Feature: Mediaplayer für das Wohnzimmer

Mediaplayer von der Stange gibt es genügend, doch nicht alle erfüllen die persönlichen Wünsche. Daher liegt es auf der Hand selbst aktiv zu werden und sich das passende System zusammenzubauen. Doch welche Komponenten samt Software sind dazu geeignet, um einen kleinen Media-PC zu kreieren? Dieser Frage sind wir auf den Grund gegangen und erklären in diesem Artikel Schritt für Schritt, wie sich ein platzsparender Wohnzimmer-Rechner mit Multimedia-Schwerpunkt und individuellen Features realisieren lässt. Dabei gehen wir nicht nur die Hardwarekonfiguration ein, sondern erläutern auch den Umgang mit dem OS und der Software.


Vorbei sind die Zeiten, wo nur bei technikaffinen Menschen ein PC in der Stube seinen Platz findet. Seit Jahren kehrt immer mehr Technik in unsere Wohnzimmer ein. Beispielsweise kann man auf dem neuen Smart TV APPs installieren und zur Erleichterung des Alltags nutzen. Auch die Spielekonsole kann auf Video-Streaming-Dienste zugreifen und vorkonfigurierte Mediaplayer gibt es mittlerweile von (fast) jedem Hersteller für jedes Budget.

Doch genau dort beginnt bereits das Problem: Die Spielekonsole ist - wer hätte es gedacht - primär zum Spielen gedacht. Der schöne Smart TV kann zwar oft Videos von USB-Sticks oder Netzwerkmedien wiedergeben, streikt dann aber meistens bei beliebten Container-Formaten wie *.mkv, spielt keine DTS-Audio-Spuren ab oder trübt das Heimkino-Erlebnis mit Bildrucklern, Fehlern und asynchronem Ton.

Spätestens dann sucht der Nutzer eine praktikableren Lösung und greift zu fertigen Mediaplayern. Angebote auf dem Markt sind mehr als genügend vorhanden. Dabei unterschieden sich die Geräte vor allem in der riesigen Preis- und Feature-Spanne. Das Problem bei (fast) allen Lösungen bleibt aber dasselbe: Falls überhaupt Software-Updates erscheinen sollten, ist der Käufer eines solchen Fertig-Geräts auf die jeweiligen Hersteller angewiesen. Spätestens wenn die gewählte Produktserie eingestellt wird oder eine Nachfolger auf den Markt kommt, werden die Aktualisierungen fast schlagartig eingestellt. Und selbst der beste Media Player ist dann doch irgendwie nicht auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmt.

Doch muss dies so sein? Wir sagen: Nein! Deshalb zeigen wir euch in diesem Artikel, wie ihr euch mit geringem Budget und etwas Interesse sowie Zeit einen eigenen Media Player zusammenbauen könnt - ganz nach euren Bedürfnissen. Zudem erläutern wir Schritt für Schritt, wie ihr bei der Wahl der Komponenten, beim Zusammenbau und bei der Installation der Software vorgehen müsst.


Inhaltsverzeichnis

  1. Mediaplayer für das Wohnzimmer
  2. Vorstellung der Hardware
  3. Zusammenbau der Komponenten
  4. XBMC-Software kurz erläutert
  5. Installation
  6. Steuerung, Screenshots & Betrieb
  7. Fazit / Zusammenfassung

Kommentare

Ich finde FLIRC würde noch super zu dem Projekt passen

flirc.tv - Your TV - PC Remote Companion

Gibts nun auch mit XBMC plugin zur Konfiguration.

Flirc

geschrieben am 08.07.2013 um 07:07 Uhr

Flirc sieht spannend aus. Gibts da auch als interne Lösung mit "verlegbarer" IR-Diode? Weil was nutzt das Ding an nem MediaCenter-PC, wenns an der Rückseite angestöpselt ist und da IR nicht hinkommt...

geschrieben am 08.07.2013 um 10:01 Uhr

eventuell passend dazu, dass zackzack gerade nen RPI mit zubehör im angebot hat für 50€.

is ja auch n kleiner Mediaplayer :D

aber der bericht hier is sehr sehr schön.

geschrieben am 08.07.2013 um 10:40 Uhr

Wie versprochen hier nachgereicht die Verbrauchswerte:

Idle: 25,1 W
Wiedergabe (1080P): 21,2 W
Standby: 0,8W (Hibernate)

Interessanterweise verbraucht das System im (XBMC-)Idle durch die Hintergrundeffekte des Aero-Skins mehr, als bei der Wiedergabe von HD-Videos. Wer also möglichst wenig Strom verbrauchen möchte, sollte in den Optionen vom Skin die Hintergrundeffekte deaktivieren (und somit die CPU-Last im Idle senken).

Alle Werte wurden mit einem VOLTCRAFT Energy Check 3000 gemessen (Auflösungsvermögen von 0,1 W).

geschrieben am 08.07.2013 um 19:13 Uhr

Cooler Artikel. Habe da gerade einen Kumpel der sich sowas basteln wollte, werde es also mal weiterempfehlen!

geschrieben am 09.07.2013 um 12:58 Uhr

Wie versprochen hier nachgereicht die Verbrauchswerte:

Idle: 25,1 W
Wiedergabe (1080P): 21,2 W
Standby: 0,8W (Hibernate)

Interessanterweise verbraucht das System im (XBMC-)Idle durch die Hintergrundeffekte des Aero-Skins mehr, als bei der Wiedergabe von HD-Videos. Wer also möglichst wenig Strom verbrauchen möchte, sollte in den Optionen vom Skin die Hintergrundeffekte deaktivieren (und somit die CPU-Last im Idle senken).

Alle Werte wurden mit einem VOLTCRAFT Energy Check 3000 gemessen (Auflösungsvermögen von 0,1 W).

Und jetzt macht ein Giveaway daraus und zieht meinen Namen aus dem Hut.Los,los,los. :D
Scherz beiseite,sehr guter und vor allem interessanter Artikel.

geschrieben am 09.07.2013 um 13:27 Uhr

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