Vergleich: Vier erschwingliche Gehäuse im Test

Fazit

Nach der genauen Betrachtung aller vier Gehäuse fällt ein abschließendes Fazit gar nicht so leicht. Obwohl die Gehäuse viele Gemeinsamkeiten aufwiesen - beispielsweise war in jedem Modell eine einigermaßen ordentliche Kabelverlegung sowie ein unkompliziertes Wechseln des CPU-Kühlers durch einen entsprechenden Ausschnitt möglich - ist doch ein deutlicher Unterschied zwischen den Preisklassen feststellbar. 

Besonders extrem zeigte sich dieser Unterschied zwischen dem günstigsten und dem zweitgünstigsten Modell. Während das BitFenix Merc Alpha noch äußerst spartanisch ausgestattet war, war im Fractal Design Core 3000 schon ein gewisser Komfort anzutreffen, welcher sich dann zum Enermax Hoplite noch einmal steigerte. Dieser Komfort betrifft allerdings größtenteils den Einbau der Hardware. 

In Sachen Kühlung und Lautstärke war das günstigste Gehäuse etwas abgeschlagen, was allerdings ganz klar an der zu geringen Belüftung lag. Diese lässt sich ohne hohen finanziellen Aufwand durch den Kauf eines Frontlüfters aufpeppen, womit auch das BitFenix Merc eine ausreichende Kühlung aufweisen dürfte. Ansonsten nehmen sich die Kandidaten in diesen beiden Punkten nicht viel. Mehr Lüfter - wie im Cubitek XL-Tank - bedeuten aber logischerweise auch eine höhere Lautstärke. 

Natürlich muss jeder für sich selbst entscheiden, was man für das eigene Gehäuse ausgeben will, da es selbstverständlich auch in diesem Gebiet unterschiedliche Präferenzen gibt. Allgemein lässt sich aber sagen, dass man sogar für 30 Euro schon ein gutes Gehäuse bekommt, dass aktuelle Hardware beherbergen und einigermaßen gut kühlen kann. Für knappe 60 Euro bekommt man dann schon ein durchweg gutes Gehäuse mit potenter Kühlung und einem Hauch von Luxus. 

Für das BitFenix Merc Alpha spricht vor allem der Preis. Das Gehäuse ist mit einem Straßenpreis von lediglich 30 Euro für den kleinen Geldbeutel und den Massenmarkt gedacht und ist dafür prädestiniert. Für wenig Geld erhält der potenzielle Käufer ein dezentes Design, die nötigsten Features und eine gute Verarbeitung. Deshalb verleihen wir dem BitFenix Merc Alpha unseren Preis-Leistungs-Award. 

Auch das Fractal Design Core 3000 hat uns vollständig überzeugt. Es spielt zwar in einer ganz anderen preislichen Liga als das Merc Alpha, nutzt dort aber alle Möglichkeiten aus und stellt für knapp 55 Euro ein absolutes Allround-Gehäuse dar. Die Lüftersteuerung, die konstant gute Verarbeitung und gute Werte bei den Messungen der Temperatur und der Lautstärke bewegen uns schließlich zur Vergabe eines weiteren Preis-Leistungs-Awards. 

Wenn das Enermax Hoplite etwas günstiger wäre, hätte es vermutlich auch die Preis-Leistungs-Krone aufgesetzt bekommen. Es bewegt sich mit 75 Euro allerdings schon in einer gehobenen Preisklasse. Nichtsdestotrotz ist die gebotene Leistung für das Geld beachtlich, denn der Einbau der Hardware war selten so komfortabel wie im Enermax Hoplite. Wer es mag, könnte auch an der Beleuchtungsoption des Frontlüfters Gefallen finden und damit das Hoplite zum persönlichen Gewinner küren. 

Der Cubitek XL-Tank konnte uns trotz des verwendeten hochwertigen Materials nicht vollständig überzeugen können. Zwar ist der Tower für knapp 145 Euro günstiger als die Aluminium-Konkurrenz, trotzdem hinterlässt das Gehäuse gemischte Gefühle. Im Betrieb waren teilweise recht deutliche Vibrationen zu spüren, was einerseits an der hohen Lüfteranzahl liegen dürfte, andererseits aber auch bei vielen aus Aluminium gefertigten Gehäusen auftritt. 

Produkt Bewertung
Hoplite
Enermax
62%
Merc Alpha
BitFenix
53%
Core 3000
Fractal Design
64%
XL-Tank
Cubitek
66%


Inhaltsverzeichnis

  1. Vier erschwingliche Gehäuse im Test
  2. BitFenix Merc Alpha im Detail
  3. Fractal Design Core 3000 im Detail
  4. Enermax Hoplite im Detail
  5. Cubitek XL-Tank im Detail
  6. Einbau der Hardware
  7. Messungen & Eindrücke
  8. Fazit

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