Test: AMD Radeon HD5970 Deluxe
Overclocking
Jede Grafikkarte bietet im Auslieferungszustand ein gewisses Potenzial, die Leistung kostenlos zu erhöhen. Neben der GPU kann der Speicher für zusätzliche Performance sorgen. Wir testen wieviel die jeweiligen Produkte ermöglichen und wie sich das Ganze auf die Temperatur, Bildrate, Lautstärke sowie Leistungsaufnahme auswirkt. An dieser Stelle möchten wir erwähnen, dass Spannungs- und Taktänderungen jegliche Garantie- und Gewährleistungsansprüche nichtig machen. Außerdem kann je nach GPU und Speicher eine gewisse Streuung bestehen, die stark unterschiedliche Ergebnisse zulässt.
Asus Ares
Die Ares reiht sich in die R.O.G.-Serie ein und ist damit bestens für Enthusiasten und Übertakter geeignet. Mit der Grundspannung von 1,174 Volt konnten wir den GPU-Takt auf 897 MHz anheben. Der Speicher fand sein Ende schon bei 2526 MHz. Mit einer - für die Kühlung möglichen - Spannung von 1,30 Volt erreichten wir nochmals rund 80 MHz zusätzlich, auch beim Speicher. Demnach waren 980/2606 MHz stabil. Die Stromaufnahme steigt dadurch enorm und damit auch die Lautstärke. Übertakten konnten wir die Ares nur mit dem hauseigenen Smart-Doctor-Tool. Darin ließ sich die Spannung auf enorme 1,5 Volt anheben. Obwohl das per Luftkühlung unmöglich zu realisieren ist, sorgt es für genügend Spielraum bei eventuellen Rekordversuchen mit Trockeneis oder flüssigem Stickstoff.
XFX HD5970 Black Edition Limited
Bei dieser Karte aus dem Hause XFX konnten wir weder die Spannung auslesen noch anpassen. Daher war nur eine minimale Taktsteigerung möglich. Im Falle der beiden GPUs erreichten wir nur 885 MHz. Der Speicher war bei 2540 MHz am Ende. Dafür stiegen die Temperaturen und die Stromaufnahme nur minimal. Die Lautstärke veränderte sich nicht.
Sapphire HD5970 Toxic
Die Sapphire HD5970 Toxic ist die einzige Karte im Test, die mit leicht erhöhten Taktraten zum Endkunden kommt. Jedoch konnten wir den GPU-Takt um weitere 5,6 Prozent auf 950 MHz steigern. Gegenüber der Konkurrenz beträgt der Zuwachs knapp 12 Prozent. Der Video-Speicher konnte stabil mit 2680 MHz betrieben werden. Im Gegensatz zum Standard-Takt entspricht das ebenfalls einer Steigerung von 12 Prozent. Eher untypisch für Sapphire ist die Tatsache, dass sich die Spannung verändern lässt. Doch auch mit einer Erhöhung der "Voltage" erreichten wir nur noch 30 MHz mehr GPU-Takt. Aufgrund des hohen Grundpotenzials eine positive Nebensächlichkeit.
Spieleleistung - Overclocking OK
Die beiden Ableger von Asus und XFX fördern durch die höhere Taktung zirka drei bis sechs Prozent mehr Bilder pro Sekunde gegenüber ihrem Standard-Takt zu Tage. Bei der Toxic sind es zwischen sechs und sieben Prozent. Die FPS steigen jedoch nur marginal.
Physikalische Messungen (OC)
Aufgrund der minimalen Taktsteigerungen, erhöhen sich die Temperatur und Lautstärke nur wenig oder gar nicht. Wir verzichten auf Messwerte mit gesteigerten Spannungen, um die Vergleichbarkeit aller Ergebnisse zu garantieren.
Der Stromverbrauch steigt bei allen drei Modellen im Windows-Idle um rund 15-20 Prozent. Schuld daran ist das fehlende Herabsenken der Taktraten in den 2D-Modus. Bei Spielen sind es nur wenige Watt, die das Netzteil zusätzlich belasten.
Arbeitsspeicher werden 100 Prozent reproduzierbar auf einem High-End Testsystem getestet. Hierzu setzen wir den synthetischen Benchmark Everest Ultimate bzw. MaxxPi² ein ...