Motorola RAZR V3x im Test
Kennenlernphase
Sofort sticht dem ambitionierten Handy-User das Riesige und mit 240 x 320 Bildpunkten sehr scharf aufgelöste Display ins Auge. Die Darstellung ist so leuchtstark und brillant, dass einem der Atem stockt. Wahrlich ein "Wow-Effekt". Ganz so viel Vergnügen bereiten die Blicke auf das Gehäuse nicht. Die Verarbeitungsqualität reicht nicht an das V3 heran. Keine Spur mehr von Aluminium oder Riffel-Metallischen Motorola-Emblemen. Trotzdem macht das anthrazitfarbene Plastik-Gehäuse insgesamt einen wertvollen und robusten Eindruck. Allein der Akku-Deckel enttäuscht: Er reagiert auf Druck mit einem deutlich wahrnehmbaren Knarzen. Wirklich sorgenfrei lässt sich das V3x so nur in lauteren Umgebungen nutzen. Das stabile Klapp-Scharnier ist über jeden Zweifel erhaben. Ohne Mucken schnappt es satt auf und zu.
Vorerst ist das V3x nur als gebrandete Version bei Vodafone zu haben, sodass auch auf unserem Gerät das Vodafone Logo prangte. Vodafone hat aber auch im Inneren Hand angelegt. Alle Menüeinträge sind in Rot gehalten und führen auffällig oft zu kostenpflichtigen Diensten. Das Hauptmenü lässt sich zwar umsortieren, der rechte Softkey führt im Grundzustand aber unweigerlich ins Live-Portal. Zum Glück haben es die Düsseldorfer aber nicht auf die Spitze getrieben: Fotos lassen sich ohne Einschränkungen kostenlos per Bluetooth versenden.
In die Hand genommen
Die ausgedehnten Maße kommen der Bedienung sehr entgegen. Sämtliche Fingerformen sollten mit dieser Tastatur zurechtkommen. Das wie aus einem Guß wirkende Eingabefeld verfügt über einen zweifelsfreien und klar definierten Druckpunkt. Schnell-Simser werden mit dieser Tastatur ihre helle Freude haben, insbesondere weil sie optimal und sehr gleichmäßig Beleuchtet ist. Das Steuerkreuz verrichtet seine Aufgabe ebenfalls zielgenau. Lediglich der Druckpunkt des Bestätigungsbutton fällt ein wenig schmal aus. Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit klappt aber auch dessen Bedienung zuverlässig.
Die Software reagiert auf Eingaben flüssig und ohne Verzögerungen. Nur bei der Bilder-Schau ging es etwas gemächlicher zu. Die seitlichen Tasten am Gehäuse-Unterteil sind nicht vor Fehlbedienungen gefeit. Sie liegen so ungünstig in ergonomischer Griff-Position, dass es immer wieder zu einer versehentlichen Betätigung kommt. Das stört nicht mehr, wenn das Telefon auf dem Tisch liegend bedient wird. Diese Position ermöglicht eine sehr angenehme Handhabung. Nicht zuletzt weil es stabil und eben aufliegt. Wer es bevorzugt sein Mobiltelefon überhaupt nicht zu berühren, sollte sich einmal die geniale Sprachsteuerung unseres Probanden näher ansehen. Eine Taste muss noch bedient werden, doch dann hört das V3x bedingungslos aufs Wort. Der Clou: Es muss keine vorherige Stimmprobe abgegeben werden. Nach Betätigung der dafür zuständigen Taste am Gehäuserand meldet sich eine symphatische weibliche Stimme mit den Worten: "Sagen Sie einen Befehl". Sogar Rufnummern können diktiert werden. Zwar erfordert diese Technologie eine deutliche Aussprache, doch dann lässt sich in neun von zehn Fällen auf Anhieb ein Ruf absetzen. In Verbindung mit dem mitgelieferten Headset, ist man gerade im Auto wieder eine Spur sicherer unterwegs. Denn: Die Sprachsteuerung startet auch nach langem Druck auf die Headset-Taste. Auf diese Weise ist gewährleistet, dass die Finger und damit auch die Blicke fern vom Mobiltelefon bleiben.
Mister Wong
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