Test: Corsair K55 RGB Gaming Tastatur im Test

RGB-LEDs und mechanische Tastaturen haben eines gemeinsam: Beide haben in den vergangenen Jahren erheblich an Beliebtheit gewonnen - meist aber zu einem hohen Preis. Corsair packt in sein preisgünstiges Modell K55 RGB zumindest eines dieser beiden Funktionen. Was das Modell ansonsten noch zu bieten hat, erfahrt Ihr hier.


Wie viel Erfahrung hat Corsair inzwischen im Peripherie-Bereich? Offenbar genug, denn nicht zum ersten mal konnte ein entsprechendes Modell eine Redaktionsempfehlung ins Boot holen. Bei der K55 dürfte dies aber schwieriger werden: Es handelt sich hierbei um ein Rubberdome-Modell ohne mechanische Auslöser.

Hierbei im Jahr 2017 noch das Wort "Gaming" in den Mund zu nehmen, ist für so manchen Zocker ein Sakrileg. Oder hat die K55 - abgesehen vom RGB-Feature - doch noch mehr zu bieten? Womöglich könnte das Gerät auch als Preis-Leistungsknaller überzeugen, denn der derzeitige Marktpreis von ziemlich genau 50 Euro ist auch für Einsteiger sehr erschwinglich.

Lieferumfang und Verarbeitung

Der Originalkarton der K55 ist Corsair-typisch in schwarz-gelb gehalten und robust gestaltet. Als Lieferumfang gibt es zur Tastatur eine große Handballenauflage, was immer gerne gesehen ist, sowie die obligatorischen Papiere. Corsair gewährt eine Produktgarantie von zwei Jahren neben der gesetzlich vorgeschriebenen Gewährleistung.

Bei der Verarbeitung bekommt man für's Geld ein solides Gehäuse aus Kunststoff, welches 48 x 17 x 35 cm misst und mit 820 Gramm recht leicht ist. Hinzu kommt ein gummiertes USB-Verbindungskabel mit 160 cm Länge und die vier Gummifüße, wobei das Gerät alternativ auch über die beiden Klappfüße aufgestellt werden kann. Das Design ähnelt stark der bisherigen K-Linie, man merkt aber allerdings auch, dass sich die K55 nicht so wertig anfühlt wie die höherpreisigen Modelle der Serie.

Die Technik im Detail

Wie auch bei den teureren Modellen gibt es eine Reihe an hochwertig verarbeiteten Zusatztasten. Da wären zum einen die drei runden Extrakeys für Makros, Lichtregelung und Windows-Key-Lock und sieben weitere Multimedia-Tasten - vier davon für Start/Stop und Wechsel des Titels und drei weitere für die Lautstärkeregelung. Außerdem gibt es noch sechs frei belegbare Keys auf der linken Seite.

Die wichtigsten technischen Daten im Überblick:

ModellCorsair K44 RGB Gaming
TastenartRubberdome
Abmessungen480,2 x 166,3 x 34,6mm
Gewicht822g
Makrotasten6 (G1-G6)
Reaktionszeit1ms
Key-RolloverBis zu 8 Tasten
LayoutStandard (QWERTZ)
Integrierter SpeicherJa
ZubehörBallenauflage (abnehmbar)
SoftwareCorsair Utility Engine
Garantie2 Jahre

 

Praxistest

Das Tippgefühl entspricht ziemlich genau dem, was man von einer ordentlichen Rubberdome-Tastatur erwarten kann - soweit das "Negative". Insgesamt ist das Feeling aber angenehm gleichmäßig und ausreichend präzise. Das Layout und die Handballenauflage können ebenfalls überzeugen, hier kann die K55 von den vorherigen Modellen merkbar profitieren und ein angenehmes Schreibgefühl aufkommen lassen. Auch beim Zocken ist für das Wichtigste gesorgt, die 6 Makro- und 10 Media-Tasten erweisen sich hier als eine ausreichend praxistaugliche Kombination.

Werfen wir noch einen Blick auf die Software: Wie immer kommt die optisch ansprechende Utility Engine zum Einsatz, im Gegensatz zu den höherpreisigen Modellen ist der Funktionsumfang bei der K55 aber eingeschränkt. Das ist auch wenig verwunderlich, denn schon konstrunktionsbedingt sind die Einstellungsmöglichkeiten geringer als bei einer modernen mechanischen Tastatur. Und das, obwohl die K55 mit der breiten Handballenauflage durchaus mächtig wirkt, ähnlich wie die Modelle jenseits der 100-Euro-Marke.

Bei der RGB-Beleuchtung ist eine Konfiguration für drei Zonen möglich (siehe Bild). Neben statischen Farben kann auch ein Puls-, Wechsel- oder Regenbogeneffekt ausgewählt werden. Durch den Membran-Aufbau scheinen die einzelnen Zonen aber ineinander hinein - ob das gefällt, ist größtenteils Geschmackssache. Zusätzlich gibt es die bereits erwähnten Makro-Tasten, welche einzeln konfiguriert werden können, sowie weitere Zusatzfeatures wie beispielsweise einen Timer. Die rund 170MB große CUE-App gibt es direkt auf der Herstellerseite.

Fazit

RGB goes Budget, und im Falle der K55 mit Erfolg. Das Modell bietet eine ordentliche Verarbeitung und konnte uns auch in der Praxis überzeugen - Tippgefühl, Layout und die Ergonomie sind dem Preis entsprechend sehr gut, solange man nicht vergisst, dass es sich eben um eine Membran-Tastatur handelt. Letzteres ist auch der Grund für die teils eingeschränkte Individualisierungsmöglichkeit. Unterdessen sollte der Funktionsumfang in den Bereichen Gaming und Multimedia für die meisten Nutzer ausreichend sein. 

Grundsätzlich ist das, was in Punkto Farbspielereien geboten wird, angemssen, denn auch ohne präzise Tastenansteuerung sind bei der K55 RGB schöne Effekte einstellbar - Stichwort Regenbogen. In unseren Augen hat Corsair hier das Beste aus seiner 50-Euro-Tastatur herausgeholt. Und dafür gibt es unsere Redkationsempfehlung.

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Karim Ammour

Datum:
09.11.2017 | 19:56 Uhr
Rubrik:
Eingabegeräte
Tags:
Corsair K55 Keyboard LED RGB Tastatur test

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