Test: Fractal Design Define C TG im Kurztest

Fractal Design führt die Define-Serie seit langem - mit Erfolg. Denn die entsprechenden Ableger erfreuen sich stets großer Beliebtheit und dienen oft als Referenz. Mit dem TG-Modell des Define C geht man mit dem Trend und verwendet als Material für das linke Seitenteil gehärtetes Glas. Ob das Gehäuse abseits davon auch sonst zu überzeugen weiß, klären wir im Kurztest.


Gehäuse und Fractal Design asoziieren Kenner der Materie stehts mit edlen, zeitlosen Gehäusen und klarer Formsprache. In dieser Hinsicht bildet das Define C in der aktuellsten Ausführung mit gehärtetem Glas beim linken Seitenteil keine Ausnahme. Klare Kante zeigt man indes im Innenraumaufbau: Der Blick ist auf das Wesentliche gerichtet, weshalb das Netzteil und auch Datenträger unter der Blende versteckt werden. Dennoch biezet das Case einen Support für Wasserkühlungen - trotz des für ein ATX-Gehäuse relativ kompakten Aufbaus.

Ausstattung und Lieferumfang

Das Define C TG liefert Fractal Design in der altbekannten Kartonage aus. Der Lieferumfang umfasst das gewöhnliche Zusammenspiel von Schrauben, Kabelbindern und der Anleitung. 

Beim Define C TG von Fractal Design handelt es sich um einen Midi-Tower, welcher mit Maßen von 399 x 212 x 440 Millimetern ziemlich kompakt ausfällt. Unterstützt werden jedoch trotzdem alle gängigen Mainboard-Formate bis hin zu ATX, hinzu kommt ein Support von Radiatoren an der Front (maximal 360er), im Deckel (maximal 240er) oder an der Rückseite (maximal 120er). Staubfilter, das Seitenteil aus Echtglas und eine Blende für das Netzteil für die saubere Optik runden das grobe Ausstattungsbild ab.

Impressionen

Beim Define C TG geht das skandinavische Unternehmen keine Experimente ein: Die Corporate Identity von Fractal Design ist auch dem Tempered Glass-Modell des Define C klar anzusehen. Die Front aus Kunststoff ist daher komplett geschlossen - folglich gibt es keine Möglichkeit ein 5,25-Zoll-Gerät einzbauen. Den Frischluftzugang realisiert Fractal Design über umliegende Schlitze, wobei auf der Oberseite das Anschluss-Terminal angesiedelt ist. Vorhanden sind ein Paar USB-3.0-Steckplätze, die beiden Audio-Buchsen und ein Einschalt- plus Resetknopf. Die Power-LED implementiert Fractal Design als kleine Aussparung an der Oberkante - sie leuchtet blau.

Das Glas-Seitenteil ist wohl das besonders auszeichnende Merkmal des Define C TG. Schließlich steckt genau die Seitentür im Namen des Gehäuses und wird mit vier Schrauben an den vier Ecken mit dem Korpus direkt verschraubt. Ein umlaufender Rahmen in schwarz auf dem Glas setzt Akzente und verdeckt den Blick auf die unschöneren Spalte an den Oberflächenübergangen. 

Die Oberseite des Define C TG bietet sowohl Performance- als auch Silent-Liebhabern die Wahl: Maximaler Luftdurchsatz mit dem flexiblen Mesh-Einsatz oder eine geringere Geräuschkulisse dank des festen Kunststoff-Einsatzes.

Die Unterseite des Define C TG verfügt über einen Staubfilter, der sich zur Reinigung frontseitig herausziehen lässt. das Gehäuse selbst steht auf vier runden Füßen entkoppelt auf der vorgesehenen Standfläche.

