Test: SanDisk Extreme 500 im Kurztest

Wer schnelle und besonders portable Speicherlösungen sucht, greift oftmals zu einem USB-Stick. Zusehends werden aber die Sticks von richtigen SSDs abgelöst- Letztere gibt es nämlich nicht nur im verbreiteten 2,5-Zoll-Format, sondern seit längerem auch mit 1,8-Zoll-Abmessungen. In die letztere Gattung fällt SanDisks Ableger in Form der Extreme 500, welchen wir uns im Kurztest näher ansehen.


Wer Speicherplatz für unterwegs braucht, aber wenig Platz dafür aufopfern möchte, greift normalerweise zu USB-Sticks. Anspruchsvolle Nutzer mit dem Bedarf an mehr Speicherplatz, einer höheren Langlebigkeit und auch besserer Performance setzen auf SSDs. Letztere gibt's in sehr kompakt wie SanDisk mit der Extreme 500 zeigt. 480GB, laut Hersteller ordentliche Transferraten, dazu extrem leicht und klein gebaut. Ob die SSD im Kurztest auf ganzer Linie überzeugen kann, erfahrt ihr im Folgenden.

Impressionen 

SanDisk verpackt die Extreme 500 Portable SSD in einer einfachen Verpackung, die der Unternehmens-Corporate-Identity entspricht. Das heißt, dass neben den Produktbild gut sichtbar auf der Vorderseite die Kapazität sowie die maximalen Transferraten abgebildet sind. Rückseitig gibts einen Überblick über die technischen Daten - weitere Infos finden sich auf der Verpackung an verschiedensten Stellen. Die SSD selbst ist in einem Plastiktütchen verpackt - in einer weiteren Kartonage darunter befindet sich das Kabel samt der Anleitung.

SanDisk setzt beim Gehäusematerial durch und durch auf Kunststoff, der in quadratischer Form mit 76 x 76 Millimetern und einer Höhe von etwa 10 Millimetern die Platine im Inneren schützt. Insgesamt bringt die externe SSD so ein Fliegengewicht von knapp 80 Gramm auf die Waage. Das ist extrem portabel und im Vergleich mit einem USB-Stick braucht sich der Datenträger auch hinsichtlich der Größe nicht verstecken. Auch die Mitnahme in der Hosentasche samt Kabel ist denkbar - schließlich ist die Extreme 500 kaum breiter als ein aktuelles Top-Smartphone des Jahres 2017, wie etwa das LG G6.

Auch wenn großflächig Kunststoff zum Einsatz kommt: Die Verarbeitung ist solide, Bumper an den Rändern aus Gummi sollen bei einem etwaigen Sturz auf die Kante eine abfedernde Wirkung haben. Das Herstellerlogo ist prominent auf der Oberseite platziert, die Unterseite zeigt Modellnummer und Speicherkapazität an. Gut mitgedacht hat SanDisk mit der Schlaufenaufnahme, womit die SSD unter anderem mithilfe eines Anhängers besser greif- und sichtbar wird. Passen dürften hier aber wenige Anhänger, denn die Aufnahme ist extrem klein ausgefallen.

Mithilfe eines Gummistopfens schützt SanDisk die breite USB 3.0-Buchse vor Staub und Schmutz - man sollte auf keinen Fall erwarten, dass die SSD somit wasserdicht wäre. Die einzige Sache, die etwas stutzig macht: Die Anschlussbuchse wirkt beim Ziehen des USB-Kabels fragil - die Zeit muss zeigen, ob die Befürchtung mit einer wackeligen Buchse auftritt. Schließlich haben so eingie externe Datenträger - auch Festplatten - damit zu kämpfen.

Das beigelegte USB-Kabel ist unserer Meinung nach ziemlich kurz - dazu auch noch sehr verwindungssteif. Gewünscht hätten wir uns hier ein längeres Kabel, das sich außerdem leichter biegen lässt, um es etwa aufzurollen und in eine kleine Tasche zu verstauen.

