Bewertung & Praxistest
Bei genauerer Betrachtung ist die objektive Bewertung einer Maus ist ein äußerst schwieriges Unterfangen: Einerseits fehlt aller meistens schlicht die Möglichkeit, die von den Herstellern versprochenen Sensor-Eigenschaften nachmessen beziehungsweise verifizieren zu können. Anderseits lassen sich manche Eigenschaften einer Maus wie beispielsweise die Ergonomie und Tastenposition überhaupt nicht objektiv oder gar quantitativ erfassen. Dabei sind es häufig gerade die kleinen Details, die für den Anwender subjektiv durchaus den Unterschied zwischen „nur gut“ und „praktisch perfekt“ ausmachen können. Vor diesem Hintergrund kann die folgende Bewertung lediglich als eine Art Kurzfassung des bislang beschriebenen Urteils dienen. Auch auf eine Gewichtung der einzelnen Unterpunkte verzichten wir bewusst.
Qualität
| Mausrad |
Sehr gut |
| Tastendruck |
Gut |
| Verarbeitung |
Sehr gut |
Technik
| DPI-Range / DPI-Stufen |
Sehr gut |
| Lift-Off-Distanz |
Gut |
| Tracking |
Sehr gut |
Handling
| Gleitvermögen |
Gut |
| Grip |
Sehr gut |
Weitere Merkmale
| Ausstattung |
Gut |
| Software |
Befriedigend |
| Positive Merkmale |
Mausrad, Alu-Chassis, Sniper-Taste |
| Negative Merkmale |
"LOD-Bug", nur ein Profilspeicher |
Praxistest:
Wie üblich musste sich die M60 allen, während der über zweiwöchigen Testzeit anfallenden Aufgaben stellen, wozu selbstverständlich auch die Erstellung des vorliegenden Artikels gehörte. Dabei gab sie sich keinerlei Blöße. Ganz im Gegenteil: Immer dann wenn möglichst pixelgenaues Arbeiten gefragt war (Stichwort Bildbearbeitung), erwies sich die "Sniper-Taste" - etwas überraschend - als ein echter Gewinn. In ihrer eigentlichen Paradedisziplin, den Spielen läuft die Corsair M60 dann vollends zur Höchstform auf: In den drei Test-Szenarien (Skyrim, UT2004 und BFBC2) steht sie der vor kurzem getesteten Steelseries Sensei in praktisch nichts nach, ohne freilich deren differenzierte Konfigurierbarkeit der Sensorperformance zu erreichen (Stichwort Exact-Tech). Der Avago ADNS-9500 arbeitet bei allen praxisrelevanten Abtast- beziehungsweise Zeigergeschwindigkeit jederzeit ungemein zuverlässig und präzise. Dabei bleiben die im Kapitel "Software & Treiber" beschriebenen Probleme bezüglich der Mauspad-Kompatibilität in der niedrigsten LOD-Einstellung der einzige (Schönheits-)Fleck auf einer ansonsten makellos weißen Weste.
Trotz der Verwendung des Werkstoffs Aluminium als einer der Hauptbestandteile der M60, ist die Maus keineswegs zu schwer geraten, sondern wiegt mit rund 105 Gramm "Leergewicht" deutlich weniger, als beispielsweise die Roccat Kone[+] und ist gleichauf mit anderen Edelnagern aus dem Hause Mionix (Naos 5000) oder Steelseries (Sensei). Folgerichtig steuert sie sich auf ihren fünf grosszügig bemessenen Teflon-Skates sehr flink über alle getesteten Unterlagen. Last but not least soll hier noch einmal explizit erwähnt werden, dass etwaige Zweifel bezüglich negativer Auswirkungen des ungewöhnlich "offenen" Designs auf die Ergonomie der M60 vollkommen unbegründet sind. Auch längere Spieleinheiten können ohne erdenkliche Ermüdungserscheinungen absolviert werden.