Test: Fnatic Gear Clutch G1 Gaming Maus im Test

Mit der Gear Clutch G1 gesellt sich eine weitere Maus zum Portfolio des eSports-verbundenen Unternehmens und auch hier lautet der Anspruch: Von Gamern, für Gamer. Wie viel eSports-Tauglichkeit der günstiger Nager bietet, zeigen wir im Test.


Neu dürfte für unsere Leser das Unternehmen Fnatic nicht sein, weshalb eine ausführlichere Beschreibung diesmal ausbleibt. Schließlich haben es bereits die Tastatur Fnatic Gear Rush G1 Silent und das Headset Gear Duel TMA-2 in die Redaktion geschafft und sich zumindest in einem Fall eine Empfehlung sichern können. Zusammengefasst: Fnatic ist ein großes eSports-Team, welches den Peripheriehersteller Func von Fractal Design aufgekauft hat und dessen Know-How nutzt, um unter eigenem Label diverses PC-Zubehör zu vermarkten, unter anderem eben auch die Clutch G1.

Lieferumfang und Verarbeitung

Die vergangenen Testberichte haben gezeigt, dass man bei Mäusen - vor allem im niedrigen Preissegment - immer von einem minimalistischen Lieferumfang ausgehen darf. Dementsprechend findet sich in der Verpackung der Clutch G1 nur das Bedienheft. Schön anzusehen ist immerhin, dass der Karton sehr robust ist und somit auf eine ebenfalls solide Verarbeitung der Maus hoffen lässt.

Eher unspektakulär ist der erste Eindruck beim Auspacken der Maus, bunte Beschriftungen oder skurile Formen gibt es schonmal nicht. Lediglich die hellgrauen Gear-Schriftzüge und das Mausrad Seite unterbrechen das ansonsten komplett schwarze Design. Beim genaueren Hinsehen zeigt sich auch, dass wir es hier mit einer Rechtshändermaus zu tun haben - das fällt im ersten Augenblick kaum auf.

Wie es für eine Einsteiger-Maus typisch ist, besteht der Nager fast vollständig aus Kunststoff, dieser ist aber schön verarbeitet und weist keine Verarbeitungsmängel auf. Das Gewicht ist fest vorgegeben und beträgt 116 Gramm inklusive Kabel.

Die Technik im Detail

Verbaut sind in der Clutch G1 insgesamt 7 Tasten. Drei davon dienen als Haupttasten und Mausradtaste, zwei weitere zur DPI-Einstellung und die restlichen beiden können über die hauseigene Software konfiguriert werden. Die Tasten bieten generell einen sehr leichten und knackigen Druckpunkt, nur die runden DPI-Tasten sind dagegen etwas rauer. Auch das Mausrad leistet einen recht hohen Widerstand beim Drehen. Die Haupttasten sind jeweils mit einem Omron-Schalter vom Typ D2FC-F-7N bestückt, welcher bis zu 20 Millionen Klicks aushalten soll.

Der chinesische Hersteller Pixart beliefert Fnatic beim Sensor, es handelt sich hierbei um das etwas ältere Modell 3310 (optisch) mit 5000 DPI. Der USB-Abfragezyklus beträgt je nach Einstellung 125, 250, 500 oder 1000 Hz und die Lift-Off-Distanz 1,5 Millimeter.

Software und Praxistest

Die rund sieben Megabyte Konfigurationssoftware von Fnatic gewinnt sicherlich keinen Schönheitspreis, das hatten wir schon in den vorherigen Peripherietests des Herstellers herausgefunden. Positiv ist aber nach wie vor das unkomplizierte Handling, womit man alle wichtigen Funktionen in der Regel einfach und schnell finden kann. Außerdem lassen sich bis zu drei Profile Abspeichern und in der Maus ablegen.

Bei der Clutch G1 gibt es nicht sonderlich viel einzustellen, ein netter Bonus ist aber zweifelsohne die dezente RGB-Beleuchtung unter dem Mausrad, die über die Software mit der eigenen Wunschfarbe bestückt werden kann. Wichtiger ist aber die DPI-Einstellung, zur Verfügung steht ein Bereich zwischen 100 und 5000. Ebenfalls von Bedeutung dürften für viele Spieler die Makros sein, die sich in einem zusätzlichen Reiter anlegen und konfigurieren lassen. 

Das Klickgefühl der Maus im Praxiseinsatz ist sehr angenehm, das Scrollrad hingegen wirkt etwas schwergängig und ungenau. Die Ergonomie kann man als standardmäßig bezeichnen - es fühlt sich weder sonderlich gut, noch ist es irgendwie negativ aufgefallen. Gestört hat uns aber das schlechte Gleitverhalten: Trotz drei großer Gleitfüße will die Maus nicht so recht in Schwingung kommen und reagiert schwerfällig auf schnelle Bewegungen.

Fazit

"You get, what you pay for" - bei der Fnatic Gear Clutch G1 passt dieses Sprichwort recht gut. Für einen recht günstigen Preis bekommt man eine solide verarbeitete und gut geformte Maus inklusive bewährtem Sensor und RGB-Feature sowie einer zweckdienlichen Software. Aber woran hakt es? Herausragen kann die Clutch G1 in dem angepeilten Preissegment nicht, auch reagierte sie in unserem Test zu schwerfällig, um zum professionellen Gamen verwendet zu werden.

Hierfür wären die zum Release verlangten 60 Euro definitiv zu viel gewesen. Inzwischen ist das Modell aber für rund 40 Euro zu haben (Stand: 10/2017), was schon deutlich angemessener ist - da können Interessierte unter Umständen auch gerne mal einen näheren Blick auf den Nager werfen.

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Karim Ammour

Datum:
30.10.2017 | 16:47 Uhr
Rubrik:
Eingabegeräte
Tags:
Clutch Fnatic Func G1 Gear maus Nager PC Peripherie usb

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