Test: Antec Dark Fleet DF-35 Gehäuse im Test

Messungen & Eindrücke

Im unteren Teil des Gehäuses herrscht wegen der fehlenden Kabeldurchführungen ein Kabelchaos. Wie schon erwähnt, behindert dieses in vielen Fällen den Luftstrom. Der Theorie nach dürften die Grafikkarten damit nur sehr wenig kühle Luft von den Frontlüftern abbekommen. 

In der Praxis sah die Sache jedoch ganz anders aus. Das Gehäuse schlägt sich ausgezeichnet und bleibt außerordentlich kühl. Natürlich liegt das auch an den vier Lüftern, die im Gehäuse arbeiten. Doch auch die Lautstärke blieb durchwegs in einem akzeptablen Bereich. 

Ergebnisse der physikalischen Messungen
MessungIdle 5VLast 5VIdle 12VLast 12V
Temperatur3.2K6K3K4.7K
Lautstärke39dB48.8dB48.2dB51.3dB
Hinweis: Je geringer der Wert, desto kühler beziehungsweise leiser das Gehäuse. Die angegebenen Temperaturwerte sind die Differenz zu einer gemessenen Umgebungstemperatur von 22°C. Weiterhin stellen sie gemittelte Werte von vier Temperatursensoren (CPU, PSU, VGA, HDD) dar. Die Lautstärke wird in einem Abstand von 50cm zur Oberkante der Gehäusefront gemessen. Der Sensorkopf ist schräg nach unten auf das Gehäuse gerichtet.

Sogar der Bereich um das Netzteil blieb kühl - und das, obwohl keinerlei Belüftungsmöglichkeiten im Boden vorhanden waren. Die Frischluft für das Netzteil muss also von den Frontlüftern geliefert worden sein.

Die Lüfter verhalten sich sehr laufruhig. Geregelt als auch ungeregelt zeigen sie keine Spuren von Nebengeräuschen, sondern verrichten leise ihre Arbeit. Ein kleines Manko stellt jedoch der Anschluss der Lüfter dar. Die Lüfter werden ausschließlich per 4-Poligem Stromstecker angeschlossen. Auf einen 3-Pin-Anschluss wird verzichtet. Das führt einerseits zu Problemen bei der Regelung durch externe Lüftersteuerungen und andererseits auch zu unschönen Steckerverbindungen. Diese verstärken den Eindruck des chaotischen Inneren zusätzlich. Die verbauten Lüftersteuerungen regeln in einem Bereich von 5V bis 12V. Deshalb konnten unsere Messungen auch ohne eine externe Lüftersteuerung durchgeführt werden. 

Nachlässig zeigt sich Antec bei den Maßnahmen zur Entkopplung. Das Netzteil liegt auf bloßem Metall und auch Festplatten und Laufwerke befinden sich nicht entkoppelt in den entsprechenden Laufwerksschächten. Auch das Gehäuse an sich ist nur durch harte Gumminoppen vom Boden isoliert. Man muss Antec allerdings zugute halten, dass es trotzdem zu keinen auffälligen Vibrationen kommt, was vor allem durch die stabile Stahlkonstruktion bedingt ist.

Bei den Testläufen schneidet das Antec Dark Fleet DF-35 außerordentlich gut ab. Das war besonders wegen des Kabelchaos nicht zu erwarten. Auch die Lautstärke bleibt in einem guten Bereich. Unter Last und beim Betrieb mit 12 Volt ist das Gehäuse trotzdem nicht gerade leise. Zudem ist die Entkopplung mangelhaft. 


Inhaltsverzeichnis

  1. Antec Dark Fleet DF-35 Gehäuse im Test
  2. Ausstattung
  3. Erscheinungsbild
  4. Innenaufbau
  5. Einbau der Hardware
  6. Messungen & Eindrücke
  7. Fazit

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