Test: Corsair Void Pro RGB 7.1 Headset im Test

RGB-Headset aufgepeppt: Corsairs neuestes Void Pro-Headset soll erneut mit einer Fülle an Features überzeugen, dies verdeutlicht bereits die ellenlange Bezeichnung "Premium Gaming Headset with Dolby Headphone 7.1". Im Test erfahrt Ihr, ob das Modell hält, was es verspricht.


Corsair und RGB passen gut zusammen, zumindest wenn man sich die letzten Produkteinführungen im Peripherie-Bereich anschaut. Auch das Gaming-Headset namens Void RGB ist nicht neu. Hinzugekommen ist beim Void Pro RGB also augenscheinlich nicht viel. Corsair selbst verspricht aber signifikante Verbesserungen, unter anderem beim Komfort, der Soundqualität und im Falle der Wireless-Version auch der Datenübertragung.

Vom Void Pro RGB gibt es insgesamt vier Versionen: Das Void Pro RGB Wireless, Wireless SE, USB und Surround. Die USB-Variante lag uns zum Test vor, welche als einziges Headset komplett in schwarz gehalten ist. Im Lieferumfang befand sich neben den Papieren lediglich das Gerät selbst. Im nachfolgenden Teil sehen wir, ob es seinem Namen gerecht wird und im praktischen Einsatz überzeugen kann.

Verarbeitung und Technik

Beginnen wir zunächst beim Design des Void Pro RGB; laut Hersteller ist dieses speziell in Kooperation mit einem BMW-Designstudio in Kalifornieren entworfen worden. Tatsächlich vermittelt das Headset in gewisser Weise einen aggressiven Eindruck, wie man es von so mancher BMW-Karosserie kennt, es wirkt aber auch gleichzeitig recht hochwertig.

Beim Bügel setzt Corsair auf einen recht weichen Kunststhoff, weshalb das Gerät insgesamt sehr elastisch ist. Auch das rund 2cm dicke Polster ist sehr weich, was dem Komfort beim Tragen zugute kommt. Anderseits wirkt das Gerät im ausgefahrenen Zustand recht zerbrechlich, da es sich mit nur wenig Kraftaufwand deutlich verbiegen lässt. Beim Tragen ist das Headset dafür aber durchwegs angenehm. Der Bügel passt sich sehr schön der Kopfform an, anstatt unangenehm darauf zu drücken.

Die Ohrmuscheln sind jeweils über stabile Metallhaken am Bügel befestigt und besitzen jeweils die namensgebenden RGB-Beleuchtungen, welche sich hinter einer glänzenden Oberfläche verstecken und später mit der Corsair Utility Engine (CUE) umfangreich eingestellt werden können. Auf der linken Seite hängt zudem das Mikrofon. Es lässt sich auf und abklappen und in geringem Maße auch biegen, komplett abnehmen lässt es sich aber nicht.

Weiterhin gibt es links einen Mute-Button und das Funktionsrad zum Steuern der Mediawiedergabe. Bewegt man das Rad nach hinten, wird die Lautstärke erhöht und beim Drehen nach vorne wieder verringert. Ein kurzer Druck ändert das Equalizer-Profil, langes Drücken aktiviert beziehungsweise deaktiviert die Dolby-Funktionalität.

Sound und Praxistest

Ein schönes Design mag bei der ersten Benutzung noch wichtig sein, im praktischen Einsatz kommt es aber vor allem auf die Tonqualität an. Und hier zahlt sich die 7.1-Funktion aus: Beim Zocken in Battlefield 1 und Overwatch waren Geräusche und Stimmen klar zu verstehen und präzise zu orten, was die Orientierung im Gefecht deutlich erleichtert. Falls der 7.1-Sound in bestimmten Fällen doch nicht erwünscht ist, kann dieser auch mit einem einfachen Klick ausgeschaltet werden.

Während es bei Multiplayer-Titeln um Präzision und Geschwindigkeit geht, zählt bei vielen Einzelspieler-Titeln die Immersion, wozu auch die musikalische Untermalung ihren Teil beiträgt. Auch hier ist die Soundqualität prinzipiell gut, jedoch könnte das Headset stellenweise etwas kräftiger klingen. Bässe wirken häufig etwas schwach, was sich mit der kostenlos erhältlichen Software aber zum Teil ausgleichen lässt, das passende Preset nennt sich in diesem Fall passenderweise "Bass Boost". Insgesamt sechs solcher Profile sind dabei vorinstalliert, Bezeichnungen wie Movie Theater, FPS Competition und Clear Chat sind dabei selbsterklärend.

Die Corsair Utility Engine umfasst inzwischen nahezu alle neuen Peripheriegeräte und stellt eine schöne Software-Ergänzung dar. Darüber lässt sich auch das RGB-Feature einstellen. Auch wenn die Millionen möglichen Farben und die verschiedenen Modi wie Static (Statisch), Breath (Atmung) und Blink (Blinken) zunächst interessant klingen, sind die kleinen LEDs eher eine Spielerei und beim Tragen ohnehin nicht zu sehen. Im Übrigen kann die Beleuchtung wie immer via Lighting Link mit anderen kompatiblen Corsair-Produkten synchronisiert werden.

Fazit

Fassen wir zusammen: Das Corsair Void Pro RGB mit der Bezeichnung Premium Gaming Headset with Dolby Headphone 7.1 leistet auch in der Praxis in etwa das, was es verspricht. Dazu zählt eine gute Umsetzung des 7.1-Features, ein klarer Sound und die zusätzlichen, optionalen Einstellungsmöglichkeiten über die CUE-Software. Zu kritisieren gibt es lediglich, dass der Sound eben gut, aber nicht hervorragend ist - die Bezeichnung "Premium" ist in diesem Fall also recht gewagt.

Über die Sinnhaftigkeit des RGB-Feature kann man zwar streiten, wie immer wurde die Funktion aber einfach und benutzerfreundlich implementiert. Hinzu kommt die solide Verarbeitung, die kaum Anlass zur Kritik gibt. Grobe Fehler leistet sich Corsair beim Void Pro RGB also keine, in Anbetracht der gebotenen Features ist das Gerät ist mit 80 Euro sogar recht preiswert. In Folge gibt es hierfür unsere PC-Max Redaktionsempfehlung. Die Wireless-Version kostet zur Markteinführung 100 Euro und damit genau 20 Euro mehr.

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Karim Ammour

Datum:
22.08.2017 | 13:57 Uhr
Rubrik:
Eingabegeräte
Tags:
7.1 BMW Corsair Headset LED Pro qualität RGB sound test Ton Void Wireless

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