Test: MSI und Sapphire Radeon HD5830
Overclocking
Jede Grafikkarte bietet im Auslieferungszustand ein gewisses Potenzial, die Leistung kostenlos zu erhöhen. Neben der GPU kann der Speicher für zusätzliche Performance sorgen. Wir testen wieviel die jeweiligen Produkte ermöglichen und wie sich das Ganze auf die Temperatur, Bildrate, Lautstärke sowie Leistungsaufnahme auswirkt. An dieser Stelle möchten wir erwähnen, dass Spannungs- und Taktänderungen jegliche Garantie- und Gewährleistungsansprüche nichtig machen. Außerdem kann je nach GPU und Speicher eine gewisse Streuung bestehen, die stark unterschiedliche Ergebnisse zulässt.
Sapphire Radeon HD5830
Die Karte von Sapphire arbeitet mit einer Standardspannung von 1,165 Volt. Wie üblich für den Hersteller ist es nicht möglich, die "Voltage" per Tool zu ändern. Trotzdem konnten wir herausragende Ergebnisse erzielen. Die GPU-Taktrate kann um knapp 19 Prozent auf 950 MHz gesteigert werden. Im Falle des Speichers war eine Steigerung von 2000 MHz auf 2640 MHz möglich. Das entspricht satten 32 Prozent.
MSI HD5830 Twin Frozr II
MSIs Pendant ermöglicht ohne Spannungsveränderung und aufgrund der niedrigeren Standard-"Voltage" logischerweise auch geringere Erfolge. Somit liefen in diesem Fall nur 840 MHz stabil. Der Speicher hingegen fand sein Ende auf einem ähnlich hohen Niveau wie auf der Sapphire-Karte. Dank des mitgelieferten Afterburner-Tools, kann die Spannung der GPU bis auf maximal 1,35 Volt angehoben werden. Doch im Test waren damit nur knapp 900 MHz möglich.
Spieleleistung - Overclocking MK
Obwohl sich die Taktraten auf hohe bis sehr hohe Werte stellen lassen, bleibt die HD5850 mit Abstand die schnellere Karte. Nur im synthetischen Heaven Benchmark ist der Performanceunterschied geringer. Im Gegensatz zum Referenztakt sind knapp 8-9 Prozent mehr Bilder bei der MSI-Karte messbar und knapp 15-16 Prozent beim Sapphire-Ableger.
Physikalische Messungen (OC)
Dank der recht üppig dimensionierten Kühlung, steigt die Temperatur und damit die Lautstärke nur geringfügig an.
Obwohl keine Spannungserhöhungen vorgenommen wurde, steigt die Leistungsaufnahme enorm. Gerade die um 33-35 Prozent gestiegenen Windows-Idle-Werte sind aufgrund der fixen, erhöhten 3D-Taktraten unverhältnismäßig hoch. Durch die Übertaktung wird die GPU-Frequenz auf einen festen Wert eingestellt, dadurch findet keine automatische Regulierung in den 2D-Modus mehr statt. Bei Spielen beträgt der Unterschied nur noch marginale 5-10 Prozent.
Alle Netzteile werden bei uns mit einem Gerät der Firma Chroma getestet. Es garantiert gleichbleibende Testsituationen und -umgebungen für alle Netzteile und erzielt damit reproduzierbare Ergebnisse.