Test: OCZ RevoDrive Hybrid

Die SSD im Detail

Das Gesamtpaket der RevoDrive Hybrid umfasst drei Teile: eine SSD, eine HDD und die Dataplex-Caching-Software. Der Solid State Drive besteht aus zwei performanten SandForce SF-2281-Controllern in Verbindung mit 128 Gigabyte MLC-NAND-Speicher. Die Integrierte Festplatte stammt von Toshiba und bietet eine Speicherkapazität von einem Terabyte. Für die nötige Anbindung zum Mainboard sorgt ein PCI-Express-2.0-x4-Interface, wodurch Daten- sowie Stromkabel überflüssig sind.

Durch den Raid-0-Verbund der zwei SandForce-Controller werden Übertragungsraten von bis zu 910 MByte/s beim Lesen sowie 810 MByte/s beim Schreiben möglich. Desweiteren können 120.000 Ein- und Ausgabe-Operationen pro Sekunde beim "Write"-Vorgang von vier Kilobyte großen Datenblöcken erreicht werden. Bisher gibt es nur das von uns getestete Modell mit 100 Gigabyte Cache sowie ein Terabyte Festplattenkapazität.

Der Vorteil der SandForce-Controller ist neben der hohen Performance die transparente Datenkompression. Dadurch werden die Dateien - abhängig vom Dateityp - komprimiert und somit verkleinert. Dadurch müssen weniger Datenblöcke geschrieben werden, was zum Einen die Geschwindigkeit steigert und zum Anderen der begrenzten Anzahl an Bearbeitungszyklen und somit der Lebensdauer des Flash-Speichers zu gute kommt.

Beim Speicher setzt OCZ umgelabelte Micron-Speicherzellen mit einer Strukturbreite von 25 Nanometern ein. Insgesamt sind 16 asynchrone MLC-Chips mit einer Kapazität von jeweils 8 Gigabyte vorhanden. Allerdings bleiben davon nur 100 Gigabyte als Cache nutzbar, da der Rest als Over-Provisioning-Bereich genutzt wird. Diese "Reserve" dient als Ersatz für defekte Speicherzellen und somit die Haltbarkeit des Flash-Laufwerks begünstigt.

Unter dem schwarzen Kühlkörper verbirgt sich noch ein weiterer wichtiger Chip: Der aus eigener Entwicklung stammende PCIe-to-SAS-SuperScale-Controller. Dieser sorgt für die native Unterstützung von PCI-Express 2.0, wodurch auf den Einsatz eines Bridge-Chips verzichtet werden kann. Für die Wärmeabgabe sind ein passiver Kühlkörper sowie Lüftungsschlitze in der Slotblende vorhanden.

Als Festplatte dient eine "MK1059GSM" bezeichnete Festplatte von Toshiba, welche im 2,5-Zoll-Format und mit einer Kapazität von einem Terabyte daherkommt sowie bei 5400 U/min arbeitet. Untergebracht ist das Laufwerk auf einem sogenanntem "Daughterboard", welches auf die Hauptplatine aufgeschraubt ist. Bedingt durch die Bauhöhe des Daughterboards inklusive der Festplatte, belegt die OCZ RevoDrive Hybrid zwei Steckplätze.

Desweiteren sind auf der Platine mehrere blaue LEDs angebracht, die den Betrieb und Zugriffe auf den Datenträger anzeigen.

Neben dem Laufwerk befindet sich noch ein Handbuch und Aufkleber im Lieferumfang. Auf die Beigabe einer Software-CD wurde bewusst verzichtet, damit der Anwender immer die aktuelle Version der Software erhält. Letztere kann nach einer kurzen Registrierung auf der Internetseite von OCZ Technology heruntergeladen werden. Der benötigte Lizenz-Key befindet sich direkt auf dem Laufwerk. Der Hersteller gewährt drei Jahre Garantie und beziffert die mittlere Betriebsdauer mit 600.000 Stunden.

Technische Daten
HerstellerOCZ
BezeichnungRevoDrive Hybrid
SerieHybrid Solutions
NAND-TypMicron MLC, 25nm, asynchron
BesonderheitenDataplex-Caching Software, 1TB Toshiba HDD
Controller2x SandForce SF-2281
Transferraten (lesen/schreiben)910 / 810 MByte/s
Preis613.00€


Inhaltsverzeichnis

  1. OCZ RevoDrive Hybrid
  2. Die SSD im Detail
  3. Die Testplattform
  4. So testet PC-Max
  5. Benchmarks
  6. Fazit

Kommentare

Man müsste die festplatte mal überlängeren zeitraum testen, ob es wie bei den SSD´s mit Sandforce-Controllern zu einem leistungseinbruch kommt oder net.

geschrieben am 26.03.2012 um 19:30 Uhr

In Zukunft wirst du so etwas sicher bei uns sehen. Jedoch benötigt man für so ein Vorhaben einen guten Hersteller, der seine Produkte auch für einen lägeren Zeitraum zur Verfügung stellt. Aber wir behalten das im Hinterkopf ;)

geschrieben am 26.03.2012 um 22:13 Uhr

Ein Interessantes Stück Hardware und eine interessante Philosophie, aber ich persönlich würde das nicht nutzen.

Ich habe in meinem Rechner eine 256GB Samsung SSD für System, Programme und Spiele und eine 500GB Platte für Downloads, temporäre Daten etc drin. Alles wichtige liegt auf nem NAS. Das ist geschwindigkeitstechnisch mit sicherheite performanter, als die Lösung von OCZ. :)

geschrieben am 27.03.2012 um 08:28 Uhr

Klingt definitiv interessant, wenn sich das ganze preislich vielleicht ein wenig reguliert...wäre das auch was für mich ;) Mir sind nämlich die reinen SSD´s zu klein für das teure Geld...

geschrieben am 05.04.2012 um 19:22 Uhr

das wär mir definitiv zu viel Geld, am preis muss noch was gemacht werden

geschrieben am 07.05.2012 um 17:26 Uhr

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