Innenaufbau

An Fractal Design sind aktuelle Trends keinesfalls vorbeigegangen, wenn man sich das Define C TG näher ansieht: 5,25-Zoll-Möglichkeiten raus, maximale Fläche für Radiatoren rein, dazu ein getrennter Innenraumaufbau für das Netzteil plus Datenträger mithilfe einer Blende. Der Blick richtet sich dadurch direkt auf die Kernkomponenten: Mainboard, Grafikkarte und CPU(-Kühler). Das Begünstigt nicht nur die "cleane" Optik, sondern außerdem noch den gezielten Luftfluss, der von werksseitig zwei 120-Millimeter-Lüftern an der Front und am Heck ausgeht.

Die rechte Seite wird von einem solide gedämmten, geschlossenen Seitenteil verdeckt, welches sich handelsüblich nach Entnahme der Rändelschrauben von der Rückseite abnehmen lässt. Sichtbar ist dann gleich der gut angelegte Kabelkanal rechts mit den zwei gummierten Durchführungen sowie ein mit einer Schraube fixiertes Montageblech für 2,5-Zoll-Datenträger. So lassen sich beispielsweise SSDs unsichtbar hinter dem Mainboard unterbringen. Zahlreiche Kabelbinder-Schlitze helfen beim Verkabeln.

Darunter befinden sich die verbaubren 3,5-Zoll-Datenträger: Maximal sind zwei Stück möglich, das gleiche gilt auch für SSDs. Rechts daneben findet das Netzteil seinen Platz.

Einbau der Hardware

Die Hardware ist recht zügig in das Fractal Design C TG eingezogen. Trotz relativ kompakter Ausmaße war das Einsetzen der Hauptplatine kein Problem, das Gleiche gilt für die restlichen Komponenten. 

Oft wird das Verkabeln der Hardware zum Geduldsspiel, dem ist aber beim Define C TG nicht so. Das Netzteil war schnell eingetzt, die benötigten Kabel konnten mithilfe des großzügig angelegten Kabelkanals ohne Kopfschmerzen verlegt werden. Drei Klett-Kabelbinder erleichtern diese Arbeit zusätzlich. 

Ein normales Spiele oder -Arbeitssystem lässt sich insgesamt gesehen also schnell und unkompliziert in das Gehäuse von Fractal Design einbauen. Komplikationen oder negative Eindrücke beim Einbau gab es keine. Die Verarbeitung ist gut, die Qualität der Lackierung geht absolut in Ordnung.

Die Lautstärke, ausgehend von den beiden Werkslüftern an der Front und um Heck geht selbst bei voller Drehzahl in Ordnung. Heruntergeregelt - auch bei Nutzung der offenen Mesh-Oberseite - fällt selbst silent-verwöhnten Nutzern hinsichtlich der Lautstärke nicht viel auf - gleichzeitig stimmen auch die Temperaturen, die stets im grünen Bereich liegen, auch wenn ein einfacher Boxed-Kühler zum Einsatz kommt.

Fazit

Mit dem Define C TG führt Fractal Design ein kompaktes, zeitloses Gehäuse, das den unentschiedenen Käufer fast alles bietet, was für ein modernes (Spiele-)System benötigt wird. Unterstützung für Wasserkühlungen und lange Grafikkarten, simpler Aufbau und und als Extra ein Glas-Seitenteil. Damit sind wenige der vielen Eckpunkte abgehakt, die man beim Kauf des Define C TG bekommt. Abstriche macht man lediglich bei der Sonderausstattung: Auf eine Lüftersteuerung oder eine RGB-Beleuchtung muss verzichtet werden, was angesichts des Gebotenen in unseren Augen verschmerzbar ist. Man besinnt sich so auf das Nötigste und man überladet so das Produkt nicht mit teils ungenutzten Funktionen.

Zum Preis von rund 95 Euro (Stand: 11/2017) erhalten Käufer mit dem Define C TG ein rundum solides Gehäuse, das viele Erwartungen an ein modernes Gehäuse erfüllt. Aus diesem Grund vergeben wir an dieser Stelle unsere Redaktionsempfehlung.

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