Test: Razer BlackWidow Tournament Edition Chroma V2

Razer hat es mit der BlackWidow geschafft, eine wahre "Kult"-Tastatur auf den Markt zu bringen. Nach etlichen neuen Versionen und Modellen hat es nun die BlackWidow Chroma V2 in der Tournament Edition in den Handel geschafft. Mit wahlweise Grünen, Orangenen oder Gelben Switches, einer Handballenaquflage und der obligatorischen Chroma-Beleuchtung will die kompakte Tastatur überzeugen. Ob sie das schafft, könnt ihr im Test lesen.


Beim Namen "BlackWidow" dürfte es bei jedem Gamer klingeln. Das Markenzeichen des amerikanischen Herstellers schlechthin - zumindest was Tastaturen angeht. Es kamen seit dem Release des ersten Modells vor sieben Jahren eine Vielzahl an verschiedenen Versionen und Modellen auf den Markt. Seit neuestem ist auch eine Tournament Edition der BlackWidow Chroma V2 mit im Sortiment. Die Tenkeyless-Tastatur büßt durch die kompakte Bauform natürlich einige Funktionen ein, ob das in der Praxis ins Gewicht fällt und wie sich die Tastatur im Alltag bewährt lest ihr im Folgenden.

Lieferumfang, Verarbeitung und Design

Kommen wir wie immer erstmal zum Lieferumfang. Wie üblich kommt alles in der Razer-Typischen Grün/Schwarzen Kartonage, auf der die Tastatur und alle wichtigen Informationen abgebildet sind. Neben der Tastatur gehören noch die Handballenauflage, ein USB-Kabel und die Papiere zum Lieferumfang. Alles liegt sauber im Karton und ist sicher verpackt.

Nun alles ist ausgepackt, wie fühlt sich die Tastatur an? Im Grunde wie jede andere neuere BlackWidow-Tastatur. Ob das nun gut oder schlecht ist sei mal dahingestellt. Abgesehen davon aber ist die Verarbeitung optimal und lässt keine wirklichen Kritikpunkte aufkommen. Und das obwohl das Gehäuse komplett aus Kunststoff besteht.

Beim Design schneiden sich bekanntlich die Geister, doch erstmal zum Wesentlichen. Der gesamte Korpus der Tastatur ist mattschwarz, die in das Gehäuse eingelassenen schwarzen Keycaps sind mit dem von Razer bekannten Font besäät und mittig ziert noch das illuminierte Razer-Logo die Unterseite. Auf der Rückseite finden sich fünf Gummifüße, zwei Gummiaufsteller und ein Sticker mit technischen Informationen.

Die schwarze Handballenauflage ist mit Kunstleder überzogen und angenehm weich gepolstert. Die Auflage haftet magnetisch an der Tastatur, jedoch wird dadurch das beleuchtete Logo verdeckt. Zum zwei Meter langen USB-Kabel lässt sich zusätzlich sagen, dass es abnehmbar ist und darüber hinaus auch bei Bedarf durch ein längeres Kabel ausgetauscht werden kann.

Technik und Software

Kommen wir zum Innenleben. Das "Tournament Edition" im Namen lässt es vielleicht schon erahnen, es handelt sich hier um eine Tenkeyless-Tastatur. Das bedeutet einen Wegfall von Nummernblock und Makro-Tasten. Dadurch ist die Steuerung der Medien und Beleuchtung nur noch in Kombination mit der FN-Taste aufrufbar. Doch das wird wohl in groben Zügen der einzige Nachteil gewesen sein, so erhofft man es sich natürlich.

Übliche Funktionen wie Anti-Ghosting mit 10-Tasten-Folgefunktion, 1000-Hz-Ultrapolling und voll programmierbare Tasten sind mit an Bord. Die 88 Schalter sollen laut Razer bis zu je 80 Millionen Tastenanschlägen standhalten. Apropos Schalter: Man hat die Auswahl zwischen Grün, Orange und Gelb. Wir haben die Version mir den hauseigenen grünen Switches im Test. Sie besitzen eine Auslösekraft von 50 g und sind mit der sogenannten "Sofortauslösetechnologie ausgestattet.

