Sony Ericsson W900i

Der dritte Walkman-Wurf W900i möchte an die Erfolgsgeschichte von bisher über 3 Millionen verkauften Walkman-Handys anknüpfen. Die Chancen stehen gut, denn erstmals unterstützt ein Telefon der Walkman-Reihe UMTS. Für reichlich Unterhaltungsfutter sorgt ein fast halbes Gigabyte interner Speicher. Ob die satte Ausstattung über die Größe hinwegtrösten kann, klärt unser Test.

Drehen statt Klappen

Geradezu ehrfürchtig sieht man sich den Respekt einflößenden Ausmaßen gegenüber. Die erste Kontaktaufnahme schafft aber schnell Vertrauen. Der weiße Klavierlack fühlt sich genauso gut an, wie er aussieht. Leider ist er aber ein Magnet für Fettspuren. Handyliebhaber werden viel Zeit mit Putzen verbringen. Schade, dass die weiße Optik nicht bis zum Schluss verfolgt wird. Die Speicherkarten-Abdeckung sowie die Abdeckung des Strom- und Daten-Anschlusses erscheinen im keineswegs ansehnlichen mausgrau. Das ist aber Kritik auf hohem Niveau. Die gesamte Verarbeitung des Kunstoffgehäuses ist tadellos. Der Mordsbrocken kann noch so malträtiert werden, ihm ist kein Knarzen oder Knirschen zu entlocken.

Nun möchte man dem schicken Ding endlich Leben einhauchen. Doch ein Einschaltknopf ist nicht zu finden. Er muss sich also auf dem Tastaturfeld befinden. Nur wie kommt man daran? Handy aufklappen? Fehlanzeige! Die Devise lautet Drehen. Doch schon erscheint das nächste Fragezeichen auf der Stirn: nach der Bedienung des Schwenkmechanismus steht das Handy auf dem Kopf. Mit jeder weiteren Buxierung der federunterstützten Schwenkmechanik klappt die hecklastige Öffnung jedoch immer besser. Steht das Telefon richtig herum, beeindruckt das große und leuchstarke Display mit exzellenter und hochaufgelöster Darstellung.

Handschmeichler

Die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine ist Sony Ericsson blendend gelungen. Die hochwertige metallische Navigationseinheit ist ansprechend groß und vermittelt durch den eindeutigen Druckpunkt immer das gewünschte Feedback. Genauso steht es um die Tastatur. Aufgrund der angenehmen Größe und der großzügigen Abstände zwischen den einzelnen Tasten gerät die Bedienung zur echten Wonne. Der insgesamt schnellen und flüssigen Bedienung steht dann nur noch die etwas träge Reaktion des Menüs im Wege. Schuld daran sind die aufwendigen Animationen, die sich annähernd durch das ganze Menü ziehen.

Der Übergang von Texteingabe zu Navigation verläuft dank einer angenehm flachen Stufe verrenkungsfrei. Überhaupt liegt das Handy im offenen Zustand ausgezeichnet in der Hand. Über weite Wege kann das W900i aber auch im geschlossenen Zustand bedient werden. Hierbei sehr hilfreich: Das über eine eigene Taste erreichbare und frei konfigurierbare Verknüpfungsmenü. Je nach Anforderung lässt sich eine eigene Menüliste erschaffen. Die Einträge können nahezu mit allen Menüebenen verknüpft werden. Nur selten erscheint die Meldung: “Weitere Verknüpfung nicht möglich“. Bei all der Konfigurationsfreiheit verwundert es dass die zwei Softkeys im Grundzustand nicht frei belegt werden können.

Inhaltsverzeichnis

  1. Sony Ericsson W900i
  2. Walkman
  3. Digitalkamera
  4. Softwarepaket
  5. Ausstattung, technische Daten und Fazit