Test: OCZ Agility 3 SSD
Die SSD im Detail
Nachdem wir uns bereits das High-End-Modell der SandForce-3-SSDs aus dem Hause OCZ – die Vertex 3 – näher angesehen haben, wollen wir uns in diesem Artikel näher mit der Agility 3 befassen. Letztere ist aufgrund des niedrigeren Preises eher im Einsteiger-Bereich einzuordnen, doch kann die Agility 3 mit ähnlicher Hardware auch ähnlich gute Ergebnisse wie ihre „große Schwester“ erzielen?
Wie auch beim Spitzenmodell ist in der Agility 3 der SandForce-2281-Controller verbaut, welcher dank des SATA-6Gbit/s-Interfaces keine Begrenzung der Durchsatzraten darstellt. Der Kunde hat die Wahl zwischen 60, 120 und 240 GByte Speicherkapazität. Üblicherweise ist die Leistung einer Solid State Drive auch an deren Größe gekoppelt. So bieten kleinere Modelle auch oftmals geringere Datendurchsätze als baugleiche SSDs mit größerer Kapazität. Das von uns getestete Exemplar mit 240 GByte liest laut OCZ 525 MByte/s und schreibt 500 MByte/s. Mit den identischen Leistungsdaten kommt auch das 120-GByte-Modell daher, lediglich die 60 GByte große Agility 3 ist beim Lesen auf 475 MByte/s beschränkt.
Der entscheidende Punkt für die Leistung der SSD stellt jedoch nicht nur der Controller dar, sondern auch der verbaute Speicher, die Firmware sowie das Board-Design. Bei der hier getesteten Produktreihe setzt der Hersteller auf asynchronen MLC-NAND-Speicher, der im 25-nm-Verfahren gefertigt wurde und ein ONFI-Interface besitzt. Somit ergeben sich für die Agility 3 deutliche Preisvorteile aber auch Leistungseinbußen gegenüber anderen SSDs mit SandForce-2-Controller. Die bereits getestete Vertex 3 hingegen setzt auf synchronen Speicher, was sich in einer besseren Performance niederschlagen soll. Die Bezeichnung „NAND“ ist auf die Technik der Fertigung des Speichers zurückzuführen, bei der sich die einzelnen Speicherzellen in einer seriellen Anordnung befinden.Das langsamere ONFI-Interface des asynchronen Speichers, also die Verbindung zwischen dem Controller und den Speicherzellen, bedingt etwas niedrigeren Transferraten im Vergleich zur Vertex 3. Um den Preis dieser Mainstream-SSD noch attraktiver gestalten zu können, verzichtet man auch auf das gewohnte Zubehör, wie etwa den Wechselrahmen für 3,5-Zoll-Laufwerke. Die Garantiezeit ist jedoch gleich geblieben und beträgt drei Jahre. Auch die äußeren Merkmale sind recht identisch, so präsentiert sich die das Testmuster im gewohnten schwarzmatten Gehäuse.Ein Vorteil des Controllers der hier klar zum Tragen kommt, ist die "transparente Kompression", mit deren Hilfe die Daten vor dem Schreiben auf den Flash-Speicher stark verkleinert werden. Dadurch wird weniger und auch schneller geschrieben beziehungsweise gelesen, was wiederum der begrenzten Anzahl der Schreib- und Löschzyklen zugutekommt. Bei aktuellen Solid State Drives wird eine Lebensdauer von rund 3000 bis 5000 Zyklen angegeben. Als die ersten SSDs auf dem Markt erschienen, waren Angaben von rund 10.000 Zyklen üblich. Aus dieser Sicht der Dinge werden Technologien, wie die transparente Kompression, zunehmend wichtiger für eine längere Lebensdauer des Speichers.| Hersteller | OCZ |
|---|---|
| Bezeichnung | Agility 3 |
| Serie | Agility |
| NAND-Typ | MLC (25nm, asynchron) |
| Besonderheiten | 256bit-AES-Verschlüsselung |
| Controller | SandForce SF-2281 |
| Transferraten (lesen/schreiben) | 525 / 500 MByte/s |
| Preis | 179.90€ |





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