Messungen und Eindrücke
Das Chieftec LF-01B lässt aufgrund der fünf ab Werk vorinstallieren Lüftern auf eine Menge Potential hinsichtlich der Kühlleistung hoffen. Allerdings scheint gerade die Lautstärke unter der dünnen Stahlkonstruktion des Gehäuses zu leiden. Von schnelldrehenden Festplatten oder lauten Lüftern dürfte man aufgrund dessen so einiges hören. Doch letzterem Argument kann der potenzielle Käufer dank der integrierten Lüftersteuerung entgegenwirken. Wie das Libra LF-01B tatsächlich bei unseren Messungen abschneidet erfahrt ihr im Folgenden.
Besonders in diesem Bereich des Tests kann das Chieftec LF-01B in Anbetracht des Preises überzeugen: Zwar wirken die beiden Lüfter im Deckel der Effizienz des Prozessorkühlers entgegen, jedoch werden die restlichen Komponenten - insbesondere die Grafikkarten - dank der zahlreich vorinstallieren Fans in vergleichsweise niedrigen Temperaturbereichen gehalten. Selbst die deutlich teureren Gehäuse im Testfeld erreichen nur geringfügig bessere Temperaturwerte. Das gleiche Bild zeigt sich auch mit gedrosselter Drehzahl der Lüfter.
Allerdings erkauft sich Chieftec die gute Kühlleistung durch schnelldrehende Lüfter, die eine laute Geräuschkulisse erzeugen. Gerade im Idle-Betrieb dröhnt der Libra-Ableger deutlich hörbar und übertönt selbst laute Grafikkarten. Grund hierfür ist die große Anzahl der Lüfter von fünf Stück, der offene Aufbau und die geringe Material-Stärke. Aufgrund dessen vernimmt man ein starkes Luftrauschen. Auch fiel uns bei zwei der fünf Propeller ein störendes Rattern auf.