Test: Corsair Hydro-Series H60

Corsair H60 im Detail

Ausgeliefert wird die Corsair H60 in einem schick gestalteten Karton, auf dessen Unterseite alle erdenklichen Informationen zusammengefasst sind. Damit der Inhalt, bestehend aus der Flüssigkeitskühlung, 120-Millimeter-PWM-Lüfter, Montagematerial und bebilderten Anleitungen, nicht lose und ungeschützt durch die Gegend geschleudert wird, wurde alles sauber geordnet in passgenaue Pappschalen verfrachtet.

Lies Corsair die letzten beiden Flüssigkeitskühlungen noch vom OEM-Hersteller Asetek produzieren, bricht man mit der H60 nun das Bündnis und setzt ab sofort lieber auf CoolIT als Auftragsfertiger. Wirklich viel verändert hat sich dadurch allerdings nicht. So wird auch die Corsair H60 wieder fix und fertig montiert an die Kunden ausgeliefert. Dadurch ist sie vollkommen wartungsfrei und vor allem Einsteigern soll dadurch eine Installation leicht gemacht werden - aber dazu später mehr.

Den Kern der Einheit bildet das kompakte Kühlelement - nun eckig statt rund -, welches neben einer Wärmeaufnahme aus Kupfer auch noch den Ausgleichbehälter sowie die Pumpe in sich vereint. Letztere befördert die Flüssigkeit, nachdem sie die Wärme über die zahlreichen Finnen auf der Rückseite der Bodenplatte aufgenommen hat, weiter zum Wärmetauscher. Selbiger ist hierbei wieder für 120-Millimeter-Lüfter ausgelegt, fällt jedoch etwas schlanker als jener der Corsair H70 aus. Die Schlauchlänge ist mit ca. 30 Zentimetern ausreichend dimensioniert und sollte auch für einen Einbau in Big-Towern ausreichend bemessen sein.

Technische Daten
HerstellerCorsair
NameH60
Maße (BxHxT)120x152x27mm
Gewicht560g
Lüfterdurchmesser120mm
Heatpipes (Durchmesser)0 (0mm)
KompatibilitätIntel Sockel LGA775 & LGA 1366 & LGA1156 & LGA1155; AMD Sockel AM2(+) & AM3
Preis81.74€
Verarbeitung und Qualität

Trotz des Herstellerwechsels leistet man sich bei der Verarbeitung keine groben Schnitzer, denn trotz des großzügigen Einsatzes von Kunststoff im Bereich des Kühlkörpers, wirkt die Konstruktion robust und hochwertig. Der Kupferboden ist gerade und spiegelt leicht. Auch der Radiator ist sauber verarbeitet und bietet keinen Anhaltspunkt für Kritik. Zwar ist die eine oder andere Lamelle etwas verbogen, doch dies lässt sich auch bei hochpreisigen Produkten nur schwer vermeiden.

Montage

Verglichen mit den bisherigen Flüssigkeitskühlungen von Corsair ist die Montage bei der H60 deutlich einfacher ausgefallen. So kann sie, trotz des augenscheinlich spärlich vorhandenen Zubehörs, mit einer weitreichenden Kompatibilität sowie einer einfachen Installation punkten. Die Radiator-Lüfter-Kombination wird dabei einfach anstelle des Heck-Lüfters befestigt. Corsair empfiehlt dabei eine Montage mit einblasendem Lüfter. Der Radiator wird dadurch direkt mit kühler Außenluft versorgt, was in besseren Temperaturen der CPU resultiert.

Bevor man nun den Kühlblock installieren kann, muss das Mainboard erst mit einer Backplate versehen werden. Dies erfordert bei den meisten Gehäusen einen Ausbau von jenem, garantiert aber einen sicheren Halt. In die Backplate werden dann vier Gewindebolzen geschraubt, welche selbige gleichzeitig an ihrem Platz halten. Anschließend kann das Kühlelement montiert und festgeschraubt werden. Die bereits installierten Haltebügel eignen sich sowohl für LGA775, LGA1155, LGA1156 als auch LGA1366. Wer den Kühler auf einem AMD-System montieren will, muss einfach die vormontierten Haltebügel für Intel gegen die mitgelieferten AMD-Haltevorrichtung tauschen. Das von Werk aus montierte Retention-Modul der Mainboards muss dabei nicht einmal entfernt werden.

Um die Pumpe und den Lüfter mit Strom zu versorgen, wird lediglich ein freier 3- oder 4-Pin-Anschluss auf dem Mainboard benötigt. Der Lüfter selbst bezieht seine Energie über die Kühleinheit und muss einfach mit jener verbunden werden.

Lautstärke

Neben den Lüftern findet sich bei dieser Kühllösung von CoolIT ein weiteres Bauteil, welches zusätzlich noch Lärm entwickelt: die Pumpe. Die Pumpe der H60 kann zwar wahrlich nicht als laut bezeichnet werden, weist allerdings ein leicht hörbares Summen auf, welches vor allem in ohnehin schon sehr leisen Systemen etwas unangenehm auffällt. Durch die Tatsache, dass sie per normalem 3- bzw. 4-Pin Lüfteranschluss mit Strom versorgt wird, ist es zwar prinzipiell möglich selbige in ihrer Drehzahl und somit Lautstärke zu begrenzen, die Kühlleistung fällt allerdings radikal dazu mit ab.


Inhaltsverzeichnis

  1. Corsair Hydro-Series H60
  2. Corsair H60 im Detail
  3. So testet PC-Max
  4. Serienlüfter im Überblick
  5. Ergebnisse mit Serienlüfter
  6. Ergebnisse mit einem Referenzlüfter
  7. Ergebnisse mit zwei Referenzlüftern
  8. Fazit

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