Mittelteure Grafikschleuder
Mit ihren 7800er und X1800er Serien haben Nvidia und ATI vielen Spielern erneut den Mund wässerig gemacht, aber nicht nur Preise jenseits der 500 Euro stehen dem Glück im Wege, auch um die Anschaffung eines PCI-Express tauglichen Rechners kommt man zumindest im Moment nicht herum. Wer den Umstieg jetzt wagen und nicht auf nachgeschobene AGP-Versionen warten will, steht vor dem Dilemma, dass nach der Investition in ein neues Mainboard samt Prozessor oft das nötige Kleingeld für die Highend-Grafikkarte fehlt.
Vorab-Info: In diesem Artikel werden Grafik-Fachausdrücke verwendet. Zum besseren Verständnis des Artikels empfehlen wir einen Blick in unser Grafiklexikon.

Da die neue Mittelklasse noch nicht flächendeckend verfügbar ist, bietet sich also ein Blick auf die ehemaligen Topmodelle an. Mit dem GTO-Chip stellte ATI im September den letzten Spross aus der X800-Serie vor, dessen Leistungswerte in etwa zwischen X800 und X800 Pro liegen. Dabei handelt es sich nicht um eine echte Neuentwicklung, als GPU kommen die bereits bekannten und auf Grafikkarten der X800/X850 Serie verwendeten R430 und R480 Chips zum Einsatz. Von deren 16 Renderpipelines sind jedoch vier standardmäßig deaktiviert. Der Chiptakt liegt bei mäßigen 400 MHz, der Speicher ist, wie bei allen X800-Karten, mit 256 Bit angebunden und taktet bei der 256 MB Version mit 490 MHz, Modelle mit 128 MB Speicher müssen mit deutlich geringeren 350 MHz auskommen.
Da der gleiche Chip zum Einsatz kommt, unterscheidet sich die GTO in den Eigenschaften nicht von den ursprünglichen X800 Karten, einen Überblick findet man hier im Rahmen unserer Tests vom Frühjahr. Die GTO muss also auch mit den Einschränkungen leben, die wir bereits bemängelt haben, dazu zählt vor allem die fehlende Unterstützung des Shader Models 3.0, das ATI erst mit der X1000 Serie eingeführt hat. Mittlerweile profitieren einige Spiele wie Far Cry oder Splinter Cell vom Einsatz der neuen Technik, aber nach wie vor gibt es keine Titel die Shader der Version 3.0 zwingend voraussetzen. Angesichts der breiten Basis an installierten X800 Karten wird dies wohl auch noch einige Zeit dauern.
Für alle aktuellen und in naher Zukunft erscheinenden Spiele bringt die X800 GTO also die entsprechenden Fertigkeiten mit. Wir wollen aber auch wissen, ob bei aktuellen Titeln wie F.E.A.R. die Leistung bei vollen Details noch stimmt, oder welche Abstriche man dort machen muss. Anhand der X800 GTO von Connect3D klären wir diese Frage in unserem Test.
| Hersteller | Connect3D |
|---|---|
| Modell | Connect3D 256MB X800 GTO ViVO/DVI Retail PCIe |
| Allgemein | |
| Homepage | www.connect3d.de |
| Bezugsquelle | www.norskit.de |
| Technische Daten | |
| Bus Typ | PCI-e |
| PCI-e-Standard | 16x |
| Grafikchip | Radeon X800 GTO |
| GPU Taktfrequenz | 400 MHz |
| Rendering-Pipelines | 12 |
| Speichertyp | 256 MB GDDR3 |
| Speichertaktfrequenz | 490MHz DDR |
| Speicheranbindung | 256 Bit |
| 1./2. RAMDAC-Takt | 400 MHz |
| Mpeg2-Wiedergabe | Ja |
| Mpeg2-Encoding | Ja |
| Pixel Shader | 2.0b |
| Vertex Shader | 2.0b |
| Kühlung | 1 Lüfter, 1 Kupferkühlkörper |
| Lautstärke | k.A. |
| Auflösungen | |
| 640x480 16 Mio 200 Hz | |
| 800x600 16 Mio 200 Hz | |
| 1024x768 16 Mio 200 Hz | |
| 1152x864 16 Mio 200 Hz | |
| 1280x1024 16 Mio 170 Hz | |
| 1600x1200 16 Mio 120 Hz | |
| 1920x1440 16 Mio 90 Hz | |
| 2048x1536 16 Mio 85 Hz | |
| Interface | |
| VGA | 1x |
| DVI | 1x |
| S-Video OUT | 1x |
| S-Video IN | 1x |
| Videochinch | 1x (über beigelegten Adapter) |
| Zubehör | |
| Treiber CD, 1x DVI-VGA-Adapter, VIVO Videoadapterkabel | |
| Preis | |
| 180 Euro |
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