Test: AMD Radeon RX Vega 64 und Radeon RX Vega 56 im Test

Lange Zeit hieß es für Kunden warten: Denn AMDs neue GPU-Generation wurde verschoben - mehrmals, ehe es nun endlich soweit ist. Auch wir haben uns die neue Grafikkarten des roten Lagers im Test näher angesehen und klären, ob die Alternative für anspruchsvolle Nutzer auch empfehlenswert ist.


Bei AMD herrscht Entschlossenheit - und es ist auch zu sehen warum: Die neuen CPUs aus dem eigenen Hause legten einen erfolgreichen Start hin, während erst kürzlich mit Threadripper auch im HEDT-Segment gezeigt wurde, wie High-End geht. Doch auch im GPU-Bereich sind die Roten aktiv: Denn starken Prozessoren muss auch die passende Bildausgabegelösung beigestellt werden - und selbige ließ durchaus lange auf sich warten.

Die Frage ist nun, ob das verspätete Produkt in Form von mehrerer Radeon RX Vega-Ablegern an die Erfolge der CPU-Sparte anknüpfen kann. Genau das klären wir im Test, denn heute ist es nun endlich erlaubt, umfangreiche Leistungsdaten und weitere Infos zu den Modellen offenzulegen. Als unter Umständen durchaus wichtigster GPU-Release seit Jahren kommt Vega aus der erst kürzlich gegründeten Radeon Technologies Group (RTG). Raja Koduri, seines Zeichend Chefentwickler bei der RTG hat also alle Hände voll zutun gehabt: Es gilt nicht nur, AMDs Marktposition mit leistungsfähigen GPU-Lösungen auf einen angemessenen Stand zu bringen, sondern generell der Grafikkartensparte des Konzerns auf die Sprünge zu helfen.

Vega wird nicht nur hier und jetzt sondern auch das zukünftige GPU-Portfolio definieren - ob die RTG erfolgreich ist oder später mit diversen Problemen zu kämpfen hat wird sich jedoch zeigen. Was AMD jetzt mit dem heutigen Release bringt, lest ihr im Folgenden.

Zum Start wird Vega mit zwei Varianten aufwarten. Kunden können zur vollen Ausbaustufe mit Luftkühler in Form der Radeon RX Vega 64 (499 US-Dollar) oder zum kleineren Modell RX Vega 56 zu 399 US-Dollar greifen. Auf die neuen Grafikkarten haben Kunden seit Mitte 2015 warten müssen - denn RX Vega ist als direkter Nachfolger der damals erschienenen Fury X zu verstehen.

Auch wenn die Vega-GPUs lange auf sich warten ließen - erstaunlicherweise haben die neuen Chips viel mit den Vorgängern Fury und Fury X gemeinsam. Die Anzahl der Prozessoren, Textureinheiten und ROPs bleibt unverändert - den klaren Vorsprung gibts bei der Fertigungstechnik: 14nm FinFET LPP erlaubt höhere Taktfrequenzen - die höchste Taktsteigerung gibt es etwa bei Chip an sich. Selbiger fällt rund 50 Prozent höher als bei bisher erschienen GPUs aus, was auch in höheren Datentransferraten resultiert.

Dazu kommt auch der schnellere HBM2-Speicher sowie eine optimierte Kern-Architektur, womit RX Vega auf dem Papier einen potenten Eindruck macht - doch selbst AMD hat offen zugegeben, dass sich die schnellste Radeon RX Vega 64 "nur" mit Nvidias drittschnellster Grafikkarte - der GTX 1080 - einen Schlagabtausch liefern wird. Demnach sind die Titan Xp und auch die GTX 1080 Ti weiterhin unangefochtene Spitze, eine Leistungsstufe darunter wird die Radeon RX Vega 54 den Kampf gegen die GTX 1070 aufnehmen.

Selbst mit brandneuen Grafikkarten erscheint AMDs Enthaltung im High-End-Segment auf den ersten Blicken ernüchternd - jedoch wurde bereits signalisiert, dass die Preisgestaltung der neuen GPUs sehr aggressiv ausfallen muss. Im Vergleich zur Fury und Fury X fällt der Einstiegspreis der Radeon RX Vega-Generation rund 25 Prozent geringer aus - mit den Radeon Packs will AMD weitere Kaufanreize bieten.

Die Bundles in Form der Radeon Packs sollen nur begrenzte Zeit verfügbar sein. Mit selbigen erhält der Käufer eine Vega-GPU der Wahl, zusammen mit zwei Spielen und einem Gutschein, um einen Ryzen 7-Prozessor samt Mainboard 100 US-Dollar günstiger zu kaufen. Außerdem besteht die Möglichkeit, einen 34 Zoll großen Samsung C34F791 FreeSync Monitor 200  US-Dollar vergünstigt zu erstehen.


Inhaltsverzeichnis

  1. AMD Radeon RX Vega 64 und Radeon RX Vega 56 im Test
  2. Eine neue Architektur
  3. AMD Radeon RX Vega in Bildern
  4. So testet PC-Max
  5. 3D Mark Firestrike
  6. 3D Mark Time Spy
  7. VRMark
  8. Deus Ex: Mankind Divided
  9. Doom
  10. Gears of War 4
  11. Hitman
  12. Rise of the Tomb Raider
  13. Total War: Warhammer
  14. Stromaufnahme, Temperatur und Lautstärke
  15. Power Profile
  16. Overclocking
  17. Fazit

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