Technische Eckdaten

SanDisks Extreme 500 ist in insgesamt drei Varianten (250GB, 500GB, 1TB) erhältlich. Die Modelle unterscheiden sich allerdings nicht nur in Sachen Speicherplatz. SanDisk gibt für die größte Variante mit 1TB Transferraten von 440MB/400MB lesend, respektive schreibend an. Nicht ganz so schnell sind die beiden kleineren Versionen mit 500GB und 250GB - erste arbeitet mit höchstens 430MB lesend und 415MB pro Sekunde schreiben, während die Version mit 250GB Transferraten von 415MB/340MB pro Sekunde lesend, respektive schreibend aufweist.

Alle Flash-Datenträger verfügen über das identische Design, kommen also alle auch mit einer breiteren USB-3.0-Buchse daher und unterstützen somit den entsprechenden Übertragungsstandard. Betont werden sollte allerdings, dass die Datenträger insgeheime über 256GB, 512GB sowie 1024GB Gesamtkapazität verfügen - die restlichen Gigabyte stehen jedoch für Hintergrundaktivitäten und zur temporären Leistungssteigerung- und Erhaltung bereit.

Benchmarks

Nun geht es ans Eingemachte: In einigen, ausgewählten Benchmarks muss die SanDisk Extreme 500 zeigen, wie es um die Leistungsfähigkeit steht. Getestet wurde hierbei mit dem bekannten Atto Benchmark sowie Crystal Disk Mark. Unterschiedliche Szenarien, bei der insbesondere die Größe der gelesenen, respektive geschriebenen Blöcke variiert sollen die Leistungsfähigkeit bei der Übertragung von großen sowie kleinen Daten aufzeigen.

Bei Crystal Disk Mark kann die SanDisk SSD nicht ganz an die vom Hersteller angegebenen theoretische Leistungswerte ranreichen. Das liegt unter anderem daran, dass der Hersteller für die Angabe der Leistung besonders optimierte Benchmarks nutzt, zum anderen daran, dass Benchmarks grundsätzlich gewissen Schwankungen unterliegen. Nichtsdestotrotz ist die Leistung sehenswert - das bisschen an fehlener Transferrate ist für den normalen Nutzer kaum bemerkbar. Naturgemäß arbeiten SSDs mit größeren Datenmengen schneller, was auch hier zu beobachten sind. Hier gilt ebenfalls: Das ist messbar, jedoch kaum spürbar, denn die SSD arbeitet in allen Szenarien etwa konstant.

Ähnliches Bild ist auch beim ATTO-Benchmark zu beobachten. Quer durch die Bank liegen die Transferraten auf einem recht hohen Niveau, ehe es einen starken Einbruch der Leistung bei 128KB gibt. Ähnliches trifft auf andere SSDs zu, bei denen mit einer hohen Anzahl an kleinen Daten die Leistung einbricht. Im oberen Leistungsbereich spielt die SSD anhand der erzielten Werte dennoch mit - schneller geht es erst mit Datenträger mit USB 3.1-Anbindung der nächsten Generation.

Fazit

Alles in allem ist SanDisks Extreme 500 Portable SSD ein Begleiter, der seine Stärken gerade im mobilen Einsatz ausspielen kann. Der Datenträger arbeitet schnell und reizt den USB 3.0-Standard aus. Erfreulich war, dass die Leistung durchwegs hoch blieb - den bekannten Einbruch bei kleinen Daten mal außen vorgelassen.

Zum Preis von aktuell rund 160 Euro (Stand: 07/2017) für 500GB schnellen, mobilen Speicher im kleinen Format macht man definitiv wenig falsch. Den größten Kritikpunkt kann SanDisk bei der Extreme 500 indes sehr einfach beseitigen: Einfach ein längeres, flexibleres Kabel beilegen und dabei auch die Anschlussbuchse solider gestalten - damit stünde einer Redaktionsempfehlung letzten Endes nichts mehr im Wege.

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