Beschreibt Cooler Master die Eisberg Prestige, fällt immer wieder die Äußerung, dass Kupfer als einziges Metall mit Wasser in Kontakt kommt. Auch betont der Hersteller das "German Engineering" der Komponenten, die in der Eisberg Prestige zu finden sind. Um uns einen Überblick zu verschaffen, ob die beiden Aussagen tatsächlich zutreffen, griffen wir kurzerhand zum Winkelschleifer sowie einer Kreissäge und durchtrennten die Kühlung.
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Neben dem eher ungewöhnlichen Weg, die Kühlung zu zerlegen, schauten wir uns anhand eines zweiten Exemplars Schritt für Schritt an, was nun in der Eisberg tatsächlich verbaut wurde und wie die Kühlung an sich funktioniert. Dazu lösten wir erst die vier Kreuzschrauben, mit der die Bodenplatte fixiert ist. Zu Gesicht bekamen wir eine Boden- und eine Düsenplatte, welche wir in ähnlicher Form schon einmal gesehen haben. Tatsächlich findet man diese beiden Platten im Phobya UC-1, welcher aktuell zu den besten CPU-Kühlern zählt.
Um weitere Komponenten zum Vorschein zu bringen, musste das Gehäuse vom Grundgerüst getrennt werden. Dies gelingt am Besten mit einem spitzen Gegenstand. Nach dem Entfernen des Gehäuses kam ein großer Kunststoffblock zum Vorschein, an dessen Seite Schaumstoff befestigt ist. Der Würfel beinhaltet neben dem Ausgleichsbehälter auch die Leitungen für die Kühlflüssigkeit innerhalb der Eisberg Prestige.
Unter dem Schaumstoff, welcher wohl zur Dämmung und Entkopplung der Pumpeneinheit dient, fanden wir eine weitere bekannte Komponente vor - die Alphacool DC-LT Keramik. Diese zählt zu den kleinsten Pumpen, die es derzeit auf dem Wasserkühlungsmarkt gibt, ist aber aufgrund der geringen Größe und der damit einhergehenden, hohen Geschwindigkeit nicht unbedingt ein Leisetreter.
Auch der Radiator stammt aus dem Hause Alphacool. In angepasster Form wird der NexXxos ST30 Full Copper bei der Cooler Master Kompaktwasserkühlung verwendet. Der Finnenabstand wurde dabei verringert und auf das Alphacool Logo verzichtet. Um dem Wärmetauscher keine Leistung unnötig zu entziehen, wurden die Finnen nur ganz zart schwarz lackiert. Aus diesem Grund kann es vorkommen, dass die Kupferfarbe ab und zu durchschimmert.
Abschließend müssen noch die zwei offenen Fragen geklärt werden: Trifft das Wasser wirklich nur auf Kupfer und Kunststoff? Hier können wir ein klares "ja" aussprechen! Cooler Master achtete bei der Entwicklung darauf, als einziges Metall Kupfer zu verwenden. So ist die Korrosion des Metalls ausgeschlossen und auf giftige, chemische Mittel in der Kühlflüssigkeit kann verzichtet werden.
Die zweite Frage lässt sich nach der Demontage der Eisberg ebenfalls leicht beantworten: Ist tatsächlich alles "German Engineering"? Auch hier hat Cooler Master sein Versprechen nicht gebrochen. Produkte, die als Basis für die Kühlung verwendet werden, sind alle in Deutschland entwickelt. Ob das nun ein Vorteil sein muss, sei dahingestellt, dennoch lässt auf gute Ergebnisse bei der Kühlleistung hoffen, da sich die verwendeten Produkte größtenteils mittlerweile bewährt haben. Ein ausführlicher Test zur Eisberg wird in Kürze bei uns zu finden sein.
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