Test: Sharkoon Mech SGK2 Gamingtastatur im Test

Wo einst mechanische Gaming-Keyboards zweifellos den eher wohlhabenden Konsumenten vorbehalten waren, können mittlerweile auch Bugdet-Käufer auf ihre Kosten kommen. Der deutsch-asiatische Produzent Sharkoon präsentierte mit der Skiller Mech SGK2 eine Tastatur, die nur leicht auf das Portemonnaie schlägt, aber Oberklassen-Gene beinhalten soll.


Wer glaubt, dass nur das High-End-Segment bei Tastaturen heiß umkämpft ist, täuscht sich. Denn im Budget-Bereich versucht jeder Hersteller, viel Knall für wenig Geld zu bieten. Und durch die Konkurrenz müssen natürlich die jeweiligen Produkte auf das Höchstmaß gezüchtet werden. Ein Beispiel für dieses Szenario ist beispielsweise Sharkoons neuste mechanische Tastatur. Laut Datenblatt kommt die Peripherie mit drei verschiedenen Kailh-Schaltern, einer dreistufigen Hintergrundbeleuchtung sowie einer verstärkten Metalloberfläche. Ein weiteres Merkmal ist die Ausstattung des Geräts mit sechs Makrotasten.

Insgesamt gibt es also ein überraschend vielversprechendes Paket zum kleinen Preis von rund 45 Euro. In unserem Test werdet ihr erfahren, ob die Skiller Mech SGK2 auch über die Beschreibung hinaus überzeugen kann.

Lieferumfang, Verarbeitung und Technik

In der Regel spendieren Hersteller den Fans kleine Extras wie Tastenzangen, Sticker, Schutzabdeckungen oder ähnliches. In diesem Fall kommt die SGK2 tatsächlich nur mit einer Anleitung. Zumindest ist die Tastatur durch zwei Polsterblöcken sowie einer Plastik-Abdeckung sicher verpackt. Weiteres Zubehör sucht man aber vergebens.

Deutlich besser sieht es hingegen im Bereich Verarbeitung aus. Denn obwohl die SGK2 nur rund 45 Euro kostet, vermittelt das neue Sharkoon-Produkt ein hochwertiges Gefühl. Sie wirkt massiv, durch das körnige Finish stimmig und Akzente wie die Abhebung über den F-Tasten vermittelen eine gewisse Identität. Das Gewicht selbst wird jedoch noch einmal von der mit Metall befestigten Oberfläche erhöht. Somit bleibt die 1.118 Gramm schwere Peripherie auch in hitzigen Gefechten standhaft.

Unser Testmuster kam mit den roten Kailh-Tasten daher. Das Modell gibt es aber alternativ auch in braun sowie blau. Im Allgemeinen bietet die weiße Hintergrundbeleuchtung einen soliden Kontrast zum komplett schwarzen Design. Des Weiteren hat Sharkoon viele kleine Akzente gesetzt - beispielsweise durch die „Sharkoon Taste“ oder dem Firmennamen unter der Leertaste und rechts über den F-Tasten.

Zugunsten des kompakteren Designs fehlt das Nummernpad, wodurch die SGK2 mit den Maßen 39,1 × 17,0 × 4,5 cm (Länge x Höhe x Breite) daherkommt. Beim Layout handelt es sich um das Format 88 ISO, besser bekannt als QWERTZ. Das USB-Kabel ist 1.80 Meter lang. Neben den typischen Multimediatasten gibt es auch die Makroleiste mit fünf Tasten sowie einer Extrataste, auf der beispielsweise eine Aufnahme-Funktion abgelegt werden kann. 

Die wichtigsten technischen Daten im Überblick:

ModellSharkoon Mech SGK2 
TastenartKailh Red
Abmessungen39,1 × 17,0 × 4,5 cm
Gewicht1.118
Makrotasten5
Reaktionszeit1ms
Key-Rollover6 KRO N-KRO
LayoutISO 88 (QWERTZ)
Integrierter Speicher /
Zubehör /
Software /
Garantie2 Jahre

Der Praxistest

Die roten Schalter sind natürlich ein geeigneter Kandidat, wenn es um die perfekte Shooter-Peripherie geht. Da nur ein minimaler Druck ausgeübt werden muss, um die Tasten zu aktivieren, können geübte Nutzer förmlich über das Keyboard fliegen. Wir haben die Tastatur in Spielen wie Black Desert, Battlefield 1 und World of Warcraft verwendet. Die Makro-Tasten offerieren viele verschiedene Möglichkeiten, Waffen zu wechseln oder Magie-Kombinationen zu wirken.
Schon zu Beginn des Tests viel uns auf, dass die Kailh-Switches ein auffälliges Geräusch von sich geben, dabei ist die rote variante sogar die leiseste unter den drei Farben.

Weniger erfahrene Nutzer fragen sich sicherlich, was der Nutzen einer mit Metall befestigten Platine ist. Der Vorteil liegt hier in der verbesserten Stabilität. Denn wer gerne zockt, wird sich konsequent in hitzigen Gefechten finden. Ob es Fantasy-Abenteuer oder Einsätze im ersten Weltkrieg sind, das Tippen wird hektisch und die eingesetzte Druckkraft oft höher. Leichte, überwiegend aus Plastik bestehende Tastaturen neigen in solchen Situationen dazu zu rutschen oder gar zu schaukeln. Die SGK2 lässt sich jedoch nicht von der Stelle rühren und kann auch wildes Einhämmern verkraften. Selbst wenn Dreck, Staub oder Krümel zwischen den Tasten gerät, ist die Reinigung dank der riesigen Zwischenräume leichter als sonst.

Fazit

Wir haben über Zahlen, Fakten und Gefühle gesprochen. Nun wird es Zeit für das allumfassende Fazit. Sharkoon konnte sich mit der Skiller Mech SGK2 bereits so manch ein Lob abstauben. Die mechanische Tastatur wurde mit Metall verstärkt und bringt eine weiße, dreistufige Beleuchtung mit, welche tadellos durch die Lasercut-Tasten hindurch strahlen. Eine Software wird vom Hersteller nicht offeriert, ist in diesem Fall jedoch auch nicht zwingend notwendig. Der einzig wirkliche Kritikpunkt ist, dass keine Indikationsleuchten integriert wurden. So haben wir beispielsweise keine Anzeige, wenn beispielsweise Caps-Lock an ist.  

Nichtsdestotrotz haben wir genug Argumente auf der Hand, um Sharkoon einen Award zu verleihen. Die Skiller Mech SKG2 konnte einige praktische Features bieten, die üblicherweise nur Geräte der Oberklasse besitzen. Wer also auf der Suche nach einer mechanischen Tastatur ist, jedoch nur wenig Budget zur Verfügung hat, wird hier sicherlich auf seine Kosten kommen. Denn ein besseres Preis/Leistungsverhältnis im mechanischen Segment haben wir bislang noch nicht entdeckt.

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