Alle technischen Informationen im Überblick:

Switch-Typgrün/gelb/orange
Auslösekraft50 g/45g/45g
Lebensdauer80 Millionen Tastenanschläge
HintergrundbeleuchtungChroma-Beleuchtung
LayoutTenkeyless
Sonstige FunktionenAnti-Ghosting mit 10-Key-Rollover, 1000-Hz-Ultrapolling
SoftwareRazer Synapse 3 Beta
Gewicht950g
ZubehörAbnehmbare Handballenauflage und USB-Kabel

Natürlich lässt sich wie immer die Chroma-Beleuchtung der Tastatur nach den eigenen Wünschen anpassen. Doch nicht nur das lässt sich in der neuesten Razer Synapse 3 Beta Software einstellen. Es lassen sich eigene Profile anlegen, zusätzliche Module (Apps) installieren oder auch Makros erstellen. Im "Chroma Studio" lässt sich auch die gesamte Razer-Peripherie miteinander synchronisieren. Insgesamt ist die Software modern, übersichtlich und bietet alle wichtigen Funktionen und mehr.

Praxistest

Beim Praxistest und auch gerade beim Schreiben dieser Zeilen macht die BlackWidow Chroma V2 TE eine gute Figur. Sie fühlt sich subjektiv durch die grünen Schalter wie eine echte mechanische Tastatur an, mit dem bekannten knackigen Feedback und dem lauten Klackern. Allerdings fällt gerade Letzteres beim Benutzen immer wieder auf, denn die hohe Laustärke geht nach einiger Zeit gehörig auf die Nerven.

Abgesehen vom lauten Geräusch kann die Tastatur nur überzeugen. Das Feedback beim Tippen fühlt sich sehr gut an und die Handballenauflage kann bequemer gar nicht sein. Nur ein bisschen länger, denn beim normalem Schreiben liegt die linke Hand beinahme aufm dem Rahmen auf. Andererseits kommt das natürlich dem Design zugute, denn so schließt die Auflage schön mit der Größe der Tastatur selbst ab.

Durch das fehlende Numblock lassen sich viele Medienfuntkionen nur noch in Kombination mit der FN-Taste erreichen. Klappte im Test immer zuverlässig, allerdings dauert es seine Zeit, bis man immer die richtige Taste gefunden hat. Uns hat auch die Beleuchtung gefallen: Sie ist durch die weiße Grundplatte ziemlich hell und gleichmäßig, die Effekte dazu unzählig und bis ins Detail individualisierbar.

Fazit

Razer hat mit der BlackWidow Chroma V2 TE nichts Neues geschaffen - aber auch nichts Schlechtes. Der Funktionsumfang ist im Gegensatz zur großen Chroma V2 zwar geschrumpft, das wird aber durch die kompakte Größe kompensiert. Die hauseigenen Razer Green Switches fühlen sich gut an und haben ein knackiges Feedback, jedoch sind diese extrem laut. Vielschreiber sollten das definitiv in Betracht ziehen, wenn sie eher ein ruhigeres Umfeld gewohnt sind.

Für die BlackWidow Chroma V2 TE spricht die sehr gute Verarbeitung und das schöne Design. Das Tippgefühl ist sehr angenehm und das haptische Feedback auch für Vielschreiber von Vorteil. Außerdem bringt die Handballenauflage ein großes Plus an Ergonomie und die Chroma-Beleuchtung ist durchaus hübsch anzusehen.

Gegen die BlackWidow Chroma V2 TE spricht vor allem der hohe Preis. Darüber hinaus ist auch die extrem hohe Lautstärke der Switches nervig und der Funktionsumfang ist im Gegensatz zum großen Modell auch ziemlich spartanisch ausgefallen.

Im Grunde ist die BlackWidow Chroma V2 Tournament Edition eine abgespeckte, kleinere Version der ohnehin schon teuren BlackWidow Chroma V2. Das ist im Normalfall auch die Intention hinter einer Tenkeyless-Tastatur, allerdings verlangt Razer in diesem Fall 149,99 Euro (Razer Online-Shop, Stand 10.02.2018) dafür. Unserer Meinung nach nicht zurecht, denn für diesen Preis bekommt man bereits vollwertige, mechanische Tastaturen im High-End-Bereich. Aus diesem Grund gibt es auch keine Empfehlung für die Razer BlackWidow Tournament Edition Chroma V2 - obwohl sie es sich eigentlich verdient hätte.

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